SCHWEINEAUFZUCHT IN ALT TELLIN

Großzügiger Bodenaustausch nach Schwefelsäure-Unfall

In der Schweineaufzuchtanlage in Alt Tellin sind 500 bis 1000 Liter Schwefelsäure ausgelaufen. Welche Folgen hat das für die Umwelt?
dpa
Der Boden wurde nach dem Schwefelsäure-Unfall großzügig ausgetauscht.
Der Boden wurde nach dem Schwefelsäure-Unfall großzügig ausgetauscht. Ulrike Rosenstädt
Alt Tellin.

Der Schwefelsäure-Unfall in der Schweinezuchtanlage Alt Tellin (Vorpommern-Greifswald) ist für die Umwelt glimpflich abgelaufen. Ein Spezialbetrieb habe den kontaminierten Boden großzügig ausgetauscht, sagte ein Sprecher des Landkreises am Mittwoch. Es sei keine Schwefelsäure in Oberflächen- oder Grundwasser gelangt. Der verunreinigte Boden sei in Spezialbehälter gefüllt worden und werde entsorgt.

Am Dienstag war beim Nachfüllen eines Tanks in der Anlage ein Teil der stark ätzenden Chemikalie ausgelaufen. Der Landkreis geht von 500 bis 1000 Litern aus. Die genaue Menge lasse sich nicht mehr ermitteln, sagte der Sprecher. Die Schwefelsäure wird für die Abluftreinigungsanlage der Schweineställe benötigt. Die Zuchtanlage in Alt Tellin mit Platz für mehr als 10.000 Sauen und ihre Ferkel gilt als eine der größten Europas.

Menschen oder Tiere seien waren bei dem Unfall mit der hochprozentigen Säure nicht verletzt worden, sagte der Sprecher. Die Mitarbeiter der Anlage hätten schnell reagiert und die Rettungsleitstelle gerufen, der Gefahrgutzug, die Untere Wasserbehörde und der Spezialbetrieb zügig gearbeitet. Auf den Betonboden geflossene Schwefelsäure sei mit Spezialbindemitteln aufgenommen worden. Am Abend habe ein Experte der Universität Greifswald die Unglücksstelle noch einmal kontrolliert.

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