BRAND BEI HOLZVERARBEITER

▶ Loitz entging wohl nur knapp einer Feuerkatastrophe

Die Feuerwehr verhinderte beim Löschen des Großbrandes in Loitz, dass die Flammen auf gefährliche Objekte übergriffen. Der Schaden geht dennoch in die Millionen.
Der Rauch und Qualm über Loitz waren kilometerweit zu sehen.
Der Rauch und Qualm über Loitz waren kilometerweit zu sehen. ZVG/M. Felten
Das Feuer wäre fast auf einen Solarpark und andere gefährliche Objekte übgergesprungen.
Das Feuer wäre fast auf einen Solarpark und andere gefährliche Objekte übgergesprungen. Freiwillige Feuerwehr Tutow ZVG
Die Feuerwehr legte Schläuche zur angrenzenden Peene. Der Rauch zog zum Glück in Richtung unbewohntes Gebiet. Der angrenzenden Kleingartensiedlung ist glücklicherweise nichts passiert.
Die Feuerwehr legte Schläuche zur angrenzenden Peene. Der Rauch zog zum Glück in Richtung unbewohntes Gebiet. Der angrenzenden Kleingartensiedlung ist glücklicherweise nichts passiert. ZVG/M. Felten
Auch ein nahegelegenes Heizöllager konnte durch die Feuerwehrleute vor den Flammen gerettet werden.  sowie ein . Ebenso die angrenzende Firma Pagholz, in der Formteile für Möbel hergestellt werden.
Auch ein nahegelegenes Heizöllager konnte durch die Feuerwehrleute vor den Flammen gerettet werden. sowie ein . Ebenso die angrenzende Firma Pagholz, in der Formteile für Möbel hergestellt werden. Freiwillige Feuerwehr Tutow ZVG
Das zerstörte Sägewerk ist komplett abgebrannt.
Das zerstörte Sägewerk ist komplett abgebrannt. Ulrike Rosenstädt
Über 200 Feuerwehrleute waren für mehrere Stunden im Einsatz.
Über 200 Feuerwehrleute waren für mehrere Stunden im Einsatz. Ulrike Rosenstädt
Nach knapp drei Stunden war das Feuer unter Kontrolle.
Nach knapp drei Stunden war das Feuer unter Kontrolle. Ulrike Rosenstädt
Loitz.

Nach dem verheerenden Großbrand am Dienstagabend auf dem Gelände eines Holzverarbeiters in Loitz bei Greifswald wird wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Kriminalpolizei und Brandermittler hätten ihre Ermittlungen aufgenommen. Wegen der über Stunden großen Hitze erlitten zwei der insgesamt mehr als 200 Feuerwehrleute aus der Region Kreislaufprobleme und mussten medizinisch versorgt werden. Inzwischen seien auch die letzten Glutnester des Brandes gelöscht, hieß es.

Rauchsäle 50 Kilometer weit zu sehen

Das Feuer war am Dienstagabend in der 2000 Quadratmeter großen Haupt-Lagerhalle des Betriebes ausgebrochen. Die Halle samt eingelagertem Holz brannte nieder, auch angrenzende Gebäude wurden beschädigt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 1,5 Millionen Euro. Diese Summe nannte die Polizei nach den ersten Ermittlungen am Mittwoch. Zunächst war der Schaden deutlich niedriger geschätzt worden. Das Feuer konnte nach mehr als drei Stunden langsam eingedämmt werden. Die riesigen Rauchsäulen aus Loitz waren rund 50 Kilometer weit zu sehen.

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Nach Angaben von Kreissprecher Achim Froitzheim konnten die Feuerwehren verhindern, dass ein nahegelegenes Heizöllager sowie ein angrenzender Solarpark ebenfalls in Flammen aufgingen. Gefährdet sei auch ein Chemikalienlager mit Holzbeizen gewesen. Ebenso die Firma Pagholz, in der Formteile für Möbel hergestellt werden und die sich in unmittelbarer Nähe zum komplett abgebrannten Sägewerk befindet.

Verdacht der fahrlässigen Brandstiftung

„Wir alle, die Feuerwehren, die Menschen in Loitz, eben alle, hatten unglaubliches Glück, dass der Wind so stand, dass die Flammen nicht auf Pagholz überschlagen konnten. Eher in die andere Richtung, zu den Gartenlauben, doch auch dort ist nichts weiter passiert. Eine Hecke hatte durch Funkenflug etwas abbekommen. Die Gefahr wurde schnell gebannt“, weiß Einsatzleiter Marko Post. Erschwerend hinzu kam allerdings, dass sich auf dem Dach des Firmengebäude Solarplatten befanden. „An der Stelle mussten wir, auf besonders vorsichtig sein.“

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Nach ersten Ermittlungen der Polizei könnte das Feuer mit Reparaturarbeiten in Zusammenhang stehen, die an der großen Lagerhalle des Betriebes im Gange waren. Ein Brandgutachter und die Kriminalpolizei untersuchten den Brandort, konnten aber noch kein sicheres Ergebnis zur Brandursache von Dienstagabend nennen. Wie eine Polizeisprecherin sagte, wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung ermittelt. Nun sollen Mitarbeiter und Zeugen befragt werden.

Von den Sägewerksmitarbeitern kam niemand zu Schaden.

Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 3. Juni, aktualisiert - insbesondere die Höhe des Sachschadens und die Untersuchungen zur Brandursache wurden aktualisiert.

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