Der Loitzer Kulturschaffende und Gastgeber Peter Tucholski musste im zurückliegenden Jahr coronabedingt einige Veranstalt
Der Loitzer Kulturschaffende und Gastgeber Peter Tucholski musste im zurückliegenden Jahr coronabedingt einige Veranstaltungen verschieben und sogar absagen. Er hofft, dass 2022 wieder mehr möglich ist. Ulrike Rosenstädt
Zum Ende des Jahres 2021 wurde im Ballsaal Tucholski dann sogar noch eine Premiere gefeiert, nämlich der „Ball der
Zum Ende des Jahres 2021 wurde im Ballsaal Tucholski dann sogar noch eine Premiere gefeiert, nämlich der „Ball der Begegnung“. ZVG
Musiker aus nah und fern sind regelmäßig bei Peter Tucholski zu Gast, der diese Freude gern mit vielen anderen Besu
Musiker aus nah und fern sind regelmäßig bei Peter Tucholski zu Gast, der diese Freude gern mit vielen anderen Besuchern teilt. ZVG
Nicht nur Künstler, auch Sportler wissen das Ambiente und die Landschaft rund um das Haus Tucholski zu schätzen. 202
Nicht nur Künstler, auch Sportler wissen das Ambiente und die Landschaft rund um das Haus Tucholski zu schätzen. 2021 war eine Kung Fu Gruppe zu Gast, die im Garten trainierte. ZVG
Haus Tucholski

Loitzer Gastgeber hat die Zukunft fest im Blick

Mit einem neuen Format, einem Ball für Weg- und Dazugezogene, und einer großen Portion Optimismus plant der Loitzer Gastgeber und Künstler Peter Tucholski seine nächsten Events.
Loitz

„Manchmal war es ein Bangen bis zur letzten Minute und dann mussten wir wegen der Corona-Vorschriften doch absagen.“ Der Gastgeber und Kulturschaffende Peter Tucholski hat seit dem Ausbruch der Pandemie so einige Turbulenzen erlebt. Gerade auch dann, wenn es darum ging, sein Haus für Hochzeiten zu öffnen. „Dann bangt man doch sehr mit und kann die Enttäuschung über eine Absage sehr gut nachvollziehen.“ Eine Gruppe, die im zurückliegenden Jahr bei ihm das Fest der Feste feiern wollte, war mit Blick auf die Pandemie zu groß und „damit auch das Risiko“, sagte Peter Tucholski jetzt in einem Gespräch mit dem Nordkurier.

Ball-Nacht 2022 vielleicht schon im Spätsommer

Zurückschauen ist eigentlich nicht so seine Sache. Gern reicht er dem neuen Jahr, bildlich gesprochen, die Hand. „Am besten beide“, sagte er lachend. Schließlich gehe es darum, nach vorn zu schauen. Nicht ohne Grund engagiert er sich im Rahmen des Projektes Zukunftsstadt 2030+. „Die Zukunft müssen wir klar im Blick haben, netzwerken, kreativ und innovativ tätig sein“, ist Tucholski überzeugt. Bei dieser positiven Grundhaltung wundert es auch nicht, dass er auch am von Corona durchgeschüttelten zurückliegenden Jahr mindestens ein gutes Haar lässt: „Es war nicht alles negativ, aber eben anders, anstrengend und streckenweise auch nervend, weil eine ständige Verunsicherung nicht enden wollte“, sagte der Klangkünstler. Dennoch waren – wenn auch minimiert und unter strengen Auflagen – ein Tanzworkshop, ein Kung-Fu-Trainingscamp, das zentrale Treffen der Gruppe Neulandgewinner und nicht zu vergessen das neue Veranstaltungsformat der „Ball der Begegnung“ möglich.

Der Arbeitstitel, den der Gastgeber 2021 schon relativ früh in Umlauf gebracht hatte, lautete „Ball der Vertriebenen“. Doch der wurde abgewählt. Warum eigentlich? „Darüber könnte man jetzt lange sprechen. Ich finde den ursprünglichen Titel für dieses Treffen nach wie vor gut, weil er viel aussagt, schon mal gleich zum Diskutieren anregt. Denn ich bin davon überzeugt, dass Wegzug verschiedene Gründe hat. Mancher geht freiwillig, mancher fühlt sich aus den verschiedensten Gründen eben auch vertrieben“, erklärte Peter Tucholski. Er wolle auf jeden Fall auch in diesem Jahr zu diesem Ball einladen. Allerdings nicht erst im November, sondern gerne schon im Spätsommer, um auch im Garten, unter freiem Himmel reden und feiern zu können. Grundsätzlich gehe es darum, Menschen zusammenzubringen die fortgegangen oder eben auch zurückgekehrt sind. Der Gastgeber möchte Dialoge anregen und erreichen, dass aus den vielen Erfahrungen, die jeder Einzelne in der Ferne oder eben auch in seiner Heimat gemacht hat, Erkenntnisse gezogen werden, „die uns stark für die Zukunft machen“.

Auch Festspiele MV sind wieder in Loitz zu Gast

Der Peenestädter sprach in diesem Zusammenhang auch von den Treffen einer internationalen Künstlergruppe, die abwechselnd in Frankreich und Deutschland, also in Loitz, zusammenkommt, um gemeinsam zu philosophieren, Kochzeremonien abzuhalten, die Peenelandschaft zu erkunden. Diese Gruppe, die sich aus Menschen unterschiedlichster Berufsgruppen wie Radiomachern, Kunst-Dozenten, Köchen, Lektoren und freischaffenden Künstlern zusammensetzt, konnte, ebenfalls coronabedingt, 2021 nicht aus allen möglichen europäischen Ländern nach Loitz reisen. „Dieses Jahr klappt es hoffentlich mit einem Wiedersehen. Das würde mich so freuen“, macht der Gastgeber kein Geheimnis daraus, dass auch er sich danach sehnt, einfach drauflos zu planen, zu reisen, zu empfangen.

„Aber was soll’s. Wir können es gerade nicht ändern“, sagte der Optimist, der zum Ende des Gesprächs noch eine für Loitz gute Nachricht mit auf den Weg gab: „Das traditionelle Konzert der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern soll wieder bei uns stattfinden.“ Eine wirklich gute Information für Klassik-Fans, die es sehr zu schätzen wissen, dass Loitz immer noch zu den beliebten Festspiele-Orten gehört.

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