Fördermittel für Sanierungen

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Landesregierung fördert Demminer Dorfkirchen

Von Vincent Kokert (CDU) erhielt Pastor Andreas Zander von der Ev. Kirchgemeinde Sophienhof (rechts) eine Förderzusage des Landes in Höhe von 75 000 Euro – auch dank der Unterstützung des Landtagsabgeordneten Franz-Robert Liskow (links).
Von Vincent Kokert (CDU) erhielt Pastor Andreas Zander von der Ev. Kirchgemeinde Sophienhof (rechts) eine Förderzusage des Landes in Höhe von 75 000 Euro – auch dank der Unterstützung des Landtagsabgeordneten Franz-Robert Liskow (links).
Danilo Vitense

Fünf Gotteshäuser in fünf Orten, dazu fünf Förderzusagen in Höhe von fast 500 000 Euro für Sanierungsmaßnahmen. So sah der Donnerstag für zwei CDU-Landtagsabgeordnete aus.

Für einige Kirchgemeinden im Demminer Land wurde die Bescherung in diesem Jahr ein Stück weit vorgezogen. Zu verdanken haben sie das dem Kirchenfonds des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Dahinter steckt ein millionenschweres Förderprogramm, das vor zirka 15 Monaten von der Regierung in Schwerin aufgelegt wurde und direkt auf Kirchengebäude ausgerichtet ist – vor allem auf kleine Dorfkirchen.

Urheber dieser Idee ist der CDU-Mann und Landtagsabgeordnete Vincent Kokert, dessen erklärtes Ziel es ist, Kirchen unter die Arme zu greifen, in denen noch Leben ist. Gestern war er nun auf Rundtour in der Region. Im Gepäck Förderzusagen in Höhe von rund 500 000 Euro.

Fünf Gotteshäuser sind sanierungsbedürftig

Begleitet wurde er dabei von seinem Parteikollegen Franz-Robert Liskow, für den es ein Heimspiel war und der sich in den vergangenen Wochen und Monaten für die Kirchgemeinden seines Wahlkreises kräftig ins Zeug gelegt hatte. „Ich habe mich im Vorfeld mit der Propstei Demmin in Verbindung gesetzt und nachgefragt, wo besonders Sanierungsbedarf besteht,“ so Liskow.

Die Wahl fiel schließlich auf fünf Gotteshäuser, denen nun finanzielle Unterstützung für Baumaßnahmen zuteil wird. Einer der Glücklichen ist die Kirchgemeinde Sophienhof, die sich jetzt über eine Förderzusage in Höhe von 75 000 Euro für ihre Kirche in Kletzin freuen kann. Für Pastor Andreas Zander ist es ein Segen, wie er Kokert und Liskow gegenüber sagte.

Neues Dach für die Kletziner Kirche

Damit stehe der Substanzerhaltung nichts mehr im Wege. „Schon seit sechs bis acht Jahren ist das Dach ein Thema. Wir haben versucht, verschiedene Töpfe dafür anzuzapfen. Doch leider zu oft ohne Erfolg“, erzählte der Pastor.

Vor zwei Jahren habe es dann die Zusage von 40 000 Euro aus Kirchenkreismitteln gegeben. Demgegenüber stünden allerdings Gesamtkosten in Höhe von 150 000 Euro. Mit dem Geld aus dem Kirchenfonds, weiteren 5000 Euro von der Kommune und rund 12 000 Euro an Eigenmitteln aus der Gemeinde schließt sich nun die Finanzierungslücke.

Arbeiten sollen 2019 abgeschlossen sein

„Mit dem heutigen Tag können wir die Architektin in die Spur schicken und mit den Ausschreibungen beginnen“, so Pastor Zander. Seine Hoffnung ist, dass man im kommenden Jahr mit den Arbeiten durch ist. Wenn denn alles gut geht.

Aber nicht nur Kletzin stand an diesem Tag auf der Liste. Vor Kletzin waren die CDU-Politiker in Nossendorf zu Besuch und überreichten 70 000 Euro für den Erhalt der dortigen Kirche. Demmin erhielt 10 000 Euro für seine Orgel.

Kirchen sollen weiter unterstützt werden

Eine Zusage über 100 000 Euro gab es für Sommersdorf. Und auch Hohenbollentin ging nicht leer aus. Weitere Kirchgemeinden können hoffen. Denn nach den Worten von Vincent Kokert wird er sich auch zukünftig für den Erhalt des Fonds zugunsten kleiner Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern einsetzen.