MASKEN VERTEILT

Loitzer spendet Pflegekräften Schutz vor Corona

Wohl wissend, dass in Corona-Zeiten weiter Ausrüstung benötigt wird, verteilte ein Loitzer Geschäftsmann jetzt Gesichtsschutz, der viele Vorteile hat.
Der Loitzer Optiker Thomas Krakau spendete jetzt Loitzer Pflegepersonal Gesichtsschutz, der sie und natürlich auch die Pe
Der Loitzer Optiker Thomas Krakau spendete jetzt Loitzer Pflegepersonal Gesichtsschutz, der sie und natürlich auch die Personen, um die sie sich kümmern, vor der Ansteckung mit dem Coronavirus schützen soll. Heike Schröder, Pflegedienstleiterin der Diakonie Sozialstation Peene-Loitz, nahm die Spende gern entgegen und bedankte sich im Namen ihres Teams. Ulrike Rosenstädt
Olaf Ellwitz, Geschäftsführer der Seniorenwohnanlage Peenetal in Loitz, startete gleich nach der Übergabe der M
Olaf Ellwitz, Geschäftsführer der Seniorenwohnanlage Peenetal in Loitz, startete gleich nach der Übergabe der Masken den Selbstversuch. Ulrike Rosenstädt
Rote Hinweisschilder sind derzeit auf dem Gelände des Loitzer Seniorenpflegeheims nicht zu übersehen. Sie weisen den
Rote Hinweisschilder sind derzeit auf dem Gelände des Loitzer Seniorenpflegeheims nicht zu übersehen. Sie weisen den Gästen in Corona-Zeiten den Weg zu den hergerichteten Besucherräumen. Ulrike Rosenstädt
Loitz.

Vor allem Mitarbeiter in medizinischen und pflegerischen Berufen sind in der Corona-Krise sehr froh über jede Art von Unterstützung mit Schutzbekleidung. Wohl wissend, dass die Gefahr, die von dem Virus ausgeht, derzeit noch nicht vorbei ist, startete der Loitzer Thomas Krakau jetzt eine weitere Spendenaktion. Nachdem er als Vorsitzender des Loitzer Winzervereins Sophia Hedwig als Dankeschön Wein für Helden der Corona-Krise verteilt hatte, machte er sich jetzt noch einmal als Unternehmer auf den Weg zu mehren Stationen in der Stadt.

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Der Optikermeister hatte in den zurückliegenden Tagen nämlich Schutzmasken erhalten, die er gerne an eine Pflegestation und das Seniorenwohnheim weitergab. „Es handelt sich weniger um Masken, eher um Schutzschilde fürs Gesicht, das von der Stirn bis weit übers Kinn reicht und somit den optimalen Schutz bietet“, erklärte Thomas Krakau. Diese Masken namens Infekt-Protect-Shield werden in Deutschland produziert. „Das Tolle ist, sie sind extrem leicht, können gut gereinigt werden und haben auch den Vorteil, dass man gut atmen kann, auch als Brillenträger beschlägt nichts. Gerade für Berufsgruppen, die derzeit am Tag über mehrere Stunden Masken tragen müssen, können sie eine echte Hilfe sein“, ist Thomas Krakau überzeugt.

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Ganz gezielt überreichte er auch aus diesem Grund zehn dieser Schilde an das Team der Diakonie Sozialstation Peene-Loitz. Deren Pflegedienstleiterin Heike Schröder freute sich offensichtlich: „Wir können sie wirklich gut gebrauchen, freuen uns sehr über diese tolle Geste“, sagte sie. Schnell war klar, dieser spezielle Gesichtsschutz kommt bei den Mitarbeitern der Betreuten Wohngruppe in der Lange-Straße zum Einsatz. Zu jedem der zehn Schirme, die sie vom Optiker übergeben bekam, gehörten auch fünf Wechselfolien. „Da kommen wir eine Weile mit hin“, freute sich die Pflegedienstleiterin, ihr Schutzmittel-Depot mit dieser Spende etwas aufstocken zu können.

Virus kann auch über die Augen eindringen

Von der Diakonie-Sozialstation ging es direkt zur Seniorenwohnanlage Peenetal Am Kälberteich. Dort traf Thomas Krakau auf den Geschäftsführer der Einrichtung Olaf Ellwitz. Der reagierte ebenfalls sehr erfreut. „Danke im Namen unserer Mitarbeiter. Das ist wirklich prima. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese Art von Schutz wirklich gut funktioniert“, sagte Olaf Ellwitz nach einem kurzen Selbstversuch.

Vor der Pflegeeinrichtung setzte er gleich mal so eine spezielle Maske auf und befand sie für sehr gut. „Vor allem die Augen werden zusätzlich geschützt. Das ist gut, denn wie inzwischen ja bekannt ist, muss auch die Augenschleimhaut geschützt werden, damit nicht über diesen Weg eine Corona-Infektion in den Körper gelangt. Gut. Danke“, zollte der Geschäftsführer dem Geschäftsmann aus Loitz seinen Respekt für diese Aktion.

Strenge Regeln für Besuch in Seniorenwohnanlage

Etwas Aufmunterung und Zuspruch können gerade auch die Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen in diesen Tagen immer wieder gut gebrauchen. Auf Nordkurier-Nachfrage berichtete der Leiter der Loitzer Seniorenwohnanlage, wie sich die Einrichtung auf die Lockerungen in Bezug auf Besucher eingestellt hat. Unübersehbar wurden auf dem Gelände Schilder angebracht, die den Weg zu den beiden eigens eingerichteten Besucherräumen weisen. „Es gibt strenge Vorgaben, an die wir uns und die Besucher sich halten müssen. Dazu gehören Belehrungen, das Desinfizieren der Hände, das Abstandhalten, das schriftliche Registrieren jedes Besuchers und vieles mehr“, beschrieb Olaf Ellwitz die Situation.

Dennoch zeigte er sich optimistisch: „Bisher klappt es ganz gut. Unsere Bewohner sind so froh, dass überhaupt wieder Angehörige zu Besuch kommen dürfen, wenn auch unter anderen Umständen als in den Zeiten vor Corona.“

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Kommentare (1)

Wieviele Übertragungen über die Augen wurden bereits nachgewiesen? Diese Schilde sind NUR für den Augenschutz zertifiziert. Eine kleine Recherche beim Anbieter hätte genügt. Entweder handelt es sich um versteckte Reklame oder Panikmache?