SAISON-AUFTAKT

Loitzer Badeanstalt startet weit weg vom Gäste-Limit

Seit dem ersten Juli-Tag ist die Loitzer Badeanstalt wieder ganz offiziell geöffnet – unter Corona-Auflagen und mit Schützenhilfe vom Ordnungsamt.
Bei wärmerem Wetter kann es in der Loitzer Badeanstalt schon mal richtig voll werden. Dass das neue 250-Besucher-Limit zu
Bei wärmerem Wetter kann es in der Loitzer Badeanstalt schon mal richtig voll werden. Dass das neue 250-Besucher-Limit zum Tragen kommt, sei selbst in der Hochsaison eher unwahrscheinlich, heißt es von den Stadtwerken. Stefan Hoeft
Erinnerungsschild ans magische Maß: Beim Sicherheitsabstand von 1,50 Meter setzt die Kommune auf das Verständnis de
Erinnerungsschild ans magische Maß: Beim Sicherheitsabstand von 1,50 Meter setzt die Kommune auf das Verständnis der Besucher, will aber auch ab und an das Ordnungsamt zur Kontrolle vorbeischicken. Stefan Hoeft
Loitz.

„Es ist alles in Ordnung, gestern haben wir die Nutzungsfreigabe vom Gesundheitsamt erhalten. Wir sind gut vorbereitet“, erklärte am Mittwochvormittag Christine Krüger dem Nordkurier. Sie ist Geschäftsführerin der Stadtwerke Loitz, die auch für die kommunale Badeanstalt am nahen Peenekanal verantwortlich zeichnet und deren Bewirtschaftung dem örtlichen Unternehmen Lexow übertragen hat.

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Zuletzt fehlte nur noch die bakterielle Unbedenklichkeitsbescheinigung für das Wasser im großen Nichtschwimmerbecken – das ist nun pünktlich zum 1.  Juli erledigt. Also genau einen Monat nach dem Kindertag, der sonst immer als Startschuss in die neue Plansch-Saison diente. 2020 allerdings sorgten die Corona-Pandemie und die damit zusammenhängenden Einschränkungen dafür, dass dieser Termin hinfällig wurde.

Besucher-Limit von 250 Personen

Die Covid-19-Gefahren hängen indes nach wie vor wie ein Schatten über der bei Einheimischen wie auch bei Touristen beliebten Freizeiteinrichtung. Sicht- und spürbar an mehreren neuen Auflagen für den Betrieb. Angefangen vom 1,50-Meter-Sicherheitsabstand bis hin zur Schließung der Umkleidekabinen und der Maßgabe, dass am Imbissstand selbst niemand essen und trinken darf, sondern nur an seinem Platz auf der Liegewiese. „Wir setzen da einfach auf die Vernunft der Leute“, so die Stadtwerke-Geschäftsführerin. Wohl wissend, dass Chefaufseher Dietmar Lexow erfahrungsgemäß gut in der Lage ist, für Ordnung auf dem Gelände zu sorgen.

Wobei die Stadtwerke ihm und seinen Leuten in diesen besonderen Corona-Zeiten erstmalig so etwas wie Schützenhilfe aus dem Rathaus zur Seite stellen wollen: „Wir haben mit dem Ordnungsamt abgesprochen, dass sie da immer mal wieder runter gucken und darauf achten. Einfach Präsenz zeigen“, erläuterte Christine Krüger. Immerhin ist mit dem beim Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzept nun auch eine maximale Besucherzahl von 250 Leuten vereinbart.

Eintrittspreis bleibt auf symbolischem Niveau

Dass deswegen wirklich jemand abgewiesen werden muss, glaubt die Frau allerdings nicht. Zumal dieses Limit ja nicht auf den ganzen Tag gerechnet gilt und dort erfahrungsgemäß ein reges Kommen und Gehen herrscht. Die wenigsten Gäste bleiben die volle Öffnungszeit von 10 bis 20 Uhr. „Das ist schon ziemlich hochgerechnet mit 250, mehr kommen selbst bei 30 Grad in der Hochsaison nicht gleichzeitig“, schätze die Geschäftsführerin ein. Zum Auftakt jedenfalls wäre überhaupt keine Not gewesen, fiel die Resonanz durch die vergleichsweise niedrigen Temperaturen und wenig Sonne doch ziemlich verhalten aus.

Je nach Wetterlage beginne die Kassierung auch erst zu 12  Uhr, berichtete Christine Krüger, der Eintritt bleibe bei 50  Cent. „Das ist sowieso eher ein symbolischer Preis. Denn dafür können sie nicht mal die Chemie für das Bad bezahlen.“ Unterm Strich bleibe eine solche Badeanstalt wohl immer ein erhebliches Zuschussgeschäft, die Aufwendungen für den laufenden Betrieb und die immer mal wieder nötigen Investitionen lassen sich selbst mit einem deutlich höheren Obolus nicht decken. Der würde eher für eine schwindende Akzeptanz und wildes Baden entlang der Peene sorgen. Doch bisher ist der Erhalt dieser Freizeiteinrichtung ohnehin einhellig das erklärte Ziel der Stadtpolitik.

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