Gestern liefen noch letzte Arbeiten am Kreisstraßen-Abschnitt zwischen Kartlow und Kruckow, am Montagnachmittag soll die
Gestern liefen noch letzte Arbeiten am Kreisstraßen-Abschnitt zwischen Kartlow und Kruckow, am Montagnachmittag soll die technische Abnahme folgen. Stefan Hoeft
Statt einem grundhaften Neuausbau erlebte dieser Abschnitt der VG 107 nur einen Neuaufbau der Fahrbahn mit insgesamt 24 Zentim
Statt einem grundhaften Neuausbau erlebte dieser Abschnitt der VG 107 nur einen Neuaufbau der Fahrbahn mit insgesamt 24 Zentimeter frischem Asphalt. Foto: Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Schon jetzt umkurven Kraftfahrer immer wieder die Absperrungen. Schließlich ist die beliebte Direktverbindung von B 110
Schon jetzt umkurven Kraftfahrer immer wieder die Absperrungen. Schließlich ist die beliebte Direktverbindung von B 110 und L 35 an die Stelle zwischen Kartlow und Kruckow seit dem Sommer voll gesperrt. Und wird es mindestens bis zum Wochenbeginn auch bleiben. Stefan Hoeft
Umleitung

Kreisstraße bei Jarmen bleibt weiterhin gesperrt

Die eigentlich zu diesem Wochenende anvisierte Verkehrsfreigabe für die gesperrte Kreisstraße zwischen Kruckow und Kartlow hat der Landkreis abgesagt.
Kartlow

Die Kreisstraße mit der Kennung VG 107 darf auf dem Großteil der Strecke zwischen Kruckow und seinem Ortsteil Kartlow nach wie vor noch nicht offiziell befahren werden, sprich die dort seit August bestehende Vollsperrung bleibt vorerst bestehen. Obwohl die sogenannte verkehrsrechtliche Anordnung für diese Maßnahme am 26. November enden sollte. Darüber informierte am Freitag Vorpommern-Greifswalds Pressesprecher AchimFroitzheim auf Nordkurier-Nachfrage. Und verwies auf die ausstehende technische Abnahme durch den Landkreis als Bauherr sowie die Planungs- und Baufirma.

Nicht alle Arbeiten vollständig erledigt

So eine Runde war zwar bereits für den 15. November angesetzt, und alle Beteiligten samt Vertretern vom Amt Jarmen-Tutow und der Kommune rückten an. „Aber diese Abnahme ist am Ende geplatzt, weil der Baubetrieb signalisiert hatte, dass alles abnahmefertig ist, aber noch gar nicht alle Arbeiten vollständig erledigt waren“, so der Mann für die Öffentlichkeitsarbeit des Landratsamtes nach Rücksprache mit seiner Fachabteilung.

Von daher mussten an jenem Montag auch die Absperrungen sowie Durchfahrtsverbot- und Sackgassenschilder an beiden Zufahrten des gut einen Kilometer langen Abschnittes wieder ordentlich hingerückt beziehungsweise neu montiert werden. Ersteres nämlich hatten offenbar ungeduldige Kraftfahrer bereits am Wochenende zuvor beiseite geräumt und die meisten der Anzeigetafeln geklaut oder „entsorgt“.

Weiträumige Umleitung sorgen für Frust

Wie lange dieser Zustand anhält, wagte Achim Froitzheim am Freitag nicht genau zu sagen. Zumal es da um ein Wechselspiel geht zwischen dem Tiefbauamt als Betreuer des Projekts auf der einen Seite und der Straßenverkehrsbehörde als der Genehmigungsstelle für die Sperrung. Letztlich hänge erstmal alles von der Bauabnahme ab, die jetzt für den frühen Nachmittag am nächsten Montag neu angesetzt worden sei, also den 29. November. „Wenn die dann erfolgreich ist, und davon gehen wir jetzt mal aus, dann rechnen wir schon damit, dass die Straßenverkehrsbehörde am Abend auch die Verkehrsfreigabe erteilt.“

Schließlich sei allen bewusst, wie wichtig und viel genutzt diese Direktverbindung zwischen der B 110 in Kruckow und der L 35 bei Völschow ist. Und dass angesichts der notwendigen weiträumigen Umleitungen eine weitere Absperrung nur noch mehr Leute provoziert werden, die Barrieren mittels Spurwechsel auf den benachbarten Acker zu umkurven. Was am Ende zu neuen Schäden im Randbereich der frisch hergerichteten VG 107 führen dürfte.

Die Erneuerung beziehungsweise Sanierung der einstigen Katastrophenstrecke war 2017 gestartet worden. Beim jüngsten gut einen Kilometer messenden Projektabschnitt zwischen der Abfahrt zur Daberkower Landhof AG in Kruckow und dem Ortseingang von Kartlow gab es allerdings nur eine Oberflächenerneuerung mit insgesamt 24 Zentimeter Asphalt. Ist dieses Stück fertig, fehlt noch die Ortslage Kartlow, gleichzeitig wohl die größte Herausforderung.

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