Lange Schlangen

Impfangebot in Demmin soll ausgeweitet werden

Viele Demminer wollen sich nun offenbar noch den schützenden Pieks geben lassen. Doch obwohl das Angebot niedrigschwellig sein soll, scheitern manche schon vor der Tür.
Nicht alle Impfwilligen hatten am Donnerstag die Zeit, lange in der Schlange zu stehen. Foto: Pablo Himmelspach
Nicht alle Impfwilligen hatten am Donnerstag die Zeit, lange in der Schlange zu stehen. Pablo Himmelspach
Demmin

In einer langen Schlange warteten Impfwillige bereits vergangenen Donnerstag vor der Außenstelle der Kreisverwaltung, in dieser Woche reichte sie sogar bis zum Platz der Deutschen Einheit. Bei den wöchent-lichen Impfaktionen, die der Kreis seit 7. Oktober in der Adolf-Pompe-Straße in Demmin anbietet, scheinen sich die verschärften Regeln und auch die erhöhten Infektionszahlen deutlich bemerkbar zu machen.

Anteil der Erstimpfungen deutlich gestiegen

Am Donnerstag betrug die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen in der Mecklenburgischen Seenplatte 456. Die Auslastung auf den Intensivstationen in Bezug auf die mit Covid-Patienten belegten Betten lag nach Angaben des Kreises bei 18,8 Prozent und erreichte damit einen Höchstwert. Wegen der täglich steigenden Infektionszahlen sind in immer mehr Bereichen nur noch Geimpfte und Genesene zugelassen. Am Arbeitsplatz gilt inzwischen die 3G-Regel.

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Das schlägt sich offenbar vor allem in der Nachfrage nach Erstimpfungen nieder. Weil der Landkreis bei der Aufstellung der Impfquoten keine gesonderte Statistik zu einzelnen Standorten der mobilen Impfteams führt, sei zwar über längere Zeiträume keine Aussage zu deren Auslastung zu treffen. Doch allein die Zahlen der jüngsten Impftermine geben einen Eindruck: Wurden in der vergangenen Woche noch 32 Erst-, 19 Zweit- und 124 Auffrischungsimpfungen – sogenannte Boosterimpfungen – vorgenommen, so ließen sich an diesem Donnerstag wesentlich mehr Menschen zum ersten Mal den Pieks gegen Covid-19 geben. 123 Erstimpfungen meldet der Landkreis auf Nachfrage. Hinzu kamen 25 Zweit- und 69 Auffrischungsimpfungen.

Impfangebot soll ausgeweitet werden

Doch nicht alle Impfwilligen nahmen sich die Zeit, so lange anzustehen. Manche schreckte der Einblick der Schlange vor dem Amtsgebäude ab. „Schon im Vorbeifahren war klar, dass Anstellen nichts bringt“, kommentierte ein Impfanwärter. „Bei geschätzt zwei Stunden Warterei im Regen gibt es zur Impfung direkt eine Grippe dazu.“ Doch die Situation soll sich verbessern. Der Landkreis plant nach eigenen Angaben, das Impfangebot in Demmin auszuweiten, konkrete Einblicke in das Vorhaben gibt er aber noch nicht. „Wenn die Änderungen feststehen, dann wird dies entsprechend bekannt gegeben“, so die Antwort.

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Bis dahin heißt es weiter anstehen. In Raum 0.41 des Landratsamts in der Adolf-Pompe-Straße 23 wird kommenden Donnerstag zwischen 13 und 18 Uhr ohne vorherige Anmeldung der Impfstoff vom Biontech/Pfizer verimpft. Um die Wartezeiten zu verkürzen, bitten die Organisatoren, das Aufklärungsblatt sowie Anamnese- und Einwilligungsbogen bereits im Vorfeld auszufüllen. Die Dokumente können über die Internetseite des Landkreises aufgerufen und ausgedruckt werden. Personen, die gesundheitsbedingt ihre Häuslichkeit nicht verlassen können, haben zudem die Möglichkeit, über 0395 57087 8190 einen individuellen Impftermin zu vereinbaren.

 

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