Übungs-Munition

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Granatenschreck am Schwanenteich in Demmin

Am Tag nach dem Granatenfund gingen die Arbeiten am Demminer Schwanenteich weiter.
Am Tag nach dem Granatenfund gingen die Arbeiten am Demminer Schwanenteich weiter.
Denny Kleindienst

Der Munitionsbergungs-dienst war am Demminer Schwanenteich im Einsatz. Dort war ein Objekt aufgetaucht, dass wie eine Handgranate aussah.

Diese Entdeckung war wohl ein ziemlicher Schreck. Am frühen Montagabend wurden die Entschlammungsarbeiten am Demminer Schwanenteich eilig abgebrochen. In der Saugglocke des kleinen Bootes, das derzeit auf dem Schwanenteich unterwegs ist, um den Schlamm aus dem Teich zu holen, hing ein Gegenstand fest, der wie eine Handgranate aussah. Die Arbeiter informierten umgehend die Stadt und den Munitionsbergungsdienst.

Letzterer konnte einige Zeit später Entwarnung geben. Zwar lagen die Arbeiter mit ihrer Vermutung schon richtig. Bei der Stielhandgranate handelte es sich allerdings nur um ein Übungsgerät aus DDR-Zeiten. Rein äußerlich „sah sie aus wie ein Kampfmittel“, sagt Robert Mollitor, der Leiter des Munitionsbergungsdienstes in MV. Da waren der lange hölzerne Griff und der Kopf aus Metall. Doch explodieren konnte diese Granate nicht. Mollitor zufolge war die Übungsgranate wohl nur dafür da, sie möglichst weit zu werfen.

Den Munitionsbergungsdienst zu rufen, war in dem Fall aber genau richtig, betont der Leiter des Dienstes. Denn es zähle zur Gefahrenabwehr dazu, auch Gegenstände wegzuräumen, die nur wie echte Munition aussehen. Beim Absaugen von Teichen sei es auch immer möglich, dass tatsächlich scharfe Munition auftaucht.