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Ulrike Marten-Öchsner ist in Loitz aufgewachsen. Sie lebt seit vielen Jahren mit ihrer Familie im Fränkischen, fühlt sich bis heute aber der Region und den Menschen rund um die Peenestadt sehr verbunden. Ulrike Rosenstädt
Die älteste Tochter Emma Öchsner hat das jüngste Buch ihrer Mutter illustriert.  Foto: privat/ZVG
Die älteste Tochter Emma Öchsner hat das jüngste Buch ihrer Mutter illustriert. Foto: privat/ZVG ZVG
Der Frühling macht Lust auf Lesen unter freiem Himmel. Die Loitzer Leseratten können nun auch das neueste Buch von U
Der Frühling macht Lust auf Lesen unter freiem Himmel. Die Loitzer Leseratten können nun auch das neueste Buch von Ulrike Marten-Öchsner zur Hand nehmen, denn die Kindereinrichtungen im Ort haben es geschenkt bekommen. Ulrike Rosenstädt
Die Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte Loitz, Simone Fähling, nahm das Buchgeschenk, das ihr die Autorin U
Die Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte Loitz, Simone Fähling, nahm das Buchgeschenk, das ihr die Autorin Ulrike Marten-Öchsner in Trantow am Dorfteich übergab, gern entgegen. ZVG
Autorin aus Loitz

Ihre Bücher wecken Lust, an Wunder zu glauben

Als fünffache Mutter hat Ulrike Marten-Öchsner ihren Kindern ungezählte Geschichten vorgelesen und dabei den Wunsch verspürt, selbst welche zu schreiben. Ihre Bücher hat sie nun an Loitzer Kinder verschenkt.
Loitz

So einfach kann’s gehen: „Wir bringen unseren Verstand zur Ruhe und öffnen unser Herz.“ Es ist die Autorin Ulrike Marten-Öchsner, die diesen Satz eine Elfengroßmutter zu ihrer kleinen Elfenenkelin sagen lässt. Die ist ein quirliges, fröhliches und gleichzeitig wissenshungriges Wesen, das sich die Frage stellt: Ob es Menschenkinder überhaupt gibt? Schließlich braucht es diesen einen magischen Moment, um Antwort zu erhalten. Ulrike Marten-Öchsner nimmt Leser und Zuhörer mit auf eine Reise, geleitet das innere Auge in den Morgenhimmel eines Sommertages, lässt einen Fluss plätschern und schließlich ein Knistern wahrnehmen, das den Blick auf eine Wiese, auf der Menschenkinder spielen, richtet. Es gibt sie also doch!

Die Buchautorin, sitzt am Esstisch ihrer Eltern in Loitz, an den sie immer dann wieder zurückkehrt, wenn Ferienzeit ist. Genau diese erlaubt es ihr nämlich, reichlich Kilometer von ihrem jetzigen Lebensmittelpunkt Karlstadt, einer Kreisstadt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart, unweit von Würzburg, nach Vorpommern zurückzulegen. Um aufzutanken? „Auch das“, sagt Ulrike Marten-Öchsner.

Jeder Kindergarten bekam ein Buch

Denn diesmal hatte sie zudem eine kleine Mission zu erfüllen: „Ich dachte mir ein Besuch bei meinen Eltern und Freunden ist eine gute Gelegenheit, um den Kitas und dem Schulhort in Loitz jeweils ein Exemplar des neuen Buches zu schenken, das ich gemeinsam mit meiner Tochter herausgebracht habe“, erzählt die Autorin.

Über diese schöne Geste dürften sich nicht allein die Kinder gefreut haben. Denn ebenso ist die Geschichte, die sich auf die Suche nach der Beantwortung der Frage „Gibt es sie – die Menschenkinder?“ begibt, auch ein Buch für Erwachsene. Tiefsinnig bringen kurze Aussagen und pointierte Fragen die Gedanken weg von der alltäglichen Überholspur hin zum Abzweig, der es nicht nur erlaubt, sondern einfordert, mindestens einen Gang herunterzuschalten. Nun, Interpretationen unterliegen einer gewissen Subjektivität. Doch die Autorin stimmt zu: „Es ist ein Buch für Kinder und Erwachsene. Genau das wollte ich schaffen.“

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Beschwingt-tiefsinniger Perspektivenwechsel

Die Mutter von fünf Kindern hat ungezählte Male auf die Bitte: „Liest du mir noch eine Geschichte vor“ reagiert, hat ebenso ungezählte Bücher in die Hand genommen und schließlich aus diesen Erfahrungen, die sie dabei allabendlich gesammelt hat, die Kraft und die Idee entwickelt, selbst Bücher zu schreiben. Auch aus einer bestimmten Leere heraus, die sie wahrgenommen hat? „Teilweise schon“, antwortet die sympathische Wahl-Fränkin diplomatisch.

Mit ihren Büchern möchte sie den Adressatenkreis erweitern. Nach ihrem Debüt „Fridas Traum“ kommt ihr neustes Buch so leicht daher wie ein Elfenwesen. Ebenso beschwingt-tiefsinnig ist es Ulrike Marten-Öchsner gelungen, auf das Thema Perspektivwechsel aufmerksam zu machen: Die Elfe fragt sich, ob es Menschen gibt. Die Gegenfrage der Menschen, ob es Elfen gibt, existiert bereits seit Jahrhunderten. Mal ehrlich: Bei einem sehr frühmorgendlichen Spaziergang im heimischen Wald oder gerne auch im Skandinavienurlaub beschleichen wohl jedem einmal solche Gedanken. Möglicherweise dann, wenn der Verstand zur Ruhe gekommen ist und das Herz sich öffnen konnte.

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Tochter illustrierte Buch der Mutter

Ulrike Marten-Öchsner ist eine gebürtige Vorpommerin, die einst der Liebe wegen auszog, um in der Ferne eine Familie zu gründen, eine eigene Praxis zu eröffnen, Bücher zu schreiben, um damit schließlich Kindern und Erwachsenen gleichermaßen eine schöne, gemeinsame Zeit zu bescheren. Die fünf Kinder der 51-Jährigen sind inzwischen nicht mehr unbedingt in dem Alter, in dem sie abends um eine Gute-Nacht-Geschichte bitten. Sie sind zwischen 12 und 22 Jahre jung.

Dennoch sind sie interessiert an der Arbeit ihrer Mutter. So sehr, dass die Älteste, Emma Öchsner, das 2021 im Nord-Kind-Verlag erschienene Buch mit dem Titel „Es gibt sie!?“ illustrierte. Sie interpretiert und transportiert den Text mit aquarellierten Zeichnungen, die mit so einem leichten Strich daherkommen, dass die Sprünge der kleinen Elfe nicht nur zu erkennen, sondern auch spürbar sind.

Themen für die nächsten Bücher schon im Kopf

Beide schaffen es, mit der Kunst, zu schreiben und zu malen, zu berühren: Das Buch schafft es hoffentlich auch, dass die Kinder selig einschlafen und der Verstand der Erwachsenen zur Ruhe kommt. Die aktuellste Arbeit der Mittfünfzigerin, die mit ihrer bescheidenen Art, ihren vielen Gedanken, Talenten und schließlich auch mit ihrer Power verblüfft, machen Lust auf mehr. „Ich werde weiter schreiben. Inhaltlich wird es bei den nächsten Büchern für Kinder und Erwachsene um Themen wie ‚Danke‘ und ‚Nichts‘ gehen“, weckt sie im Gespräch mit dem Nordkurier in Loitz die Neugier auf ihre nächsten Veröffentlichungen.

Die Zeit zum Schreiben, die nimmt sie sich grundsätzlich während der Sommerferien. Dazu braucht es nicht viel: einen Tisch, eine Decke oder einen Stuhl im Garten. „Ich schreibe immer im Dänemark-Urlaub. Dann ist Zeit und Ruhe“, erzählt Ulrike Marten-Öchsner. Wenn die Kinder auf dem Surfbrett stehen oder sich am Strand tummeln, bringt sie das, was ihr wahrscheinlich schon längere Zeit durch den Kopf gegangen ist, in Form, sodass es in absehbarer Zeit illustriert und gedruckt werden kann.

Die Loitzer, die bereits mit der kleinen Elfe und ihrer Großmutter Menschenkinder entdeckt haben, dürfen also gespannt sein auf das nächste kleine Wunder. Dass es diese gibt, davon ist Ulrike Marten-Öchsner, die Therapeutin, Mutter, Ehefrau und Autorin fest überzeugt.

Das aktuellste Buch kann unter ISBN 978-3-9824249-0-3 bestellt werden. Mehr Informationen gibt’s auch unter www.nordkindverlag.de

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