Mit Gartenschere verstümmelt

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Hund Mavel ist nach Schreckenszeit in neuem Zuhause

Mavel auf seiner Reise in sein fast 1000 Kilometer entferntes neues Zuhause in Baden Württemberg.
Mavel auf seiner Reise in sein fast 1000 Kilometer entferntes neues Zuhause in Baden Württemberg.
Tierschutzverein Demmin

Der Hund Mavel aus Teterow wurde bereits als Welpe schwer misshandelt. Nach langem juristischen Tauziehen hat ihn der Tierschutzverein befreit – und nun ein neues Zuhause für ihn gefunden.

Am Wochenende wurde Mavel vom Tierschutzverein Demmin in sein neues Zuhause gebracht. Dies berichtet der Verein auf seiner Facebook-Seite. Demnach lebt der Hund aus Teterow nun in Baden Württemberg. Die neuen Besitzer sind erfahren im Umgang mit Hunden und haben selbst welche.

Die Zusammenführung von Mavel mit den anderen Hunde habe gut geklappt. Nur die erste Nacht ohne die Mitarbeiter vom Tierschutzverein sei für ihn schrecklich gewesen, weil er sich wieder sehr unsicher fühlte. Aber die neuen Herrchen sind guter Dinge und optimistisch, dass sie es schaffen werden.

Auf Menschen und Tiere gehetzt

Mit der Gartenschere wurden dem Rottweiler-Mischling bereits als Welpe die Ohren und der Schwanz gestutz. Obwohl die Behörden des Landkreises Rostock von seiner misslichen Lage wussten, konnte ihn erst ein Gericht von seinem Herrchen erlösen. Es habe immer wieder Anzeigen gegeben, dass Mavel auf Menschen und Tiere gehetzt wurde.

Vom Tierheim Malchow zog er dann nach Demmin um, weil er vollkommen verunsichert und verstört gewesen war. Vor Angst hat er immer wieder Urin und Kot abgesetzt, gleichzeitig zeigte er sich sehr aggressiv. An der Leine ging er sofort auf alles los was sich bewegte. Aber schon nach kurzer Zeit entwickelte er sich sehr zum Positiven. Es brauchte dazu vor allem Sicherheit und klare Ansagen. Nur an der Leine wollte es immer noch nicht richtig klappen.