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Vollsperrung

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Gerüst stürzt in Demmin auf die Straße

Als das umgestürzte Baugerüst von der Straße geräumt war, ging der Rückbau des Abrisshauses in der Treptower Straße im Schnellverfahren über die Bühne. 
Als das umgestürzte Baugerüst von der Straße geräumt war, ging der Rückbau des Abrisshauses in der Treptower Straße im Schnellverfahren über die Bühne.
Denny Kleindienst

In Demmin löste ein Deckeneinsturz in einem Abrisshaus eine Kettenreaktion aus. Infolgedessen lag ein ganzes Baugerüst quer über der Bundesstraße, die anschließend für mehrere Stunden gesperrt war.

Glück im Unglück hatten laut Polizeiangaben am Samstag gegen 8 Uhr die Mitarbeiter einer Demminer Recyclingfirma. Die Firma hat den Auftrag, ein seit vielen Jahren leerstehendes Haus in der Treptower Straße in Demmin abzureißen. Wie die Polizei mitteilt, stürzten dabei zwei Decken des Gebäudes ein, wodurch ein Teilstück der Gebäudemauer kippte. Dadurch wurde das komplette Baugerüst auf die Straße gedrückt.

Das Baugerüst reichte über die gesamte Fahrbahnbreite bis zum gegenüberliegenden Gehweg. Glücklicherweise, so die Polizei, befanden sich zu diesem Zeitpunkt weder Personen im Gefahrenbereich, noch Fahrzeuge auf der Straße.

Straße drei Stunden gesperrt 

Um den Bauschutt und das Baugerüst von der Straße zu räumen, musste die Treptower Straße für knapp drei Stunden komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde über die Deutsch-Kroner-Straße umgeleitet. Der entstandene Sachschaden kann aktuell nicht beziffert werden. Inwieweit gegen Vorschriften verstoßen wurde, bleibt zu ermitteln, teilt die Polizei weiter mit. Auch bleibe zu prüfen, ob infolge des Aufpralls der Mauer und des Gerüstes die Straße beschädigt wurde.

Vom Glück im Unglück will Patrick Lockstädt, der Geschäftsführer der Recyclingfirma, derweil nicht sprechen. Er weist daraufhin, dass die Baustelle abgesichert war und stets Sicherungsposten bereit standen. Sie haben, wie der Geschäftsführer sagt, auch ein Knacken gehört, bevor die Decken dann einbrachen. Lockstädt spricht von einer Herausforderung, den Rückbau des Hauses bei fließendem Verkehr durchzuführen. Denn die Treptower Straße, eine Bundesstraße, sollte nicht gesperrt werden.

Als sie es am Samstagmorgen dann zwangsläufig doch war, weil das Gerüst von der Straße geholt werden musste, wurde auch der Rückbau im Schnelleinsatz mit Bagger durchgezogen. So konnte nach Abschluss der Aufräumarbeiten die Treptower Straße für den Verkehr wieder freigegeben werden. Und von dem Haus war schließlich nur noch ein großer Haufen Bauschutt übrig.

Kommentare (3)

ein Haus weg. So hässlich wie ein Gebiss mit Zahnlücken. Lücken, die niemand mehr schließt.

Ihre Lyrik und Romantik in Ehren. Wenn man sinnfreie Ruinen im Stadtviertel als vollwertigen Zahn eines Gebisses vergleicht, hat Ihre Sehnsucht sehr gelitten.

soll besser sein als eine Ruine? Darüber ließe sich trefflich streiten. In jedem Fall ein Verlust.