Umzug

Kreisverwaltung zieht Personal aus Demminer Jugendamt ab

Ab Februar soll Leerstand in der Beethovenstraße 2 herrschen. Der Kreis will das Gebäude veräußern.
Georg Wagner Georg Wagner
Derzeit befindet sich in der Beethovenstraße 2 noch der Demminer Regionalstandort des Jugendamtes. Das zieht allerdings demnächt um.
Derzeit befindet sich in der Beethovenstraße 2 noch der Demminer Regionalstandort des Jugendamtes. Das zieht allerdings demnächt um. Georg Wagner
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Demmin.

Der Umbau der Kreisverwaltung geht im neuen Jahr weiter. Wie das Landratsamt informierte, bleibt der Demminer Regionalstandort des Jugendamtes in der Zeit vom 7. bis 11. Januar wegen Umzugs geschlossen. Ein Teil davon wird ab dem 14. Januar An der Mühle 6 zu finden sein, also im gleichen Gebäude wie Arbeitsagentur und Jobcenter. Dagegen werden die Bereiche Unterhaltsvorschuss und Servicepool sowie Wirtschaftliche Jugendhilfe ihren Sitz nach Neubrandenburg, An der Hochstraße 1, verlegen.

Das Gebäude Beethovenstraße 2 will der Landkreis aufgeben. Bis Anfang Februar sollen es auch die noch verbliebenen Mitarbeiter des Katasteramtes verlassen. Sie ziehen in die Adolf-Pompe-Straße, Haus D, das ist das ehemalige Sparkassengebäude. Das Haus in der Beethovenstraße will der Landkreis dann veräußern.

Stellenabbau geht weiter

Damit geht der Stellenabbau des Landkreises am Regionalstandort Demmin weiter, wenn auch in einem vergleichsweise geringen Umfang. Sechs Beschäftigte des Jugendamtes sind nach Auskunft des Landratsamtes nach Neubrandenburg gezogen. Unter dem Strich würden insgesamt 101 Beschäftigte in Demmin verbleiben.

Mit einer weiteren Straffung der Kreisverwaltung war zu rechnen. Schon im Dezember 2015 beschloss der Kreistag ein Eckpunktepapier zum zukünftigen Verwaltungsaufbau, das in Demmin Kritik auslöste. Denn nach diesem Konzept sollte hier nicht viel mehr als das Bürgerservice-Zentrum und die Wirtschaftsförderung bleiben. Zwar müssten dank des Service-Zentrums und der zunehmenden Bedeutung von Online-Verkehr für die Bürger dadurch keine längeren Wege entstehen, aber Kommunalpolitiker befürchteten längerfristig den Wegzug von Bediensteten des Kreises und damit einen weiteren Verlust an Kaufkraft und kommunalen Einnahmen.

Mitarbeiter seien weiterhin erreichbar

Ob die nun angekündigten Maßnahmen in diesem Zusammenhang stehen, blieb bei der Anfrage des Nordkuriers ebenso offen wie die Frage, ob das frühere Konzept noch aktuell ist. Für die Bürger soll indessen durch die Umzüge kein Nachteil entstehen. Alle Mitarbeiter seien weiter unter ihren bisherigen Telefonnummern und E-Mail-Adressen erreichbar, hieß es. In Fällen der Kindeswohlgefährdung seien die Ansprechpartner während der Umzugszeit unter den Nummern 03961 270235 und 03961 270236 oder per Fax 0395 5708765957 erreichbar.

Außerhalb der Dienstzeiten sowie an Sonn- und Feiertagen sei der Bereitschaftsdienst des Jugendamtes bei Kindeswohlgefährdungen über die Integrierte Regionale Leitstelle unter der Telefonnummer 0395 570878000 erreichbar. In akuten Fällen der Kindeswohlgefährdung könne nach wie vor auch die Kinderschutz-Hotline 0800 1414007 des Landes angerufen werden.

Für Antragsformulare oder sonstige Unterlagen stehen während der regelmäßigen Öffnungszeiten die Bürgerservice-Zentren zur Verfügung. Das Demminer Zentrum befindet sich in der Adolf-Pompe-Straße 12-15, Haus D.