ÄRGER UM FÜNFTKLÄSSLER

Gewaltproblem an Demminer Schule?

Eltern schlagen Alarm. Die Schulleitung wiegelt ab. An der Fritz-Reuter-Schule in Demmin soll ein Schüler immer wieder gewalttätig sein.
An der Fritz-Reuter-Schule in Demmin soll es in der Vergangenheit vermehrt zu Gewalt unter den Schülern gekommen sein. Schulleitung und Schulamt bestreiten das.
An der Fritz-Reuter-Schule in Demmin soll es in der Vergangenheit vermehrt zu Gewalt unter den Schülern gekommen sein. Schulleitung und Schulamt bestreiten das. Denny Kleindienst
Demmin.

Alkohol, Messer und Gewaltausbrüche – die Vorwürfe, die von Eltern an der Demminer Fritz-Reuter-Schule erhoben werden, wiegen schwer. Ausgangspunkt für die Probleme sei ein Junge aus der Klassenstufe fünf, der bereits in der Vergangenheit auffällig war, heißt es seitens einiger Eltern. Manche Schüler hätten mittlerweile sogar Angst, in die Schule zu gehen.

„Das Gewaltpotenzial ist sehr hoch, da wird noch nachgetreten, wenn jemand am Boden liegt“, so Ronny C. Sein Kind geht in dieselbe Klasse wie der mutmaßliche Unruhestifter. C. und seine Lebensgefährtin machen sich Sorgen um die Sicherheit der Kinder und sind damit nach eigenen Angaben auch nicht allein. „Es sind sehr viele Eltern, die Bedenken haben“, so der Vater.

Schulleiter will sich nicht äußern

Klassenlehrerin und Elternrat sind inzwischen über die Vorfälle informiert und auch der Schulleiter wurde eingeschaltet. Eine angemessene Reaktion gibt es nach Ansicht von Ronny C. dennoch nicht. „Der Direktor sieht keinen Handlungsbedarf.“ Auf Nachfrage des Nordkurier wollte sich Schulleiter Harald Eichhorst zu den Vorwürfen nicht äußern.

Anfang Juni wurden die Vorfälle auch an die Hansestadt Demmin als Schulträger herangetragen. Es folgte ein Gespräch mit der Schulleitung. Als Fazit schätzt der Leiter des örtlichen Schulamts, Jörg Küthe, die Probleme allerdings als deutlich geringer ein, als sie von den Eltern dargestellt wurden. „Dass wir hier ein Konflikt- oder Problemfeld haben, kann ich nicht bestätigen“, so der Amtsleiter. Zwar habe es eine Auseinandersetzung gegeben, doch das würde unter Schülern manchmal vorkommen. „Solche Konflikte müssen dann pädagogisch gelöst werden“, sagt Küthe.

Das staatliche Schulamt Neubrandenburg vertritt in diesem Fall eine ähnliche Auffassung. Pressesprecher Henning Lipski fasst die Situation in Demmin als Rangelei zusammen, führt allerdings den genauen Hergang weiter aus. Während der Hofpause seien zwei Schüler in einen Konflikt geraten.

Keine Verletzungen am Kinderarm?

Über die Ausmaße der Auseinandersetzung habe es dann unterschiedliche Aussagen gegeben. Während eins der Kinder eine Verletzung am Arm beklagt hat, bestritt der mutmaßliche Täter die Vorwürfe. Auch die Klassenlehrerin konnte in diesem Zusammenhang keine Verletzung am Arm des Schülers feststellen. „Die Anschuldigungen haben sich nicht bestätigt“, so Lipski. Auch weitere Probleme seien derzeit nicht ersichtlich.

Sollten sich solche Auseinandersetzungen allerdings häufen, rät die Vorsitzende des Kreiselternrats Mecklenburgische Seenplatte, Andrea Antoni Koop, immer wieder das Gespräch mit der Schule zu suchen. „Und wenn das alles nichts bringt, müssen die Eltern zum Schulamt“, so Koop.

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Kommentare (8)

Der Direktor und die Lehrerschaft, wollen kein Problem in den Gewaltausbrüchen des Jungen sehen und spielen Messerangriffe zu Rangelein runter. Da hilft nur Klassenkeile oder [entfernt, bitte halten Sie sich an die Netiquette. D. Red.]! Mein Kind würde ich dieser Gefahr auf jeden Fall nicht aussetzen und ich würde die Sache zu regeln wissen.

Nein ich stand nicht daneben. Ich glaube aber den Eltern mehr, als dem Direktor. Und wenn die von Messern reden, dann wird das schon stimmen. Ob nun damit gedroht wurde oder zugestochen, ist dabei nebensächlich.
Worum es geht, ist das ein Kind in der Schule andere Kinder bedroht und verletzt. Der Direktor hat aber nichts besseres zu tun, als die Sorgen der Eltern runterzuspielen, bis wir auch hier westdeutsche Verhältnisse herrschen.

Was hat das jetzt mit Westdeutschen Verhältnissen zu tun? Ausländers, mhm?! Zum Fremdschämen. Auch 89' wurden strebenden Mitschülern oder auch andersherum, den Mobbern und Klassenclowns von den damaligen Kevin's Schraubenzieher ins Bein gesteckt - das ist also kein Westdeutsches oder ethnisches Phänomen, sondern kommt davon, wenn man Kinder überautoritär erzieht. Es ist egal wem man glaubt. Schulen brauchen mehr Sozialarbeit, statt BWL und Projekte mit der Sparkasse.

Schulen sind nicht dazu da, die Schüler zu sozialisieren und zu erziehen, sonden Wissen zu vermitteln. Die Erziehung verbleibt im Elternhaus! Hier in Pommern gibt es eine brachiale aber auch stimmende Redewendung: "Ohne Schläge kriegt man kein Vieh groß". Verstehen Sie mich nicht falsch, ich will Schläge nicht rechtfertigen, aber Schulsozialarbeiter bringen nichts, wenn die Familie / der Umgang nicht stimmt. Versuche, mal 30 min am Tag was zu bequatschen, helfen eher den Schulsozialarbeiter in seiner Selbstfindung, als dem Schüler.

Mal ne Zahl aus Hamburg: 111 Messeropfer in 90 Tagen! Hat aber alles nichts mit garnichts zu tun.

Ich hab noch eine interessante Zahl:

"Die vom Bundeskriminalamt präsentierten Fallkonstellationen zeigen ein düsteres Bild: „Im Bereich Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen fielen 230 Deutsche einer Straftat zum Opfer, an der mindestens ein tatverdächtiger Zuwanderer beteiligt war“, heißt es im Lagebild
Im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden 3261 Deutsche Opfer einer Straftat mit mindestens einem tatverdächtigen Zuwanderer."

Noch Fragen?!

[Ja: Was hat das mit dem Artikel zu tun? Die Redaktion]

Das war die Antwort auf den Kommentar:
TURBOHOSE · 20. JUNI 2019 - 11:40
Salami mit Käse
Was hat das jetzt mit Westdeutschen Verhältnissen zu tun? Ausländers, mhm?!
Drei einfache Zahlen die belegen, dass es doch was mit westdeutschen Verhältnissen und Ausländern zu tun hat.

Ja man kann auch alles tot quatschen. Wenn das alles nicht hilft dann gibts ja noch den Arbeitskreis, oder Singeabende, oder alle fassen sich an die Hand und bilden eine Lichterkette oder oder oder. Wäre es nicht viel einfacher dem Jungsporn einfach mal nen Satz heiße Ohren zu verpassen damit er weiß wie es sich anfühlt?
Hat schon funktioniert als ich noch Schüler war.