Er hat jetzt endgültig ein festes Zuhause: Bullmastiff-Rüde Louis darf bei seiner Pflegefamilie bleiben.
Er hat jetzt endgültig ein festes Zuhause: Bullmastiff-Rüde Louis darf bei seiner Pflegefamilie bleiben. Kerstin Lenz
So furchtbar sah Louis aus, als er in einer Demminer Wohnung entdeckt wurde.
So furchtbar sah Louis aus, als er in einer Demminer Wohnung entdeckt wurde. Archiv / Kerstin Lenz
Viele Menschen nahmen Anteil am Genesungsprozess des Hundes, dem es inzwischen wieder halbwegs gutgeht.
Viele Menschen nahmen Anteil am Genesungsprozess des Hundes, dem es inzwischen wieder halbwegs gutgeht. Kerstin Lenz
Misshandelter Hund

Louis hat jetzt ein neues Zuhause

Die Ungewissheit hat für den Bullmastiff-Rüden ein Ende, er muss nicht einmal die Region verlassen. Stattdessen hat er jetzt ein Heim, von dem der Tierschutzverein sagt: „Das Beste, was ihm passieren konnte.“
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Randow

Monatelang hielt das Schicksal des Bullmastiff-Rüden „Louis“ Tierschutzfreunde nicht nur in der Region, sondern in ganz Deutschland bis in die USA in Atem, jetzt kann der Hund offensichtlich zur Ruhe kommen. Louis hat ein neues Zuhause gefunden und das gleich in der Nähe. „Wir müssen ihn nicht mehr vermitteln, er darf auf seiner Pflegestelle bleiben“, sagt Tierschutzvereinsvorsitzende Kerstin Lenz. Unüberhörbar schwingt die Erleichterung darüber in ihren Worten mit.

Begonnen hatte die Odyssee des Hundes im Juni. Damals informierten Bürger die Behörden darüber, dass das Tier allein in einer Malchiner Wohnung dahinvegetierte. Als das Veterinäramt und der von ihm dazu gerufene Tierschutzverein Demmin den Hund aus der Wohnung holten, bot sich ihnen ein Bild des Entsetzens. Der etwa acht Jahre alte Rüde war bis auf das Skelett abgemagert und völlig dehydriert. Längere Zeit war fraglich, ob er überhaupt überleben würde. Immer wieder musste er in die Tierklinik. 

Neues Zuhause in Pflegestelle

Gleichzeitig nahmen Tausende Nutzer sozialer Netzwerke Anteil an seinem Schicksal und spendeten für ihn, unter anderem, um die hohen Tierarztkosten zu begleichen. Er schaffte es sogar ins Frühstücksfernsehen. Allmählich erholte er sich.

Stark abgeklungen ist zugleich aber auch der Rummel um das Tier: Von den „gefühlten 100 Menschen“, die ihn zunächst haben wollten, seien „nicht wirklich viele übrig geblieben“, heißt es auf der Facebook-Seite des Vereins. Umso glücklicher sind dessen Mitglieder darüber, dass Louis nun bei der Pflegestelle ein neues Zuhause hat: „Wir wollen es ihm nicht mehr zumuten, nochmal umziehen zu müssen.“

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