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Geklaute Friedhofsglocke in Wohnung gefunden

Nur die Schrauben blieben nach dem Diebstahl noch am Joch. Dorthin soll nun die Glocke zurückkehren.
Nur die Schrauben blieben nach dem Diebstahl noch am Joch. Dorthin soll nun die Glocke zurückkehren.
Georg Wagner

Vor gut einem halben Jahr haben pietätlose Diebe die Friedhofsglocke von Hohenbrünzow gestohlen. Verschrottet oder eingeschmolzen waren sich die Meisten sicher. Doch das historische Geläut ist fernab der Heimat bei einer Wohnungsdurchsuchung wieder aufgetaucht.

Als Bürgermeisterin Bärbel Westphal am 2. Januar 2016 auf den Hohenbrünzower Friedhof kam, war dort die Glocke verschwunden. Von der Glocke, die Generationen von Hohenbrünzowern auf ihrem letzten Weg begleitet hat, fehlte in der Folgezeit jede Spur. Sie war, so stand zu vermuten, längst eingeschmolzen oder in der Schrottpresse gelandet.

Zufällig entdeckt

Die Polizei fand die Glocke jetzt jedoch im Zuge anderer Ermittlungen bei einer Wohnungsdurchsuchung im vogtländischen Plauen. Ob der Wohnungsinhaber sie selbst gestohlen oder anderweitig erworben hat, steht noch nicht fest. Ebenso wenig ist bekannt, wie die Glocke ins weit entfernte Plauen kam oder was der Mann mit ihr bezweckte. "Ein Buntmetalldieb ist er nicht", heißt es seitens der Polizeidirektion Zwickau. Mehr könne man derzeit aber nicht sagen, weil die Ermittlungen noch liefen.

Die Kosten für den Rücktransport machen der Gemeinde Sorgen. Eine erste Spenden-Zusage gibt es bereits von der "Mecklenburgischen Versicherung", aber reichen wird das nicht.

Wer auch dafür spenden möchte, dass die Hohenbünzower Glocke wieder in ihre Heimat kommt, der kann Geld auf folgendes Konto überweisen:

Gemeinde Hohenmocker / Amt Demmin-Land
IBAN: DE08 1203 0000 0000 3010 77
Verwendungszweck: 15.55300.46290000 Rückholung Glocke.