BÜRGER UND BEHÖRDEN

Hickhack um Standort für Kita-Neubau in Kummerow

Noch immer gibt es keine Lösung für den Bau einer Kita in Kummerow. Nun machte die Behörde die Idee einer Wählergruppe zunichte. Doch die will weiterkämpfen.
Kirsten Gehrke Kirsten Gehrke
Mit dem Grundstück an der Hafenstraße im Hintergrund würde der Landkreis offenbar für einen Kita-Neubau mitgehen, doch in der Nähe befindet sich eine Fäkalien-Pumpstation. Das sehen die Unabhängigen Bürger der Gemeinde Kummerow (UBGK) kritisch.
Mit dem Grundstück an der Hafenstraße im Hintergrund würde der Landkreis offenbar für einen Kita-Neubau mitgehen, doch in der Nähe befindet sich eine Fäkalien-Pumpstation. Das sehen die Unabhängigen Bürger der Gemeinde Kummerow (UBGK) kritisch. Kirsten Gehrke
In Grundstücksnähe gibt dieses Loch noch Rätsel auf, was laut UBGK auch gegen eine geeignete Fläche für eine Kita spricht.
In Grundstücksnähe gibt dieses Loch noch Rätsel auf, was laut UBGK auch gegen eine geeignete Fläche für eine Kita spricht. Kirsten Gehrke
Am Sportplatz mit Seeblick würde laut UBGK der ideale Standort für eine Kita sein, doch hier besteht kein Baurecht, und der Landkreis will das vorerst auch nicht ändern. Die letzten Messen sind aber noch nicht gesungen.
Am Sportplatz mit Seeblick würde laut UBGK der ideale Standort für eine Kita sein, doch hier besteht kein Baurecht, und der Landkreis will das vorerst auch nicht ändern. Die letzten Messen sind aber noch nicht gesungen. Kirsten Gehrke
Kummerow.

André Ebelings Kampf um die Kita hat einen Dämpfer bekommen. Aber der Abgeordnete von der Wählergruppe „Unabhängige Bürger der Gemeinde Kummerow (UBGK)“ will nicht aufgeben. Die UBGK sei weiter der Meinung, dass für den Neubau der Kindereinrichtung die Wiese am Sportplatz die am besten geeignete Fläche ist.

Das Problem: Für diesen Standort gibt es kein Baurecht. Bei einem Vor-Ort-Termin mit der Baubehörde des Landkreises und des Amtes Malchin habe es geheißen, dass das Bauen im Außenbereich unzulässig sei. Zudem liege das Grundstück in der Uferschutzzone und es bestünden Leitungsrechte für Wasser- und Abwasserleitungen des zuständigen Wasserzweckverbandes. „Alle Vorzüge des Standortes wurden kurz und knapp mit diesen Gründen entkräftet“, bedauerte Ebeling.

Umfrage bei den Anliegern

Eine Ausnahme sei nicht möglich, auch weil es im Ort andere Standorte zum Bauen gebe. So habe der Kreis ein Grundstück in der Hafenstraße für gut befunden. Doch die UBGK sieht das anders. In der Nähe befänden sich eine Pumpstation für Abwasser sowie ein Reiterhof mit landwirtschaftlicher Technik. Zudem sei die Fläche sehr klein.

Viele Kummerower indes seien auch für den Standort am Sportlerheim. Ebeling machte spontan eine Umfrage bei den direkten Anliegern in der Seestraße. Doch in der Gemeindevertretung seien nicht alle Abgeordneten Interesse am Kampf für den Traumstandort interessiert gewesen, so Ebeling. Er hätte sich mehr Rückhalt gewünscht.

Schnelle Lösung für die Gemeinde wichtig

Für Bürgermeister Bernd Moritz sei es wichtig, dass schnell eine Lösung für die Kita gefunden wird. Denn lange warten kann die Gemeinde nicht mehr, um nicht ein Aus der Einrichtung zu riskieren. Nur mit einem Neubau können die Auflagen des Kreises für die Kita erfüllt werden. Klipp und klar sei gesagt worden, dass das von der UBGK favorisierte Grundstück im Außenbereich liege und es schwierig sei, eine Baugenehmigung zu bekommen.

Eigentlich sei es aussichtslos, einen Antrag zu stellen. Dennoch wolle die Kommune mit einem Vorantrag prüfen lassen, ob die Fläche genehmigungsfähig ist. Wenn nicht, müsse man nach Alternativen gucken. Am 24. April um 19 Uhr soll die Kita Thema in einer Einwohnerversammlung sein. Dann sollen sich auch die Kandidaten für die Gemeindevertretung vorstellen und Fragen der Bürger beantworten.

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