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IBAN schreckt Vereine nicht

Wie funktioniert das mit der IBAN? An den Geldautomaten der Sparkasse in Demmin finden Kunden die Nummer auf dem Bildschirm aufgeschlüsselt.
Wie funktioniert das mit der IBAN? An den Geldautomaten der Sparkasse in Demmin finden Kunden die Nummer auf dem Bildschirm aufgeschlüsselt.
Georg Wagner

Profis im Zahlungsverkehr haben sich längst auf das neue SEPA-System im Euro-Raum eingestellt. Doch wie steht es mit kleineren "Auftraggebern", etwa Vereinen?

Noch 84 Tage, dann könnte in mancher Kasse ein Loch klaffen – falls dort Zahlungen mittels Einzugsermächtigung eingehen sollten. Denn ab 1. Februar 2014 gilt der einheitliche Zahlungsverkehr SEPA im Euroraum. Bis dahin müssen die Abbuchungen unter anderem auf die neue, weltweit gültige Kontonummer IBAN (International Bank Account Number) umgestellt werden.

Verantwortlich dafür sind diejenigen, die das Geld mit der Einzugsermächtigung einziehen wie beispielsweise die Demminer Stadtverwaltung. Dort gehört dieses Zahlungsverfahren etwa bei Gebühren zum Standard und die Verwaltung ist jetzt dabei, das neue „Bankzeitalter“ einzuleiten. „Wir brauchen die Originalunterschrift“, sagt Heidemarie Holtz von der Stadtkasse. Soweit die bereits vorlag, ist das kein Problem. Doch wo beispielsweise eine Einzugsermächtigung per Fax erteilt wurde, würden die entsprechenden Bürger angeschrieben.

Der fällt anderswo leichter. Bei Vereinen beispielsweise, die sich gleichfalls darum kümmern müssen, soweit etwa Mitgliedsbeiträge von ihnen per Lastschrift eingezogen werden. Ein solcher Fall ist der Fußballverein Traktor Pentz. „Wir sind immer den Beiträgen hinterher gelaufen“, nennt Andreas Gehrmann einen Grund für die Einführung der Einzugsermächtigung. Damit stand er nun auch in der Pflicht für die Umstellung. Mittlerweile sei das alles erledigt. 

Traktor Pentz gehört bei den Vereinen in und um Demmin aber offenbar zur Ausnahme. Die Mitglieder halten sich ansonsten eher an althergebrachte Zahlweisen wie beim Anglerverein Demmin-West. „Bei uns zahlen alle bar“, sagt Schatzmeister Peter Olbricht.

Anders sieht es bei der Demminer Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (WVG) aus. Weil die Mieten in vielen Fällen von den Konten der Mieter abgebucht werden, musste sie sich frühzeitig mit dem SEPA-Bankverfahren auseinandersetzen. Anfang des Jahres schickte sie laut Geschäftsführer Roman Gau zwei Kollegen auf Schulung, im Sommer begann dann die Umstellung und jetzt „sind wir damit durch."