LEBENSGEFÄHRLICH

Polizei stoppt Drängler mit 173 km/h auf der A20

Nicht den Hauch einer Chance rechtzeitig zu bremsen: Ein Autofahrer auf der A20 bei Jarmen ist mit hoher Geschwindigkeit so dicht aufgefahren, dass die Polizei sofort einschreiten musste.
Die Polizisten im Videowagen stoppten auf der A 20 am Freitag einen Autofahrer, der viel zu dicht aufgefahren war.
Die Polizisten im Videowagen stoppten auf der A 20 am Freitag einen Autofahrer, der viel zu dicht aufgefahren war. Polizei
Jarmen ·

Am Freitag stellten die Beamten der Besonderen Verkehrsüberwachung des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Altentreptow mit Hilfe des Videowagens den rücksichtslosen Verstoß gegen den Mindestabstand auf der A20 fest.

Lesen Sie auch: Bedrängung und Nötigung - Aggressive Fahrer erobern die A20 in MV

Wie die Polizei mitteilt, hielt ein 56-jähriger Fahrzeugführer mit seinem Pkw bei einer Geschwindigkeit von 173 km/h lediglich einem Abstand von 25,3 Metern zum vorausfahrenden Fahrzeug. Die allgemeine Faustformel, den Geschwindigkeitswert auf dem Tacho zu halbieren, ergibt in diesem Fall jedoch einen erforderlichen Abstand von 86,5 Metern.

„Dieser Abstand wurde also um 61,2 Meter unterschritten”, rechnet Polizeisprecherin Susann Ossenschmidt vor. Bei dieser hohen Geschwindigkeit und einer angenommenen Reaktionszeit von einer Sekunde würde der Fahrzeugführer so rund 48 Meter zurücklegen, ehe er den Bremsvorgang überhaupt aktiv einleiten würde. Folglich wäre der Fahrzeugführer bei einem starken Bremsmanöver des Vorausfahrenden ungebremst mit dessen Fahrzeug kollidiert.

Häufige Ursache schwerer Unfälle

In der Konsequenz erwartet den Fahrzeugführer aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen nun ein Bußgeld in Höhe von 240 Euro. Dazu kommen zwei Punkte im Verkehrszentralregister und ein eimonatiges Fahrverbot.

In diesem Fall ahndeten die Beamten das Fehlverhalten des Fahrzeugführers, bevor es zu schweren Personen- oder Sachschäden gekommen ist. Denn der mangelnde Abstand gehört weiterhin zu den Hauptunfallursachen im Straßenverkehr. Mehr als 5000 Verkehrsunfälle waren 2020 darauf zurückzuführen.

In diesem Jahr ereigneten sich im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg bereits 2369 Verkehrsunfälle infolge des Nichteinhaltens des erforderlichen Abstands. Der bisher letzte davon erst am Tag zuvor, dem 27. Juli, auf der A20 bei Neubrandenburg. Dort fuhr ein Fahrzeugführer nahezu ungebremst auf ein vorausfahrendes Fahrzeuggespann mit Wohnanhänger auf. Drei Menschen wurden schwer verletzt, es entstand ein Sachschaden in Höhe von 65.000 Euro.

Der Demmin-Überblick per Mail

Was gibt's Neues im Demminer Land? Unsere Reporter fassen wöchentlich die wichtigsten Nachrichten und Geschichten für Sie in unserem kostenlosen Newsletter zusammen. Jetzt schnell anmelden!

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Jarmen

zur Homepage