Seit vergangener Woche präsentiert sich die Stadtverwaltung Jarmen auch bei Facebook und Instagramm – als kurzem un
Seit vergangener Woche präsentiert sich die Stadtverwaltung Jarmen auch bei Facebook und Instagramm – als kurzem und schnellem Draht zur internetaffinen Bevölkerung. Screenshot - Stefan Hoeft
Der neue Bürgermeister André Werner nutzt Facebook schon seit seinem Start in den Wahlkampf und führte das bi
Der neue Bürgermeister André Werner nutzt Facebook schon seit seinem Start in den Wahlkampf und führte das bisher halboffiziell für die Kommune auf seinem Account weiter. Screenshot - Stefan Hoeft
Es gibt schon so einige Facebook-Seiten, die mit dem Namen der Stadt Jarmen und ihren Einwohnern verbunden sind. Doch nicht sc
Es gibt schon so einige Facebook-Seiten, die mit dem Namen der Stadt Jarmen und ihren Einwohnern verbunden sind. Doch nicht schlägt bei der Reichweite wohl bisher so ein wie der Account zum Festival „Wasted in Jarmen” der Band „Feine Sahne Fischfilet”. Sozusagen tausendfache Werbung für den Ort. Stefan Hoeft
Stadtverwaltung

Jarmen in Sozialen Medien mit neuer Präsenz

An einem frischen Online-Auftritt arbeitet das Amt Jarmen-Tutow noch, doch zumindest über die Sozialen Medien geht die Verwaltung schon mal in die Offensive.
Jarmen

Zu der von Bürgermeister André Werner angekündigten Zukunftsoffensive des Amtes Jarmen-Tutow zählen auch Veränderungen bei der Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere mit Blick auf die Vernetzung und die Online-Präsenz der Kommunen und ihrer Verwaltung. Schließlich lassen sich immer mehr Rathaus-Gänge auf dem digitalen Weg vermeiden oder verkürzen. Und wer aus der großen weiten Welt auf diesen kleinen Flecken Vorpommerns blickt – aus reinem Interesse als ehemaliger Bewohner oder als potenzieller neuer Tourist – tut es zunehmend über die Datenautobahnen und deren Möglichkeiten. Jarmen.

Kritik am Internet-Auftritt nahm zu

Gerade die jüngeren Generationen bevorzugen diese Varianten, doch selbst die ganz Alten sind häufig längst internet-affin. Daher scheint es wenig verwunderlich,wenn die Adresse „www.amt-jarmen-tutow.de“ von vielen – verglichen mit anderen – schon lange als eher altbacken eingestuft wird. Zuletzt wuchs die Kritik am Internetauftritt des Amtes gerade in den Umlandgemeinden kräftig. Wobei der neue Verwaltungschef in seinem Wahlkampf versprach, an diesem Zustand etwas ändern zu wollen. Wie es moderner aussehen könnte, demonstriert zum Beispiel die Nachbarstadt Loitz immerhin seit 2018.

Angesichts vieler anderer Aufgaben zum Dienstantritt Werners im September und einer nötigen Vorlaufphase war allerdings schnell klar, dass diese Art der Modernisierung in Jarmen erst 2022 realisierbar und einiges an Zeit benötigen wird. Während sich die Verantwortlichen bei der Homepage da noch im Anfangsstadium befinden, legt die Stadtverwaltung jetzt zumindest schon mal los, was die sogenannten Sozialen Medien angeht. Sie schaltete zum Ende der vergangenen Woche ihren eigenen Facebook-Account scharf und zog wenig später bei Instagram nach. Wobei die Bestückung beider Kanäle ohnehin parallel erfolgen soll, wie der Bürgermeister im Gespräch mit dem Nordkurier erläuterte.

„Das ist erstmal als breites Einstiegstor gedacht, für Infos, die den ganzen Amtsbereich betreffen.“ So könnten auf der einen Seite schnell jede Menge Neuigkeiten unters Volk gebracht werden – von Veranstaltungsterminen und Geschäftseröffnungen über Abläufe im Rathaus und Stellenausschreibungen bis hin zu Straßensperrungen und Baustellen. Zumal manches nicht bis zur Herausgabe des einmal im Monat erscheinenden amtlichen Informationsblattes, das übrigens noch in diesem Januar ebenfalls mit einem neuen Styling in die Haushalte kommen soll, warten könne.

Seiten-Bestücken auf mehrere Schultern verteilt

Zum anderen sei dies eine Möglichkeit für schnelle Rückmeldungen aus der Bevölkerung beziehungsweise virtuelle Dialoge. „Man muss dann vermutlich auch mal mit Fragen und öffentlichen Kommentaren leben, die einem nicht so gefallen. Aber das gehört einfach dazu“, äußerte Werner. Momentan agierten er und zwei Kolleginnen als Administratoren, für das Füttern der Seiten schwebe ihm jedoch eine Verteilung auf viel mehr Schultern vor. Sprich Zuarbeiten aus den Gemeinden, von Vereinen und Institutionen. Bedienen lasse sich diese Art Schwarzes Brett ja letztlich von fast überall aus – vom Büro bis hin von der heimischen Couch.

Vereine und Firmen da lange voraus sind

Diese Art der Kommunikation außerhalb rein privater Accounts ist keineswegs völlig neu im Amtsbereich, sondern wird längst von einigen Firmen, Vereinen und Institutionen vorgemacht wird. Das gilt beispielsweise in Jarmen bei der Gaststätte „Waldperle“ und dem Restaurant „Jägerstübchen“, der Blumenecke von Merklein und der Apotheke. Selbst die Kirchengemeinde Jarmen-Tutow zeigt auf diese Weise seit 2015 Flagge, wenn auch mit gegenwärtig 208 einer geringen Follower-Zahl. Die Moto- und Fußballer aus der Autobahnstadt bringen es bereits auf über 670, der SV Sturmvogel Völschow sogar 980 Abonnenten, die Kartlower Schalmeien auf gut 560. Zwei Jahre nach ihrer Gründung verzeichnet die Bürgerinitiative „Rettet die Jarmener Mühle“ fast 550.

Als noch beliebter für eine Dauerbeobachtung durch die Facebook-Nutzer kristallisieren sich die Feuerwehren heraus: Die der Gemeinde Kruckow kann fast 1660 Follower vermelden, die Tutower über 1800 und die Jarmener an die 2090. Sie alle stehen allerdings völlig im Schatten einer anderen mit der Region verknüpften Präsenz in den Sozialen Medien – der für das Festival „Wasted in Jarmen“ der Band „Feine Sahne Fischfilet“. Allein die Seite für diese Veranstaltung zählt momentan fast 8380 Fans, die Musiker gar 172 710. Ein Wert, das ist Bürgermeister Werner klar, der für die Stadtverwaltung wohl als utopisch gilt, selbst wenn gestern Nachmittag so kurz nach dem Auftakt bereits mehr als 390 Leute den Kanal für sich gespeichert haben.

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