PLAKAT-AKTION

Jarmener wollen Mühlen-Protest in Vorpommerns Schaufenster tragen

Während angesichts der Corona-Krise in Jarmen wieder auf Hochtouren Mehl produziert wird, will die BI zur Rettung der Mühle trotz aller Einschränkungen präsent bleiben.
Protest-Paten für markige Sprüche gesucht: Die Bürgerinitiative „Rettet die Jarmener Mühle“ su
Protest-Paten für markige Sprüche gesucht: Die Bürgerinitiative „Rettet die Jarmener Mühle“ sucht Schaufenster-Besitzer, die ihre Plakate bei sich aushängen oder aufstellen. Stefan Hoeft
Jarmen.

Sozusagen auf den letzten Drücker vor der Verhängung der Einschränkungen wegen der Corona-Krise in Deutschland schaffte es die Bürgerinitiative „Rettet die Jarmener Mühle“, ihren Protest hautnah vor den Landtag Mecklenburg-Vorpommerns zu tragen. Die BI beeindruckte dort vorm Schweriner Schloss nicht nur mit der Sammlung von rund 11.000 Unterschriften, sondern auch mit so manchem einfallsreichen Plakat zur Müllerei in Vorpommern und der hiesigen Entwicklung im Lebensmittel- und Agrar-Sektor generell.

Da wurde an die Streichorgie einheimischer Produktionsstandorte von der Loitzer Stärkefabrik über den Tutower Senf und den Teterower Schlachthof bis hin zu Kleiderwerk und Molkerei in Jarmen erinnert und das mit der Mühle verknüpft, beispielsweise die Nachhaltigkeit regionaler Produktion buchstäblich hochgehalten und auf Zusammenhänge mit besserem Klimaschutz hingewiesen.

Plakate brauchen trockenen Platz

Doch all diese Transparente in der Größe von Wahlkampf-Pappen sollen möglichst noch weit über diesen Termin in der Landeshauptstadt hinaus wirken. Wobei die aktuellen rigorosen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und die Natur diesem Anliegen einige Grenzen setzen. Zum einen nämlich können sie erstmal nicht mehr auf Veranstaltungen gezeigt werden, zum anderen wäre ein Aushängen etwa an Laternenmasten oder anderer Freiluft-Stelle riskant, weil das Ganze nur mit Tapetenleim aufgeklebt wurde. Deshalb entschied sich die BI, die ihre Beratungen momentan per Telefonkonferenz abhält, zu einem neuerlichen Aufruf für Unterstützung.

„Wir fragen alle Besitzer von Läden und Geschäften, ob sie nicht eines der Plakate bei sich im Schaufenster aushängen oder aufstellen wollen“, erklärte Harry Erdmann, ein Stadtvertreter aus der Gruppe. „Egal wie und wo auch immer.“ Sprich die Jarmener wären erfreut, wenn sich das Interesse an dieser Aktion nicht nur auf die Peenestadt und ihre nähere Umgebung beschränken würde – als breites Bekenntnis zur Region. Immerhin stieß die besagte Unterschriftenaktion auch weithin auf Unterstützung, etwa in Anklam, Demmin und Greifswald. Wer mitmachen möchte, sollte sich unter 0170 2714366 melden.

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