HUNDE-SCHICKSAL

Louis genießt nach Höllenqualen sein Leben

Von der Hölle ins Hundeparadies: Der Hunderüde Louis, der in einer Malchiner Wohnung fast verhungert wäre, genießt jetzt sein Leben im neuen Zuhause auf einem Hof bei Loitz.
Louis liebt Birnen, Äpfel und Zwetschgen. "Beim Fressen stört man ihn besser nicht", sagt Pflegemutter Silke Alvermann.
Louis liebt Birnen, Äpfel und Zwetschgen. „Beim Fressen stört man ihn besser nicht”, sagt Pflegemutter Silke Alvermann. Birger Schütz
Vorbein.

Die ersten grauen Haare um die Schnauze sprießen langsam, aber ansonsten ist er topfit: Louis geht es wieder gut. Kraftvoll jagt der zehn Jahre alte Bullmastiff durch den Garten seiner Pflegefamilie bei Loitz und schnappt sich immer wieder reife Quitten, Birnen und Äpfel aus dem feuchten Gras.

Seit rund zwei Jahren ist der Rüde nun auf dem etwa 4000 Quadratmeter großen Gehöft im Umland der Peenestadt zu Hause. Hier tollt er mit Hundefreundin Aisby durch das raschelnde Herbstlaub, genießt das Gassigehen über die Äcker der Umgebung – und bekommt drei Mal am Tag zu fressen. „Dabei sollte man sich besser nicht mit ihm anlegen”, lacht Pflegemutter Silke Alvermann. „Er liebt das Fressen!” Kein Wunder.

Abgemagert und apathisch

Im Juni 2015 hatte es noch nicht nach einer so glücklichen Wendung des Hundeschicksals ausgesehen: Damals retteten Mitarbeiter des Veterinäramtes und Tierschützer den Hund aus einer Wohnung in Malchin – abgemagert bis auf die Knochen, fast verdurstet und völlig apathisch. 21 Kilogramm wog das Tier damals noch. Bei artgerechter Haltung hätte das Gewicht mindestens doppelt so hoch sein müssen – wie es jetzt auch wieder ist.

Tierfreunde zeigten sich von dem Fall erschüttert. Viele spendeten damals Geld, Futter oder Hundespielzeug.

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Kommentare (1)

sagst du - oh Mensch - sei Sünde. Doch mein Hund bleibt mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde."
Franz von Assisi.