TRAUER IN DER SEENPLATTE

Linken-Politiker Siegfried Konieczny verstorben

Siegfried Konieczny war Landrat im Landkreis Demmin und Vizelandrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Er hat den Kampf gegen seine schwere Krankheit verloren.
Georg Wagner Georg Wagner
Eckhard Kruse Eckhard Kruse
Siegfried Konieczny
Siegfried Konieczny Plath
Demmin.

Die Region und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte haben eine prägende Persönlichkeit verloren. Nach langer und schwerer Krankheit ist Siegfried Konieczny im Alter von 59 Jahren verstorben. Er war seit der Wende eine der zentralen Personen in der Politik des Landkreises. So war er fast 20 Jahre lang Kreistagsmitglied und Vorsitzender der Fraktion von PDS beziehungsweise Linkspartei sowie bis 2008 Stadtvertreter in Demmin.

In jenem Jahr wurde er zum Landrat des Kreises Demmin gewählt. In den Folgejahren arbeitete er erfolgreich daran, das hohe Haushaltsdefizit des Kreises abzubauen. Nach der Kreisreform von 2011 wurde er im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Stellvertreter des neuen Landrats Heiko Kärger (CDU) – ein Amt, das Konieczny bis Herbst 2017 bekleidete. Dann verzichtete er aus gesundheitlichen Gründen auf eine Verlängerung.

Weggefährten reagieren mit Bestürzung

Bei seiner Verabschiedung im Kreistag zollten ihm Politiker und der Landrat Respekt für seine aufrechte Haltung und parteiübergreifende Arbeit. Am Donnerstag dieser Woche indes hat Konieczny, der kämpferisch für seine Ansichten eintreten konnte, den Kampf gegen seine Krankheit verloren. Noch am Abend legte der Demminer Stadtentwicklungsausschuss bei seiner Sitzung eine Schweigeminute für ihn ein. Am Freitag zeigte sich der Kreisverband der Partei „Die Linke“ tief betroffen. „Wir werden ihn in Erinnerung behalten als Menschen, der nie um einen guten Rat verlegen war, immer ein Lächeln im Gesicht trug und für jeden ein offenes Ohr hatte“, ließ der Vorstand wissen.

Auch viele Weggefährten nahmen die Nachricht von Koniecznys Tod mit großer Trauer auf. „Ich habe mit großer Bestürztheit gehört, dass er den Kampf gegen seine schwere Krankheit verloren hat“, sagte Karl-Heinz Graupmann (Die Linke), Ex-Bürgermeister von Dargun. „Wir verlieren einen Menschen aus unserer Mitte, dem wir viel zu verdanken haben.“ Konieczny sei immer sehr zielorientiert gewesen. Er habe versucht, zu vermitteln und über Parteigrenzen hinweg Lösungen zu finden.

Geschätzt wegen überparteilicher Arbeit

Peter Ritter, Landtags- und Kreistagsabgeordneter der Linken, kannte Siegfried Konieczny seit 1991. „Er war mein Fraktionschef und mein Landrat“, sagte Ritter. „Sein Tod ist ein herber Schlag.“ Konieczny sei mit seiner Erscheinung stets ein Fels in der Brandung gewesen. „Ich habe ihn nie aufbrausend erlebt. Stattdessen war er ein grenzenloser optimistischer Mensch.“ Mit seinem Optimismus habe er es damals auch geschafft, die Wogen vor der Kreisgebietsreform von 2011 zu glätten, als die Interessen der Vorpommern und Mecklenburger aufeinander geprallt waren.

„Es ist eine schlimme Nachricht. Sie stimmt mich unendlich traurig“, betonte Klaus Salewski, Stadtpräsident von Stavenhagen und über Jahre Kreistagsmitglied der Linken. Salewski hatte bis fast zuletzt Kontakt zu Konieczny. Er habe ihn immer hoch geschätzt wegen seiner überparteilichen Arbeit.

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Kommentare (1)

- fast 600 Jahre lang Pommern - gehört nun zum Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Das haben wir Siegfried Koniecznys damaligen Landratsambitionen zu verdanken. Wird dieser Fehler jemals berichtigt werden. Ich fürchte nein!