SCHLECHTE STRAßE

Marode Straße am Devener Holz erregt die Gemüter

Seit Jahren ist die einzige zur Stadt führende Straße für die Bewohner der Siedlung am Devener Holz ein Ärgernis. Und das ist auch nach der jüngsten Straßensanierung nicht kleiner geworden.
Am vergangenen Freitag wurde in der Siedlung am Devener Holz auf rund 60 Metern Länge eine neue Schwarzdecke aufgetragen.
Am vergangenen Freitag wurde in der Siedlung am Devener Holz auf rund 60 Metern Länge eine neue Schwarzdecke aufgetragen. Das war es dann auch schon. Das Ergebnis: 10 bis 15 Zentimeter Höhenunterschied. Und nichts wurde abgesichert. Danilo Vitense
Am vergangenen Freitag wurde in der Siedlung am Devener Holz auf rund 60 Metern Länge eine neue Schwarzdecke aufgetragen.
Am vergangenen Freitag wurde in der Siedlung am Devener Holz auf rund 60 Metern Länge eine neue Schwarzdecke aufgetragen. Danilo Vitense
10 bis 15 Zentimeter Höhenunterschied.
10 bis 15 Zentimeter Höhenunterschied. Danilo Vitense
10 bis 15 Zentimeter Höhenunterschied. Und nichts wurde abgesichert.
10 bis 15 Zentimeter Höhenunterschied. Und nichts wurde abgesichert. Danilo Vitense
Demmin.

Mehr schlecht als recht. Das ist die Meinung von vielen Anwohnern der Siedlung am Devener Holz, wenn sie auf das knapp 60 Meter lange Straßenteilstück vor ihrer Haustür blicken. Keine sechs Tage ist es her, dass ein Bautrupp dort im Auftrag der Stadt Demmin zugegen war, um eine frische Schwarzdecke aufzutragen. Ort des Geschehens: von der Zufahrt ehemaliger Lagerplatz bis hin zum Haus Nr. 2. Gut eine Woche zuvor wurden die Betroffenen in einem Schreiben über die einen Tag andauernde Maßnahme informiert.

Schön, dachte sich einer der Anlieger beim Überfliegen des Briefes, wie er jetzt dem Nordkurier gegenüber sagt. Endlich passiere hier was. Denn die einzige zur Stadt führende Straße hatte schon deutlich bessere Zeiten gesehen. Intensiv getestete Autostoßdämpfer auf dem Weg zum heimischen Haus, für die Anwohner gehört das inzwischen zum Alltag. Ein Problem, das im Übrigen bereits lange bekannt ist, auch bei der Stadt.

Unfallgefahr

Man möchte also meinen, dass eine Straßensanierung, wenn auch nur in Teilen, bei den Anliegern Wohlwollen auslöst. Doch weit gefehlt. Denn das Ergebnis der Straßenbauer hat viele nicht überzeugt. „Absolut lieblos gemacht“, schimpft ein Anwohner. Und er steht mit seiner Meinung nicht alleine da. Schnell finden sich weitere Nachbarn, die es ihm gleich machen. „Das kann nicht so bleiben, wofür wurde eigentlich das Geld ausgegeben“, tönt es über die Grundstücksmauern. Es stelle eine potenzielle Unfallgefahr für Radfahrer und Fußgänger dar. Auch Autos würden hier in Mitleidenschaft gezogen.

Stolperfalle und Sprungschanze

Der Aufreger ist schnell gefunden und befindet sich am Rand des neu asphaltierten Abschnittes. Mithilfe eines Zollstocks wird das Problem untermauert. Teilweise 10 bis 15 Zentimeter beträgt nun der Höhenunterschied von Fahrbahndecke zum Seitenstreifen. „Man kann doch hier nicht so eine Sprungschanze hinbauen“, sagt ein Anwohner empört. Es sehe wie eine unfertige Baustelle aus, der Straßenrand sei nicht gemacht, links und rechts kein Sand aufgeschüttet und verfestigt. „Wenn wenigstens Warnbaken an der Straße stehen würden, um auf die Stolperfalle hinzuweisen“, sagt er. Ohne den Untergrund zu befestigen einfach Schwarzdecke rauf und fertig. Das könne doch nicht die Lösung sein.

Und was hält der Auftraggeber, das Demminer Bauamt davon? Auf Nachfrage heißt es vom stellvertretenden Leiter Thomas Engler, dass er der Sache nachgehen werde. Er wisse allerdings nicht, ob überhaupt schon eine offizielle Abnahme erfolgt sei. Die Anwohner der Siedlung am Devener Holz haben in den zurückliegenden Tagen jedenfalls keinen Bauarbeiter mehr in der Siedlung gesehen, der mit Nacharbeiten beschäftigt gewesen wäre.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Demmin

Kommende Events in Demmin (Anzeige)

zur Homepage

Kommentare (1)

ohne Randeinfassung ist keine richtige Straße, sondern eine ewige Baustelle!