Die Hecke von Gerd Schmidts Garten ist fast vollständig abgebrannt und einige neu gepflanzte Obstbäume sind umgeknic
Die Hecke von Gerd Schmidts Garten ist fast vollständig abgebrannt und einige neu gepflanzte Obstbäume sind umgeknickt. Der Kleingärtner geht von gezieltem Vandalismus aus. Lisa Gutzat
Fünf von Zwölf neu gepflanzten Obstbäume sind in der Mitte durchgebrochen. Gestohlen wurde auch etwas.
Fünf von Zwölf neu gepflanzten Obstbäume sind in der Mitte durchgebrochen. Gestohlen wurde auch etwas. Lisa Gutzat
Offenbar hatte der Brandstifter der Hecke das Vorhängeschloss des Gartentors aufgebrochen.
Offenbar hatte der Brandstifter der Hecke das Vorhängeschloss des Gartentors aufgebrochen. Lisa Gutzat
Garten zerstört

Hecke angezündet und Bäume umgenietet – Kleingärtner fassungslos

Etwa 30 Meter Hecke sind im Garten des Demminer Hobbygärtners Gerd Schmidt abgebrannt, Obstbäume wurden abgebrochen. Der Rentner geht von einer gezielten Gewalttat aus.
Demmin

Gerd Schmidt schlurft mit gesenktem Kopf durch seinen Garten. Er ist fassungslos. Noch vor Kurzem hat der 67-jährige Kleingärtner Obstbäume gepflanzt und wollte eine einst zugewucherte Grünfläche wieder herrichten. Doch damit hatte offenbar jemand ein Problem, was der Pächter auch zu spüren bekam. Von zwölf Obstbäumen stehen nur noch sieben, die anderen sind in der Mitte durchgebrochen. Die Hecke, als Abgrenzung des Gartens, hat es am schlimmsten erwischt, denn sie ist fast vollständig abgebrannt.

„Für mich ist das ein Anschlag gewesen“, sagt Gerd Schmidt. Etwa 30 Meter seiner Hecke sind vergangene Woche abgebrannt, wie die Polizei auf Nachfrage des Nordkurier bestätigt. Erklären könne der Senior sich das nicht, wisse keinen Grund für diese Aktion. „Ich habe keine Feinde“, betont der wütende Mann.

Hinzunahme einer weiteren Gatrtenfläche als Wut-Auslöser?

Seit 34 Jahren hege und pflege er als Pächter seinen Garten im Kleingartenverein „Tollenseblick“. Im April hat er nach eigenen Angaben das benachbarte Gartengrundstück gepachtet, das zuvor niemand privat genutzt habe und das ungepflegt gewesen sei. Daraus wolle der Demminer nun eine bienenfreundliche Streuobstwiese zaubern, der Natur zu Liebe. „Es muss jemandem ein Dorn im Auge gewesen sein, dass ich den Garten schön machen wollte“, vermutet Schmidt.

Selbst ein Vorhängeschloss konnte den unbekannten Unruhestifter nicht davon abhalten, sich Zutritt zum Garten zu verschaffen – er hat es aufgebrochen. Die Polizei sagt, dass es sich dabei um Sachbeschädigung und Diebstahl handele. Immerhin wurden nicht nur Bäume umgeknickt und die Hecke angezündet. Nach dem „Anschlag“ konnte Gerd Schmidt auch seine Schmutzwasserpumpe sowie die Abdeckung für den Brunnen und einen Gartenschlauch nicht mehr auffinden.

Heckenbrand scheint abrupt geeendet zu haben

Der Schock über die abgebrannte Hecke, den Vandalismus und Diebstahl im neuen Garten sitzt tief. „Ich bin jetzt im Ruhestand und den wollte ich hier auch in Ruhe genießen. Dann kommt so was“, zeigt sich der gebürtige Neubrandenburger entsetzt.

Rätsel gibt die Hecke dennoch auf, die Gerd Schmidt nach eigenen Angaben vor 34 Jahren selbst gepflanzt hatte. Denn diese hat nur in einem bestimmten Bereich gebrannt, der wegen der Brandstellen deutlich sichtbar wird. Es sind deutliche Linien zwischen der nun schwarzen und der noch grünen Gartenhecke erkennbar, der Brand scheint abrupt geendet zu haben.

Keine Hoffnung auf besseren Schutz vor solchen Angriffen

Ein deutliches Zeichen an den Besitzer, denn es ist der einzige Garten vom „Tollenseblick“, der in jener Nacht verwüstet wurde. Laut Polizei, die derzeit noch ermittelt, hat es dort in der Vergangenheit keine Vorfälle wie diese gegeben.

Wie Gerd Schmidt sich und seinen geliebten Garten in Zukunft vor solchen Angriffen schützen soll, wisse er nicht. Die Polizei habe ihm das Aufstellen von Wildkameras empfohlen, was er selbst aber für zwecklos halte. „Ach, die Täter gucken sich die Kameras doch sowieso aus. Ich kann nichts machen.“ Letztendlich hoffe er, dass die Verursacher nun genug haben und nicht wieder kommen.

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Kommentare (1)

„Ich habe keine Feinde“, betont der wütende Mann. :)