GOTTESDIENST

Himmlische Aussichten in Demmin – trotz Pandemie

Die Demminer Christen haben am Himmelfahrtstag unter freiem Himmel einen Gottesdienst gefeiert. Das alles beherrschende Thema: Corona.
Pastor Martin Wiesenberg und Nico Alexander Wegner.
Pastor Martin Wiesenberg und Nico Alexander Wegner. Ralf Scheunemann/ZVG
Etwa 100 Demminer kamen am Himmelfahrtstag zum Gottesdienst unter freiem Himmel vor der St. Bartholomaei-Kirche.
Etwa 100 Demminer kamen am Himmelfahrtstag zum Gottesdienst unter freiem Himmel vor der St. Bartholomaei-Kirche. Ralf Scheunemann/ZVG
Demmin.

Mehr als 100 Christen haben am Himmelfahrtstag den Gottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Demmin unter freiem Himmel vor der St. Bartholomaei-Kirche besucht. „Wir feiern Himmelfahrt anders als sonst“, sagte Pastor Martin Wiesenberg und verwies auf die Abstands- und Hygieneregeln. Einige Gemeindemitglieder berichteten über ihre Zeit während der Corona-Pandemie, unter anderem Nico Alexander Wegner und der diakonische Mitarbeiter Klaus Mitrowann.

„Wie ist es ihnen in letzter Zeit ergangen?”

In seiner Rede bezog Pastor Wiesenberg die Besucher mit ein. Auf die Frage, wie es ihnen in der letzten Zeit ergangen sei, antwortete eine Besucherin: „Nachdem in den ersten 14 Tagen alles aufgeräumt war, zog eine Leere in mein Leben ein. Ein Spaziergang am Tag lenkte etwas von der Einsamkeit ab. Durch das Ansehen von Fernsehgottesdiensten und durch Telefonandachten hielt ich den Kontakt zu unserer Kirche.“ Nico Alexander Wegner sprach dann, aus was alle Besucher bewegte: „Wir dürfen wieder zusammen feiern, die Corona-Regeln nehmen uns nicht die himmlischen Aussichten.“

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Einander zu achten, zuzuhören und füreinander da zu sein

„Wir müssen untereinander viele Informationen austauschen, Unsicherheit ist kein guter Ratgeber, über Freude wird viel zu wenig geredet“, sagte Pastor Wiesenberg und fügte hinzu: „Das Miteinander und die Begegnung machen ein Stück vom Himmel deutlich. Einander zu achten, zuzuhören und füreinander da zu sein, ist ungemein wichtig. Trotz des Coronavirus lassen wir uns die Freude am Himmel nicht nehmen. Die Sehnsucht füreinander ist gut, und wenn aus Einschränkung Kraft wird, sind wir alle auf dem richtigen Weg.“

Die gesamte Kollekte dieses Gottesdienstes soll der Demminer Tafel als Spende übergeben werden, kündigte Martin Wiesenberg an.

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