Zum wiederholten Mal ist die Rohöl-Pumpstation in Lindenhof bei Demmin am Montag Aktionsziel von radikalen Klimaaktivisten geworden.
Zum wiederholten Mal ist die Rohöl-Pumpstation in Lindenhof bei Demmin am Montag Aktionsziel von radikalen Klimaaktivisten geworden. Lisa Gutzat
Blockade-Versuch

„Letzte Generation“ greift erneut Öl-Pumpstation in MV an

Mehrfach haben radikale Klimaschützer der „Letzten Generation“ bei Demmin und Neustrelitz versucht, die Öl-Zufuhr für die PCK-Raffinerie in Schwedt abzudrehen.
Lindenhof

Die Aktionen der Gruppe „Letzte Generation“ reißen nicht ab. Erneut rückte dabei am Montagvormittag der Ort Lindenhof, durch den die PCK-Pipeline von Rostock nach Schwedt/Oder führt, in den Fokus der radikalen Klimaschützer. Ähnlich wie im April versuchten dieses Mal ein 38-jähriger Mannheimer sowie ein 47 Jahre alter Münchener, die Rohölversorgung an der Pumpstation nahe der Bundesstraße 194 zu unterbrechen. Schaden entstand dabei laut Angaben der Polizei jedoch nicht.

Video der Aktion an der Öl-Pumpstation von "Letzte Generation" bei Twitter:

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Nichtsdestotrotz mussten neben den Beamten auch Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert werden. Denn während einer der Männer sich an die Pumpstation gekettet hatte, drohte der andere damit, sich festzukleben. Im Zuge des Einsatzes wurde den Männern ein Platzverweis ausgesprochen und ein sogenanntes Gefährderanschreiben ausgehändigt. Darüber hinaus sei eine Festnahme laut Polizei allerdings nicht möglich. Daher wurden die beiden Männer im Anschluss zum Bahnhof nach Demmin gebracht, von wo aus sie den Angaben zufolge die Heimreise angetreten haben.

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Zweite Attacke am Nachmittag

Abgehalten hat das weitere radikale Klimaschützer der "Letzten Generation" am Montag jedoch nicht. Am Nachmittag mussten Polizei und Feuerwehr zum zweiten Mal zu der Pumpstation in Lindenhof ausrücken. Wieder hatten sich zwei Aktivisten unbefugt Zutritt zum Gelände verschafft und sich an der Anlage festgekettet.

Weitere Attacke bei Neustrelitz

Parallel zu der Aktion in Lindenhof hatten Aktivisten am Montag ebenfalls versucht, die Pumpstation Glantzhof zwischen Woldegk und Strasburg zu stören. Sie sei gleich zwei Mal betroffen gewesen, hieß es aus dem Friedländer Polizeirevier. Demnach hatten sich am Vormittag ein Mann und eine Frau an die Anlage angekettet und angeklebt. Sie seien zusammen mit dem Rettungsdienst und den "üblichen Standardmaßnahmen" wieder losgemacht worden, hieß. Es wurde Strafanzeige gestellt und des Geländes verwiesen.

Am Nachmittag wurden dann nochmals zwei andere Männer dabei erwischt, wie sie sich gerade Zutritt zum Gelände verschaffen wollten. Die Polizei hinderte sie daran. Alle vier Personen kamen nicht aus Mecklenburg-Vorpommern und gaben sich als Mitglieder der Aktionsgruppe "Letzte Generation" zu erkennen.

Blockade-Video der "Letzten Generation" auf Twitter:

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Aktualisierung: Am Montag wurde noch ein zweiter Blockade-Versuch in Glantzhof bei Neustrelitz bekannt, der im Artikel ergänzt wurde. (17.30 Uhr)

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Kommentare (2)

angeschlossen, gut so, Schlüssel wegschmeissen. Angeklebt, kleben lassen. Nach 2 Tagen mal wieder nach ihnen sehen

Die Regierung zum Handeln zwingen! Was wollen die eigentlich erreichen mit allen diesen Blockaden? Das kann ich euch sagen: die Klimajugend will eine Million Häuser dämmem lassen bis 2040.