KRANKENHAUS

Kleine Pia ist das 100. Baby des Jahres in Demmin

Auch in Zeiten von Corona kommen Babys auf die Welt. Im Demminer Kreiskrankenhaus ist die Anzahl in diesem Jahr nun dreistellig geworden. Pia Stiemer aus Grabzow ist damit das erste Jubiläums-Kind 2020.
Friedlich schlummert die kleine Pia Stiemer in ihrem Bettchen.
Friedlich schlummert die kleine Pia Stiemer in ihrem Bettchen. ZVG
Demmin.

Das Wunder der Geburt lässt sich auch in Zeiten der Krise durch Nichts aufhalten. Trotz Corona bringen die ersten Schreie eines Neugeborenen immer wieder einen Lichtblick in die Welt. So herrscht auch im Demminer Kreiskrankenhaus weiterhin Betrieb im Kreißsaal. Und ein kleines Mädchen hat dabei eine magische Grenze überschritten.

Am Dienstag, 24. März, kam Pia Stiemer zur Welt. Mit 3015 Gramm und 52 Zentimetern ist sie ein gesundes Baby wie unzählige andere in Deutschland auch. Dennoch wird Pia immer etwas Besonderes sein. Nicht nur für ihre glücklichen Eltern und ihren Bruder, sondern auch für das Krankenhaus selbst. Denn 2020 ist die süße, kleine Grapzowerin die 100. Geburt in der Hansestadt.

Für ihre Mama Stefanie Stiemer ist Pia bereits das zweite Kind. Ein wenig Erfahrung mit dieser aufregenden Zeit hat die 33-Jährige also bereits. „Es war aber schon anders als die erste Geburt“, sagt sie. Ein Umstand, der in den derzeit strengen Regeln im Krankenhaus begründet liegt. Denn aufgrund der Corona-Pandemie sind Besucher in der Klinik nicht gestattet. Papa Oliver Makowski blieb also nichts anderes übrig, als seine Frau zunächst alleine in der Obhut von Ärzten und Schwestern zu lassen. „Mein Freund hätte von Anfang an mit reinkommen können, das Krankenhaus dann aber nicht verlassen dürfen“, erklärt Stefanie Stiemer. Umsetzbar war das jedoch nicht. Zumal das Paar noch einen vierjährigen Sohn zu versorgen hat. Die Entscheidung fiel, dass der jetzt zweifache Vater kurzfristig dazu kommen sollte. „Bei der Geburt war er dann dabei“, sagt die junge Mutter.

Auch Besuche am Wochenbett müssen aufgrund der Bestimmungen zunächst ausfallen. Das trifft vor allem den stolzen, großen Bruder Ole hart. „Er ist schon traurig, dass er sie nicht sehen kann“, sagt Mutter Stefanie. Bislang konnte der Junge seine kleine Schwester nur auf Fotos betrachten. „Er hat schon gesagt, ich soll mit ihr raus vor die Tür kommen“, sagt sie. In diesen Tagen ist das jedoch kaum möglich. „Aber wenn ich ihm jeden Tag Fotos und Videos schicke, kann ich Ole noch ein bisschen hinhalten“, weiß Stefanie Stiemer.

Lange gedulden müssen sich Vater und Sohn bis zur Heimkehr ihrer beiden Frauen jedoch nicht mehr. „Voraussichtlich geht es am Freitag nach Hause“, so die junge Mutter. Für Freunde, Familie und Bekannte könnte jedoch bis zum ersten Besuch beim jungen Glück noch etwas Zeit vergehen. Auch hier wird die frohe Botschaft in erster Linie über digitale Kanäle verbreitet. „Wenn wir zu Hause sind, müssen wir gucken, wie die Lage ist“, sagt Stefanie Stiemer. Oma und Opa würden aber definitiv mal zum Gucken kommen.

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