Kaum ein Haus in Sommersdorf erstrahlt so schön wie das Haus der Familie Zander im Kummerower Weg.
Kaum ein Haus in Sommersdorf erstrahlt so schön wie das Haus der Familie Zander im Kummerower Weg. Kai Horstmann
Kaum ein Haus in Sommersdorf erstrahlt so schön wie das Haus der Familie Zander im Kummerower Weg.
Kaum ein Haus in Sommersdorf erstrahlt so schön wie das Haus der Familie Zander im Kummerower Weg. Kai Horstmann
Kaum ein Haus in Sommersdorf erstrahlt so schön wie das Haus der Familie Zander im Kummerower Weg.
Kaum ein Haus in Sommersdorf erstrahlt so schön wie das Haus der Familie Zander im Kummerower Weg. Kai Horstmann
Ina Zander freut sich wieder über die gelungene Lichterinstallation auf ihrem Gelände.
Ina Zander freut sich wieder über die gelungene Lichterinstallation auf ihrem Gelände. Kai Horstmann
Bei Familie Zander stehen leuchtende Rehe im Vorgarten.
Bei Familie Zander stehen leuchtende Rehe im Vorgarten. Kai Horstmann
Ebenfalls erstrahlt das Haus von Josefine und Alexander Ott zur Weihnachtszeit.
Ebenfalls erstrahlt das Haus von Josefine und Alexander Ott zur Weihnachtszeit. Kai Horstmann
Bei Familie Kobs wurde jetzt sehr viel auf LED-Beleuchtung umgestellt.
Bei Familie Kobs wurde jetzt sehr viel auf LED-Beleuchtung umgestellt. ZVG / Familie Kobs
Weihnachten

Lichterglanz für eine fröhliche Weihnacht - Trotz hohen Strompreisen

Höhere Strompreise halten so manchen Anwohner nicht davon ab, sein Haus zu schmücken. Der Kummerower Weg in Sommersdorf erstrahlt im Schmuck von Lichterketten.
Sommersdorf

Der Kummerower Weg in Sommersdorf braucht in diesen Tagen während der Nachtstunden keine Geschwindigkeitsbegrenzung, Autofahrer bremsen ganz von allein. Auch Wanderer und Spaziergänger machen gerne einen Umweg, um über den Kummerower Weg zu laufen.

Lesen Sie auch: Demmins Weihnachtsmarkt steht in den Startlöchern

Der Grund ist sehr einleuchtend: Seit dem 1. Advent leuchten dort wieder die Lichterketten, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Wie auch in den Jahren zuvor erstrahlen die Häuser der Familien Kobs, Ott und Zander in einem besonderen Glanz. „Dabei haben wir nur unsere alten Lichterketten hervorgeholt. Lediglich ein Stern ist in den letzten Jahren dazugekommen“, berichtet Ina Zander.

Einen Tag lang haben ihre fünf Männer, das sind neben ihrem Mann Ronald ihre vier Söhne, die Lichterketten, Sterne und Schneemänner aufgestellt. Es war der Sonnabend vor dem 1. Advent, an dem das Haus wieder pünktlich erstrahlte. So wie es das seit nunmehr 20 Jahren tut. Einmal fand Ina Zander im Briefkasten eine Postkarte vor, auf der sich eine fremde Frau für die schöne Adventsbeleuchtung bedankte.

Höhere Strompreise durch eine EU-Regelung

Wenn Ina Zander auch behauptet, dass sich in den letzten Jahren in Sachen Adventsbeleuchtung nichts geändert hat, stimmt das nicht so ganz. So sind die Stromkosten durch die Merit-Order-Regelung deutlich gestiegen. Das bedeutet, auch wenn man erneuerbare Energien günstig erzeugt, kann man diese noch lange nicht auch günstig erwerben.

Die Merit-Order-Regelung soll verhindern, dass Kraftwerke mit geringen Grenzkosten, wie bei den Erneuerbaren Energien, andere Kraftwerke mit hohen Kosten verdrängen. Deshalb ist der Strompreis der Erneuerbaren Energien mit dem von Gaswerken gekoppelt. Unter anderem wollen Frankreich, Tschechien, Österreich und jetzt auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) diese EU-Regelung abschaffen.

Lesen Sie auch: Weihnachtsbaumplantage bei Demmin geht an nächste Generation

Doch bis das so weit sein wird, ist Weihnachten vorbei. „Ich rechne nicht mit einer wesentlichen höheren Stromrechnung, da wir überall die energiesparsamen LED-Lampen haben“, sagt Ina Zander. „Wir haben uns zudem gesagt, dass wir in diesen dunklen Zeiten die Lichter wieder anmachen werden, damit sich alle erfreuen können.“

Bei der Familie Kobs ist das Haus auch ebenfalls seit dem 1. Advent wieder hell erleuchtet. Besonders Sterne mag Heidrun Kobs. Doch im Gegensatz zu den Zanders sind hier viele Lampen neu gekauft. Wie sie berichtet, wurde die Adventsbeleuchtung seit nunmehr über zehn Jahren Jahr für Jahr deutlich verstärkt. Jährlich kamen immer wieder neue Strahler hinzu.

Stromfresser durch LED-Lampen ersetzt

Worauf man anfangs nicht achtete, war, wie hoch der Stromverbrauch ist. Bei den heutigen Strompreisen indes kann dann das zum großen Problem werden. „Deshalb haben wir massiv umgebaut. Die Stromfresser wurden durch LED-Lampen ersetzt“, berichtet Heidrun Kobs. „Damit wir mit der Stromabrechnung keine böse Überraschung erleben, wird das Licht später angeschaltet und früher ausgeschaltet.“

Heiligabend wird sie mit ihrem Mann Michael, ihren drei Kindern, Schwiegersohn und ihren Eltern feiern. Am Nachmittag gehen sie gemeinsam mit der Familie Zander in die Kirche zum Krippenspiel. Zu der sechsköpfigen Familie kommen noch Ina Zanders Eltern hinzu, die ebenfalls in dem festlich geschmückten Haus wohnen. Anschließend machen die Familien für sich die Bescherung, da es sich um so große Familien handelt.

Lesen Sie auch: Demmin feiert stimmungsvollen Weihnachtszeit-Auftakt

Es gab schon Heiligabende, wo der Weihnachtsmann zuerst die eine und dann die andere Familie besuchte. Weihnachten ist für Heidrun Kobs vor allem eine Zeit der Besinnlichkeit. Eine Zeit, in der sie lange Gespräche mit der Familie und ihren Freunden besonders genießt.

Dazu gehört auch ihr festlich geschmücktes Haus. Wie Ina Zander spricht auch sie von dunklen Zeiten, in denen es wichtig sei, viele Lichter zu entzünden. „Ich finde es einfach schön, wenn unser Haus in dem weihnachtlichen Glanz erstrahlt und sich die Außenwelt daran erfreut“, sagt Heidrun Kobs.

zur Homepage