Unsere Themenseiten

Staatsschutz ermittelt

:

Männer sollen syrische Familie in Demmin attackiert haben

Der Staatsschutz untersucht einen mutmaßlich fremdenfeindlichen Übergriff auf eine syrische Familie in Demmin.
Der Staatsschutz untersucht einen mutmaßlich fremdenfeindlichen Übergriff auf eine syrische Familie in Demmin.

Zwei Männer sollen in der Nacht zum Donnerstag eine syrische Familie bedrängt haben. Ein Mann drang laut Polizei in die Wohnung ein, in der sich zwei Kinder aufhielten.

Der Staatsschutz untersucht einen mutmaßlich fremdenfeindlichen Übergriff auf eine syrische Familie in Demmin (Kreis Mecklenburgische Seenplatte). Wie die Polizei am Donnerstag in Neubrandenburg mitteilte, sollen zwei Männer kurz nach Mitternacht gegen Haustür und Fenster der ebenerdig liegenden Wohnung der Familie geschlagen und dabei gerufen haben, dass die Bewohner „abhauen und in ihr Land zurückkehren sollen”. In der Wohnung hätten sich zu der Zeit die Mutter, ihr 13-jähriger Junge und ein 14-jähriges Mädchen aufgehalten.

Durch die Schläge habe sich ein Fenster geöffnet. Ein Tatverdächtiger soll hineingelangt und den Jungen, der auf einer Couch lag, an die Schultern gefasst und erschreckt haben. Dann habe der Mann aber von dem 13-Jährigen abgelassen. Die 34 Jahre alte Mutter habe den Mann wegdrücken und das Fenster schließen können. Zudem soll der andere Unbekannte an die geschlossene Hauseingangstür uriniert haben. Die Kinder hätten einen Schock erlitten. Die Männer flüchteten. Eine Fahndung verlief bisher ohne Erfolg.

Ein unbekannter Tatverdächtiger ist laut Polizei 190 Zentimeter groß und zum Tatzeitpunkt bekleidet mit einem blauen T-Shirt. Der zweite Tatverdächtige ist den Angaben zufolge etwa 180 Zentimeter groß und trug eine schwarze Hose und ein schwarzes T-Shirt.

Die Polizei bittet mögliche Zeugen oder Personen, die Angaben zur Identifizierung der Tatverdächtigen machen können, sich an die Einsatzleitstelle Neubrandenburg unter der Telefonnummer 0395/5582-2224, die Internetwache der Landespolizei MV unter www.polizei.mvnet.de oder aber jede andere Polizeidienststelle zu wenden.