POLITISCHER ASCHERMITTWOCH IN DEMMIN

Kommunalpolitiker erwarten von „AKK” Antworten

Wenn die CDU in Demmin ihren politischen Aschermittwoch feiert, wird die Parteichefin wohl nicht so freundlich und hoffnungsvoll empfangen werden, wie im Vorjahr.
Noch-CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in Demmin am Boden, aber in diesem Fall nur als Plakat.
Noch-CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in Demmin am Boden, aber in diesem Fall nur als Plakat. Kai Horstmann
Demmin.

Das Bild hat schon fast Symbolcharakter: Wer an der Star Tankstelle in Richtung Demminer Innenstadt fährt, sieht die CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer („AKK“) am Boden liegen. Es ist zwar nur ein Plakat mit dem Hinweis auf den heutigen politischen Aschermittwoch der CDU in der Tennishalle des Hotels Trebeltal, der um 17  Uhr beginnen soll. Doch wie das Plakat abgestürzt ist, so ist auch die CDU nach dem thüringischen Polittheater bei der Wahl in Hamburg abgestürzt. Obwohl sicher schon viele CDU-Anhänger an dem Plakat vorbeigefahren sind, gab es keinen, der es aufrichtete. Doch was erwarten die Kommunalpolitiker von „AKK“?

„Letztes Jahr habe ich Annegret Kramp-Karrenbauer persönlich kennengelernt und ein gutes Gefühl gehabt. Doch aufgrund von Thüringen hat sich die Situation verändert. Sie möchte nicht mehr die Verantwortung für die CDU übernehmen“, sagt Michael Koch (CDU), Bürgermeister der Hansestadt Demmin. Von ihrem Auftritt erwarte er eine Stellungnahme, wie es jetzt weitergehen soll. Wie sie sich die Entwicklung der CDU vorstellt. „Durch ihren Rücktritt darf kein Vakuum entstehen. Die Situation in Thüringen war garantiert nicht zum Vorteil der CDU. Da sind einfach Fehler gemacht worden. Aus der Ferne möchte ich die nicht beurteilen, aber einen FDP-Politiker mit Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten zu wählen, das gehört sich nicht.“ Als Bürgermeister von Demmin wird er lediglich die Begrüßung vornehmen.

Stadtvertreter gehen nicht hin

Das Verhalten der Partei in Thüringen kritisiert auch Bernd Koltz vom IVD (Interessenverband Demmin), der in der Stadtverordnetenversammlung sitzt. Wie auch in den vergangenen Jahren wird er dem politischen Aschermittwoch der CDU fernbleiben. „Wer mit Zustimmung der AfD jemanden zum Ministerpräsidenten wählt, hat sich ausmanövriert. Das wird die CDU bei den zukünftigen Wahlen merken“, ist sich Koltz sicher.

Eckhard Tabbert, der Fraktionsvorsitzende der UWG im Demminer Stadtrat, wird ebenfalls nicht hingehen. Für ihn ist diese Veranstaltung nur etwas für CDU-Anhänger. „Wir haben unsere Kommunalpolitik, die nicht mit der großen Politik zu vergleichen ist. Für mich ist in diesem Fall auch die Messe gesungen und man muss sehen, wie es mit der CDU weitergeht. Annegret Kramp-Karrenbauer ist jedenfalls jetzt schon Geschichte“, so Tabbert.

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