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Hitzeschlacht mit „alter Dame“

Da floss der Schweiß in Strömen: Beim Freiluft-Event „Rund ums Rathaus“ des TTV 03 Demmin hatten es die Wettkämpfer diesmal besonders schwer. Subtropische Temperaturen auf dem Markt dämpften den Zustrom.

Für die Mannschaft des TTV 03 Demmin gaben auch die Jüngsten, Luis Schröder und Enrico Czajkowski (von rechts), ihr Bestes. Am Ende reichte es aber nur für den dritten Platz.
Georg Wagner Für die Mannschaft des TTV 03 Demmin gaben auch die Jüngsten, Luis Schröder und Enrico Czajkowski (von rechts), ihr Bestes. Am Ende reichte es aber nur für den dritten Platz.

Wer bei glühender Hitze von fast 40 Grad einen fahrtüchtigen Lkw mit der Hand zieht, ist entweder verrückt oder sportlich begeistert. Letzteres trifft wohl auf die drei Mannschaften zu, die am Sonnabend auf dem Demminer Markt antraten, um die „alte Dame“ mit Muskelkraft vom Fleck zu bewegen.

Das tonnenschwere Gefährt ist ein Traditionsfahrzeug der Demminer Feuerwehr. Es mit einem Tau über eine Strecke von 30 Metern zu ziehen, gehörte von Anfang an zu den Höhepunkten des Freiluft-Events „Rund ums Rathaus“ des Demminer Tischtennisvereins TTV 03. Doch selten waren die Bedingungen dabei so schweißtreibend wie an diesem Wochenende, mussten die Mannschaften für das Preisgeld von 100 Euro für den ersten und 50 Euro für den zweiten Platz in derart subtropischer Hitze kämpfen.

Drei Teams aus jungen Männern wagten es dennoch, darunter als Jüngste der zehnjährige Luis Schröder und sein Freund Enrico Czajkowski. Unter den Teilnehmern aber auch die „Spaßmannschaft“ um Akbar Nowroze. Sie trat zum ersten Mal ans Tau und legte sich nach dem Startsignal gleich voll ins Zeug. Mit vereinter Anstrengung schafften es die fünf jungen Männer tatsächlich, die vor ihnen gestartete Mannschaft des TTV 03 um zwei Sekunden zu übertrumpfen. „Schwer, vor allem am Anfang“, fand Akbar Nowroze, während er sich den Schweiß abtrocknete.

20,65 Sekunden, das sah schon fast nach Sieg aus, doch dann kamen die erfahrenen „Hurrycanes“. Und tatsächlich rollte bei ihnen die „alte Dame“ nach 20,22 Sekunden über die Ziellinie. Ein knapper und schwer erkämpfter Vorsprung, der ihnen den obersten Platz auf dem sprichwörtlichen Siegertreppchen einbrachte.