STÄDTEBAUFÖRDERUNG

Investoren wollen weitere Häuser aufpolieren

Ohne Mittel aus dem Stadtsanierungsprogramm würde Demmin heute wohl wesentlich trister aussehen. Im nächsten Jahr läuft es aus, aber der Stadt bleibt daraus noch ein Einnahmerest. Der ist schon zu drei Vierteln beantragt.
Georg Wagner Georg Wagner
Sichtlich sanierungsbedürftig ist das Hinterhaus der Treptower Straße 30. Dafür haben die Besitzer Fördermittel beantragt.
Sichtlich sanierungsbedürftig ist das Hinterhaus der Treptower Straße 30. Dafür haben die Besitzer Fördermittel beantragt. Georg Wagner
Demmin.

Weiter verbessern soll sich im neuen Jahr das Demminer Stadtbild mit der Hilfe von Städtebaufördermitteln. Zwar läuft für Demmin laut Bauamtsleiter Dietmar Schmidt das Programm Ende 2019 aus. Dank der sogenannten Ausgleichsbeiträge, die nicht identisch mit den Straßenausbaubeiträgen sind, bleibt der Stadt jedoch ein Rest an Einnahmen, die sie gleichfalls für Städtebauförderprojekte verwenden kann.

Dafür gibt es bereits zwei Anträge. Zum einen will laut Schmidt der neue Eigentümer des Gebäudes Markt 14 dessen Dach mit Tonziegeln neu eindecken und parallel die Fassade neu gestalten, wofür er 50.000 Euro beantragt habe. Zum anderen haben Thomas Winkler und Sarah Dittrich für die Treptower Straße 30 eine Fördersume von 25.000 Euro beantragt.

Haus für Vereine soll geschaffen werden

Beide hatten für die Liegenschaft schon einmal Mittel erhalten, allerdings für das an der Treptower Straße gelegene Haupthaus. Dort haben sie unter anderem bereits die Fenster erneuert und an der Fassade gearbeitet. Ihr Ziel sei es, dort in Kombination mit Gewerbe ein Haus für Vereine mit einem Seminarraum zu schaffen, sagt Sarah Dittrich. Für die Umsetzung sei der Verein „T 30“ gegründet worden. Das hängt auch mit Finanzierungsfragen zusammen. Denn die beiden Besitzer wollen auch Gelder aus dem Programm „Neulandgewinner“ der Robert Bosch Stiftung verwenden. „Die Verträge“, sagt Sarah Dittrich, „haben wir alle in der Tasche.“

Es wäre nicht das erste Mal, dass die Stiftung in der Region aktiv wird. Laut eigenen Angaben fördert ihr Neuland-Projekt „Menschen, die unkonventionelle Wege gehen, um die Lebensqualität in Dörfern und Kleinstädten in Ostdeutschland zu verbessern und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.“ Davon hat beispielsweise das Landkombinat in Gatschow profitiert.

Neue Förderung für Gemeinschaftsbüro notwendig

Der neue Antrag von Thomas Winkler und Sarah Dittrich auf Städtebaufördermittel indes bezieht sich auf das Hinterhaus der Treptower Straße 30. Unter anderem soll dort ein Gemeinschaftsbüro für Vereine entstehen, in dem sich diese zeitlich begrenzt Arbeitsplätze einschließlich der Infrastruktur wie Internet, Telefon oder Drucker mieten können. Dafür muss laut Sarah Dittrich das Gebäude stabilisiert, die Innenräume müssen gedämmt und das aus Wellasbest bestehende Dach erneuert werden.

Ein wesentliches Gremium haben sie ebenso wie der Besitzer von Markt 14 schon überzeugt. Der Stadtentwicklungsausschuss hat noch vor Weihnachten empfohlen, die beiden Anträge zu genehmigen. Unter dem Strich blieben der Stadt dann laut Bauamtsleiter Dietmar Schmidt immer noch 25.000 Euro für weitere Förderungen nach dem Stadtsanierungsprogramm.

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