9. NOVEMBER 1989

Lichter in Dargun erinnern an den Mauerfall

In Dargun wollen sich die drei christlichen Kirchen in besonderer Weise auf den 9. November 1989 besinnen. Sie laden die Menschen ein, mit Kerzen durch die Stadt zu ziehen.
Kirsten Gehrke Kirsten Gehrke
Mit Kerzen sind die Menschen vor 30 Jahren auf die Straße gegangen.
Mit Kerzen sind die Menschen vor 30 Jahren auf die Straße gegangen. ankiro
Dargun.

30 Jahre ist es her, als die Menschen in der DDR mit Kerzen auf die Straße gegangen sind und für Veränderung demonstriert haben, auch in Dargun. An diese friedliche Revolution wollen die christlichen Kirchen in der Klosterseestadt am 9. November, dem Tag des Mauerfalls 1989, auf gleiche Weise erinnern: mit einem Lichtermarsch.

Die Kirchen in der DDR hatten damals eine besondere Rolle eingenommen, sie gaben Mut und Hoffnung, waren Zufluchtsort für viele. Nun laden Freikirche, Katholische und Evangelische Kirche gemeinsam die Darguner und Menschen aus dem Umland dazu ein, mit Kerzen durch die Stadt zu ziehen. Wie der evangelische Pastor Alexander Uhlig sagte, können unterwegs Zeitzeugen berichten, wie sie die Tage im Herbst 1989 erlebt haben.

Zeitzeugen erzählen

Der Lichtermarsch startet am Sonnabend um 19 Uhr an der ehemaligen Synagoge, am heutigen Gemeinderaum der Baptisten in der Schloßstraße 58. Dort erfahren die Teilnehmer zunächst etwas über das Gebäude der Synagoge, bevor es mit einer Kerze in der Hand weiter geht durch die Metzger- und Gartenstraße zum Platz des Friedens. Hartmut Claassen, erster Bürgermeister nach der Wende, werde hier als Zeitzeuge über seine Erinnerungen erzählen.

Friedenstaube soll inszeniert werden

Auf dem Weg weiter zur katholischen Kapelle sollen Friedenslieder angestimmt werden. Hier soll dann ein Kurzfilm aus der DDR-Zeit gezeigt werden. Danach geht es weiter zur evangelischen Pfarrkirche, wo neben Andacht und Friedensgebet auch geplant ist, eine Friedenstaube aus brennenden Fackeln zu inszenieren. „Abschließend können wir bei Glühwein und so manch anderer Leckerei ins Gespräch kommen und den Tag gemütlich ausklingen lassen“, meinte Uhlig. Er und seine Mitstreiter Markus Lippold und Klaus Paal von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde sowie Robert Lubomierski von der Katholischen Kirche, wünschen sich, dass viele Menschen kommen, um den Mauerfall zu würdigen und Geschichte lebendig zu machen.

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