SPD sauer

:

Geht's dem roten Wunder jetzt an den Kragen?

Kebab gibt es hier schon lange nicht mehr, dafür allerdings eine Spitze gegen die SPD. Anlass war der frische rote Anstrich der geschlossenen Imbissbude.
Kebab gibt es hier schon lange nicht mehr, dafür allerdings eine Spitze gegen die SPD. Anlass war der frische rote Anstrich der geschlossenen Imbissbude.
Denny Kleindienst

Das „rote Wunder“ von Demmin sorgt für Empörung bei der SPD. Denn die will nicht mit der Imbissbaracke in Verbindung gebracht werden. Und fordert: Abriss!

Über zehn Anrufe habe er am Dienstagmorgen bekommen, erzählt der SPD-Ortsvorsitzende Reinhardt Friedrichs. Anlass war ein Kommentar bei Facebook zum frischen roten Anstrich an der seit Jahren geschlossenen Dönerbude in der Schillerstraße, der von den Facebook-Nutzern fast durchweg als furchtbar bewertet wird. In einem Kommentar heißt es: „Jetzt noch SPD drauf und alles ist gut.“

„Das Ding muss weg.”

SPD-Mann Friedrichs sagt nun: „Das ziehen wir uns nicht an.“ Zum einen sei das SPD-Rot eine ganz andere Farbe. Zum anderen „haben wir auch keine Schmutzecken“. Was denn sein Vorschlag wäre, wie damit zu verfahren ist? Reinhardt Friedrichs sagt: „Abreißen.“

Auch Roland Thoms findet den Kommentar nicht witzig. Der SPD-Stadtvertreter sagt, dass da jemand „die SPD diskreditieren möchte, indem er sie mit einer Baracke in Verbindung bringt“. Einer Baracke zumal, die Roland Thoms empört. Er findet, die Stadt hätte längst Ordnungsstrafen verhängen und Zwangsmaßnahmen durchsetzen müssen. Der Anstrich ändert nach Meinung von Roland Thoms gar nichts. „Weder rot noch blau oder grün. Das Ding muss weg.“

Kommentare (2)

Jeder Ochse kann dem Ansinnen der beiden genannten Herren nur zustimmen. Hält man denen (den Ochsen) eine rote Fahne vor ihr Haupt drehen diese angeblich auch durch. Hat die SPD in Demmin dies wirkloch nötig?

ist offensichtlich nicht jedem gegeben. Kein Mensch wird diese Bude und den roten Anstrich ernsthaft mit der SPD in Verbindung bringen. Die überempfindliche Reaktion der beiden Herren ist darum in keiner Weise angebracht. Dass die Bude hässlich ist und verschwinden sollte, steht dabei auf einem ganz anderen Blatt.