STRESS VORM JUBILÄUM

Jarmen einigt sich auf ein Logo zur 750-Jahr-Feier

Der Knatsch um die Organisation der Feierlichkeiten zum runden Geburtstag hat die Stadtvertretung beschäftigt. Am Ende traf der Bürgermeister eine Entscheidung.
Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Dieses Logo zur 750-Jahr-Feier von Jarmen wurde vom Bürgermeister abgesegnet.
Dieses Logo zur 750-Jahr-Feier von Jarmen wurde vom Bürgermeister abgesegnet. Diana Hoth
Jarmen.

So emotional wie die voraussichtlich letzte Zusammenkunft dieser Legislaturperiode begann eine Jarmener Stadtvertretersitzung wohl noch nie in der jüngeren Vergangenheit. Und das lag nicht etwa am Abschiednehmen der Runde voneinander, sondern an der vor dem offiziellen Teil platzierten Einwohnerfragestunde. Die nämlich nutzte Gisela Portugal am Dienstagabend in ihrer Eigenschaft als Mitglied des Festkomiteevorstandes zum 750. Geburtstag des Ortes für einen eindringlichen Appell an die Abgeordneten.

Hintergrund ist der in der Vorwoche hochgekochte Streit um die Finanzierung und Umsetzung der Ideen zum Stadtjubiläum, Protokoll- und Verfahrensfragen sowie das menschliche Miteinander. Bürgermeister Arno Karp (CDU) sieht die Wogen durch ein klärendes Gespräch am Freitag zwar geglättet, wie er an diesem Abend sagte. Doch anscheinend hallen die schriftlichen und verbalen Schusswechsel zwischen einigen Beteiligten noch nach, zumal einige Mitstreiter angesichts des Zoffs ihren Rückzug erklärt haben.

Ohne Absprache gab es plötzlich ein zweites Logo

„Ich habe ziemlich Bauchschmerzen bei der Vorbereitung der Festwochen“, gab die Rentnerin Gisela Portugal den Stadtvertretern zu verstehen. Denn die von vielen kritisierte Mail der CDU-Abgeordneten und Kulturausschussvorsitzenden Anne Zschächner zu dem Thema habe etwas losgetreten, was sich sehr unerfreulich auf die Vorbereitungen des Jubiläums auswirken könne. Genauso wie der Umstand, dass sie ohne Absprache ein zweites Festlogo entworfen habe, obwohl das Festkomitee seit Monaten ein solches abgestimmt und vorzuliegen habe.

Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Peenebrücke und Fluss, flankiert von Kirchturm und altem Hafenspeicher sowie auf der anderen Seite von einem Biber, händisch gezeichnet von Bauplanerin Diana Hoth. Sie ist Vorsitzende des Festvorstandes und Stadtvertreterin der Freien Wählergemeinschaft (FWG). Dies alles nun plötzlich über den Haufen zu werfen, so die Intention am Dienstag, empfänden sie und ihre Mitstreiter als Affront.

Logo wird für weitere Werbung benötigt

Deshalb bat Gisela Portugal die Runde fast schon flehentlich, bei dem vom Rathauschef als Dringlichkeitsantrag vorgesehenen Beschluss dazu der Ursprungsvariante den Vorzug zu geben. „Ich kann mit dem leben, was mehrheitlich entschieden wird“, gab der Verwaltungsleiter zu verstehen. „Aus meiner Sicht kann man mit beiden Logos ins Rennen gehen.“

Doch weil das Logo ja für die weitere Werbung und Druckerzeugnisse wie Urkunden benötigt wird, traf Bürgermeister Karp noch an diesem Abend eine Entscheidung – zugunsten der alten Version. Wohl wissend, so zumindest diese Kuh beziehungsweise diesen Biber vom Eis zu bekommen.

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