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Gemeinde sauer über neue Wehr-Debatte

Eigentlich war beim Thema Feuerwehr in Hohenmocker schon alles geklärt. Doch nun flammte erneut eine Diskussion um ein neues Wehrhaus auf.

Bärbel Westphal, Bürgermeisterin von Hohenmocker
Georg Wagner Bärbel Westphal, Bürgermeisterin von Hohenmocker

 Bärbel Westphal wäre am liebsten in die Luft gegangen. „Die Feuerwehr war für mich durch“, sagte die Bürgermeisterin von Hohenmocker verärgert. „Das schockt mich, jetzt kommst du wieder mit einem neuen Gebäude an.“ Jeden Wunsch habe die Gemeinde erfüllt. Geld für ein neues Wehrhaus hat die Kommune nicht. Das war eigentlich klar. Nun aber hat Frank Klingenhagen wieder den Finger in die Wunde gelegt. Er sprach erneut an, dass das Feuerwehrhaus in Sternfeld zu klein sei und es nicht  ausreichend Platz für die Bekleidung der Kameraden gibt. Bei Versammlungen werde es immer enger. Andere Orte würden auch eine Förderung für die Sanierung ihrer Wehrhäuser erhalten. „Aber wir haben nichts gemacht“, kritisierte der Abgeordnete und Feuerwehrmann. „Wir haben nur Schuppen.“ 1969 wurde das Gebäude in Sternfeld gebaut.

„Ein Anbau wäre aber nicht mit 5000 bis 10 000 Euro erledigt“, warnte Thomas Korrmann. Raumbedarf könne man auch mit Containern lösen. „Es ist unrealistisch, anzubauen.“ Zudem hat die Kommune zwei Gemeindehäuser. Auch da kann die Feuerwehr sich treffen, so Westphal. Sie war sauer. Die Gemeinde habe alles Geld zusammengekratzt für ein neues Feuerwehrauto, ein neues Tor eingesetzt, damit das Fahrzeug in die Garage passt, dann eine Küche eingebaut. „Wir sind nur eine Feuerwehr mit Grundausstattung“, stellte sie klar. Dass die Wehr wichtig ist, sei keine Frage, meinte Christian Henning. Aber man müsse auch gucken, wie die Mitgliederentwicklung ist. Die Gemeinde will sich nun noch einmal vor Ort mit der Wehr treffen, aber erst, wenn sie eine Mitgliederliste mit Altersangabe vorgelegt hat, so Westphal.