Die Bands „B.A.S.T.A“ und „Russisch Roulette“ sorgten beim letzten „Friesenrock“ für
Die Bands „B.A.S.T.A“ und „Russisch Roulette“ sorgten beim letzten „Friesenrock“ für Stimmung. Weitere Veranstaltungen sind geplant. ZVG
Jugendliche

Live-Konzerte im Demminer Jugendzentrum ziehen nicht wie früher

Im Demminer Jugendzentrum dürfen Jugendliche und junge Erwachsene wieder zu Live-Rock abtanzen. Eine andere Musik-Richtung ist aber beliebter.
Demmin

Lange hatten die Boxen im Demminer Jugendzentrum Friesenhöhe Tanzverbot. In diesem Herbst konnten die ersten Musiker nach den weitgehenden Corona-Lockerungen aber zum etablierten Livekonzert-Format „Friesenrock“ aufspielen. Regelmäßig ein Mal im Monat sollen die Konzerte zwischen September und Dezember nun wieder stattfinden.

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Als die Bands „B.A.S.T.A“ und „Russisch Roulette“ beim letzten Mal dem Publikum einheizten, war die Veranstaltung nach Angaben vom Jugendzentrums-Leiter Axel Schulz gut besucht.

Ausverkauft war sie jedoch noch nicht und den Rekord von 230 Besuchern, die um die Jahrtausendwende einmal die Friesenhöhe rockten, werden die Veranstalter wohl nicht mehr brechen. „So viele Gäste dürften wir auch gar nicht mehr reinlassen“, so Schulz. Damals fand die Veranstaltung noch in jedem Monat außer in den Sommerferien statt.

Musik für Jugendliche und junge Erwachsene

23 Jahre ist das Format, das insbesondere als Angebot für Jugendliche zwischen 14 und 27 gedacht ist, ihm zufolge alt und damit selbst längst volljährig. „1999, als wir anfingen, gab es ganz viele Schülerbands, die hier spielten. Wir hatten einen Belegungsplan für den Bandraum und Wartelisten.“

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Die Bands wollten natürlich nicht nur proben, sondern auch auftreten. Beim Friesenrock bekamen sie dazu Gelegenheit. „Wir haben Bandwettbewerbe veranstaltet oder eine Jugendband machte den Anfang und später spielte eine, die wir eingeladen hatten, und von der man ein bisschen was lernen konnte“, erzählt Schulz.

Live-Konzerte ziehen nicht mehr wie früher

Die Zeiten, als der Proberaum hart umkämpft war und etliche Jugendbands auch etliche Besucher anzogen, sind vorbei. 50 Gäste feierten beim Friesenrock, Live-Konzerte ziehen nach Beobachtung von Schulz nicht mehr so wie früher. Vor allem zum Hip Hop-Abend aber seien viele junge Leute zur Friesenhöhe gekommen.

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Mit dem letzten Friesenrock hatten die Organisatoren eher die Generation ab 30 angesprochen. „Auch sie wollen wir ja nicht aus den Augen verlieren und es ist gut, wenn sie merken: Es gibt uns noch.“

Für mehr junge Musik versucht das Jugendzentrum derzeit, mit einigen Ehrenamtlichen aus der Musikbranche, wieder eine Band zusammenzustellen. Zum nächsten „Friesenrock“, die als „Disco Night“ konzipiert ist, am 25. November spielen übrigens DJ Theo und Zelyna Je Belle.

 

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