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Kreis-Gutachten lässt noch auf sich warten

VonJana OttoBis zum 19. August wird der Antrag eines Investors zurückgestellt, dannsoll der Teilflächennutzungs-plan der Gemeinde Borrentin stehen. Doch ist ...

VonJana Otto

Bis zum 19. August wird der Antrag eines Investors zurückgestellt, dann
soll der Teilflächennutzungs-
plan der Gemeinde Borrentin stehen. Doch ist das noch zu schaffen?

Borrentin.Bis zum Sommer möchten die Gemeindevertreter Borrentins einen Teilflächennutzungsplan für ihre Gemeinde aufstellen, der künftig regelt, an welchen Standorten die Errichtung gewerblicher Tierhaltungsanlagen überhaupt möglich sein könnte. Der zweite, überarbeitete Entwurf lag aus, in den bereits die Stellungnahmen vieler Träger öffentlicher Belange eingearbeitet wurden. Solange, wie die Gemeinde den Plan entwickelt, ruht das Vorhaben eines dänischen Investors, auf dem Territorium der Gemeinde eine Schweinemastanlage zu errichten.
Stichtag ist der 19. August – bis dahin muss der Plan nicht nur beschlossen, sondern auch genehmigt sein. Allerdings standen die Zeichen dafür zumindest zeitweilig schlecht. „Bei der Auswertung der Stellungnahmen stellten wir fest, dass das Straßenbauamt fehlt“, schildert Liane Janssen, die die Planungen für die Gemeinde übernommen hat. Da vier der fünf angedachten Standorte allerdings an Bundesstraßen liegen, über die die Standorte erschlossen werden müssten, ist das Amt eines der wichtigsten Träger öffentlicher Belange. „Wenn von dort aus Bedenken angemeldet würden, wäre es kompliziert geworden“, erläutert Liane Janssen. Deshalb musste die fehlende Stellungnahme schnellstmöglich eingeholt werden. Mittlerweile liegt diese vor und das Straßenbauamt hat nicht kategorisch ausgeschlossen, dass eine Erschließung möglich sei. Unter bestimmten Bedingungen, die in der Stellungnahme festgehalten wurden.
In Tüten und Papier ist der Teilflächennutzungsplan deshalb noch lange nicht. Denn es fehlt noch die Stellungnahme des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. „Der Kreis hat die Erarbeitung eines artenschutzrechtlichen Fachbeitrages eingefordert“, schildert die Planerin. Das Gutachten ist in Arbeit, erst wenn es dem Kreis vorliegt, kann die Planerin mit der notwendigen Stellungnahme rechnen. Auch wenn Liane Janssen nicht erwartet, dass es zu Problemen kommt, wird es langsam enger. Denn spätestens im Juni muss die Gemeinde den entsprechenden Beschluss zum Teilflächennutzungsplan fassen, damit dieser zur Genehmigung eingereicht werden kann. „Mit der Zuarbeit und dem Bemühen vieler, netter Leute ist das noch zu schaffen“, ist Liane Janssen zuversichtlich.

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j.otto@nordkurier.de