CORONA-PANDEMIE

Masken-Drama im Demminer Schulbus schlägt weiter Wellen

Dass ein Zwölfjähriger morgens zu Fuß zur Schule laufen musste, weil er keine Maske dabei hatte und der Busfahrer ihn stehen ließ, sorgt für umfassende Kritik. Dabei bekommen sowohl Busunternehmen als auch die Eltern ihr Fett weg. Für die Kreis-SPD ist der Schuldige jedoch klar.
Ohne Maske bleiben die Bustüren für Schüler bei der MVVG zu. Die SPD fordert nun eine Lösung, sollte jeman
Ohne Maske bleiben die Bustüren für Schüler bei der MVVG zu. Die SPD fordert nun eine Lösung, sollte jemand die Gesichtsbedeckung vergessen haben. Eckhard Kruse
Demmin.

Im Schulbus herrscht Maskenpflicht. Eine klare Ansage, die aus den aktuellen Hygienevorschriften zur Pandemiebekämpfung hervorgeht. Im Umkehrschluss heißt das, wer keine hat, bleibt draußen. Das musste auch ein Zwölfjähriger in der Nähe von Pensin erfahren. Nachdem die Eltern Beschwerde bei der Busgesellschaft MVVG eingereicht hatten und die Öffentlichkeit suchten, schlägt der Fall nun an mehreren Stellen Wellen.

Vor allem in den sozialen Medien bilden sich zwei Fronten zu dem Fall. So wird auf der einen Seite das Verhalten des Busfahrers sowie der Service der MVVG scharf kritisiert. Den Jungen nicht mitzunehmen, sei schlicht falsch gewesen. Schließlich hätte dieser sich auch den Pullover für die drei Kilometer lange Fahrt vor das Gesicht ziehen können. Zudem wäre es unverständlich, dass es im Bus für entsprechende Situationen keine Masken zu kaufen gebe. Kritik, gleichlautend mit der der Eltern des Schülers.

Kritik an Reaktion der Mutter

Aussagen, die MVVG-Geschäftsführer Torsten Grahn nicht fremd sind. Dennoch steht er hinter der Entscheidung des Fahrers und sieht einen Maskenvorrat in den Bussen als nicht umsetzbar an. Ein Verkauf am oder im Bus sei schon deshalb nicht möglich, weil die Schüler bereits vor dem Einsteigen Mund und Nase bedeckt halten müssten. Denn in diesem Moment lasse sich der vorgeschriebene Mindestabstand unmöglich einhalten. Sein Appell an die Eltern ist daher, dass diese eine zweite Maske in die Schulrucksäcke packen, um Situationen wie in Pensin zu vermeiden.

Ein Punkt, auf den sich auch die Gegner der elterlichen Beschwerde eingeschossen haben. Im Endeffekt hätte nicht der Busfahrer fahrlässig gehandelt, sondern die Mutter selbst. Und das in zweierlei Hinsicht. Zum einen wäre es ihre Pflicht gewesen, dafür zu sorgen, dass der 12-Jährige, genau wie seine beiden Geschwister, eine Maske dabei hat. Im Notfall eben eine zweite. Schwerer wiegt jedoch die Frage, warum sie ihr Kind in dieser Situation nicht selbst zur Schule gefahren habe. Tatsächlich hatte die Mutter die gesamte Situation am Bus beobachtet, war dann allerdings zur Arbeit gefahren. Der Junge musste die drei Kilometer laufen.

SPD fordert Kaufmöglichkeit im Bus

Auch in der Kreispolitik hat der Fall für Aufsehen gesorgt. So schließt sich der SPD-Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte dem Standpunkt der Eltern an. „Es muss doch die Möglichkeit geben, eine Maske beim Busfahrer zu bekommen“, heißt es in einem Schreiben der Fraktion. Busfahrer und MVVG hätten auch in solchen Fällen eine Sorgfaltspflicht. Die Szenarien, die die Sozialdemokraten dabei aufmachen, entfernen sich jedoch vom ursprünglichen Fall des Zwölfjährigen. „Man stelle sich vor, dass ein Kind allein ohne Begleitung an der Bushaltestelle zurückgelassen werden muss, um dann den Schulweg zu Fuß zu gehen“, so die Fraktion weiter. Des Weiteren könnte das Problem auch Senioren treffen, die auf seltene Busverbindungen angewiesen sind, um Termine in der Stadt wahrzunehmen.

„Dafür muss es eine Lösung geben“, fordert die Kreis-SPD. Wie genau diese aussehen könnte und ob ein Maskenverkauf möglicherweise doch umsetzbar ist, bleibt indes zunächst offen. Klar ist jedoch, dass das SPD-Aufsichtsratsmitglied der MVVG sich kurzfristig mit dem Thema beschäftigen soll.

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Kommentare (31)

Wenn ich einen Schulbus fahre muss ich damit rechnen das ein Kind mal eine Maske vergisst - was ist das Problem - dann hat man diese in Absprache mit dem AG zur Verfügung zu haben - für nen ,,Betrieb verbundenen Putzlappen,, reicht;s doch immer beim Fahrer - oder ?

Versagen des Busfahrers?
Laut Bericht beobachte die Mutter diese Situation und zeigte null Reaktion. Von daher liegt das eigentliche Versagen bei der Mutter. Warum hier nicht andere Möglichkeiten, wie Schal oder Tuch, als Alternativen verwendet wurde, um eine Mitnahme zu gewährleisten, steht nun halt im Raum. Im Sport nennt man es Tatsachenentscheidung oder im Alltag auch als Denkzettel bekannt.
Mir fällt immer mehr auf, dass Menschen den Kopf für das Fehlverhalten anderer herhalten müssen. Von der Deutschen Tugend ist nicht mehr viel übrig.

Im ersten Artikel zu diesem Fall steht, dass der Junge den Busfahrer gefragt hätte, ob er seinen Pullover über die Nase ziehen dürfe. Das wäre vom Busfahrer abgelehnt worden.
Wenn ich mir ansehe, mit welchen "Masken" manche Zeitgenossen im Bus unterwegs sind , erscheint mir das Verhalten des Busfahrers ziemlich arrogant. Vermutlich hätte er sich so etwas bei einem Erwachsenen nicht getraut.

Sagt wer? Wo steht das? Ist das angeordnet worden? Oder ist das eine eigene Idee von Ihnen?

§ 618 BGB

Zitat:
"Ein Verkauf am oder im Bus sei schon deshalb nicht möglich, weil die Schüler bereits vor dem Einsteigen Mund und Nase bedeckt halten müssten."
Ende

Darf der Fahrer nicht von seinem Arbeitsplatz aufstehen und eine Maske nach draußen reichen, wenn alle anderen Fahrgäste eingestiegen sind? Für einen Vorrat von 10 Masken wird sich doch irgendwie noch ein Platz zum Aufbewahren finden! Bei unseren Verkehrsunternehmen hatten die Fahrer bis vor 10 Jahren am Frauentag für die ersten Frauen noch kleine Flaschen Sekt als Dankeschön des Verkehrsunternehmens an Bord!

Es sollte eigentlich um Gesundheit gehen. Längst wird das nicht mehr abgewogen. Es geht nur noch um Macht. Mächtige. Ermächtigung!

....aus „Masken nützen nichts“, „Menschen, die in Apotheken Masken kaufen, sind unsolidarisch“ im März wurde nach und nach „Menschen, die keine Masken tragen, sind gefährlich und unsozial“. Gesundes Mittelmaß ist in dieser Gesellschaft Fehlanzeige. Die Moralwächter und Wahrheitswisser haben Hochkonjunktur, ebenso die Denunzianten und Schickanierer.
Mittlerweile heilt der Zweck offensichtlich alle Mittel.
Viele Zeitgenossen erleben jetzt Allmacht. Unerträglich

....aus „Masken nützen nichts“, „Menschen, die in Apotheken Masken kaufen, sind unsolidarisch“ im März wurde nach und nach „Menschen, die keine Masken tragen, sind gefährlich und unsozial“. Gesundes Mittelmaß ist in dieser Gesellschaft Fehlanzeige. Die Moralwächter und Wahrheitswisser haben Hochkonjunktur, ebenso die Denunzianten und Schickanierer.
Mittlerweile heilt der Zweck offensichtlich alle Mittel.
Viele Zeitgenossen erleben jetzt Allmacht. Unerträglich

Oh, noch so ein verpeilter AFD-jünger.

der AFD gerne Zuwachs wünschen, bleibt Ihnen dafür nur die nächste Wahl. Für dieses Forum hier sind Argumente der gewünschte Text. Haben Sie keine mehr? Eine neue Tradition lädt neuerdings zum Klatschen für Leute, die es schwer haben ein. So - fertig.
Ich hoffe, es hilft

..für die man im professionellem Umfeld (z.B. Handwerk) strenge Arbeitsschutzvorschriften und Pausenzeiten gelten. Die am Mittwoch vorgestellte Studie aus Dänemark mit 6000 Teilnehmern hat ebenfalls keine Hinweise auf die Wirksamkeit der Masken gebracht. Gehts noch? Die Masken aus 2020, sind so wirksam wie die Halstücher in der DDR. Ich sehe auch Parallelen NS Symbole aus den 1930ern. Hauptsache jeder macht mit. Obs hilft ist eigentlich egal!

Die dänische Studie hat nur die Anteile% mit Covid19 Infizierten ermittelt, Gruppe mit und ohne Maske. Was sie aber nicht gemacht haben, was auch von der Studie bekräftigt würde, dass sie nicht die Übertragung von Covid 19 ermittelt haben. Also es fand keine Studie über den Eigenschutz mit oder ohne Maske statt.
Immer schön bei der Wahrheit bleiben, sonst wäre ihr Kommentar auch nur Propaganda.

Die DGUV Regel 112-190 bezieht sich auf körperliche Tätigkeiten in potentiell partikelbelastetem Umfeld. Sie wollen nicht ernsthaft Kinder, die Stofftücher oder OP-Masken tragen, mit den filtrierende Masken tragenden Arbeitern z.B. in Schlossereien und Lackierbetrieben vergleichen?

Die dänische Studie sagt genau nicht aus, was Sie hier behaupten.
Zur Medienkomptenz gehört, sich mit Primärquellen zu befassen, statt irgendwo Quark abzuschreiben und weiterzuverbreiten.

Mit der Gleichsetzung von Masken mit NS-Symbolen disqualifizieren Sie sich endgültig.

Was mich wundert, die Königin von MV ist doch bisher dafür bekannt, dass MV mit die schärfsten Regeln hat(te)! Hat sie die Maskenpflicht im Unterricht vergessen?

Entschuldigung, aber Sie spinnen wohl?! Ich will doch mal stark hoffen, dass dieser Kommentar von Ihnen ironisch gemeint war.

...Ihnen ironisch gemeint war."

100 Punkte!

😜

Wenn es alles so abgelaufen ist, wie im Artikel beschrieben, besonders das Verhalten der anwesenden mutter, könnte man zu der Auffassung gelangen, dass es eine bewusste Provokation war um das Thema in die Presse zu bringen... leider auf Kosten des Kindes und unter Missachtung des Kindeswohls durch die Mutter.

Sehe ich genauso...

Ich bitte um eine oder mehrere seriöse Quellen, die nachweisen, dass Masken die Übertragung von Covid 19 - Viren verhindern

http://ftp.iza.org/dp13319.pdf
https://msphere.asm.org/content/5/5/e00637-20

Und ich bitte um eine seriöse Quelle,die nachweisen kann, das Masken sinnlos sind. Bitte keine Quellen von Selbsternannten Verschwörungspredigern. Sie werden nichts finden was dagegen spricht. Das, was sie finden werden, ist gequirlte Sch... von genau diesen Typen und nicht aussagekräftig.

"Bae et al. untersuchten in einem Experiment an 4 Sars-CoV-2-
positiven Patienten chirurgische Masken und Baumwollmasken
im Hinblick auf deren Fähigkeit, die abgegebenen Viren während
eines Hustenmanövers abzufiltern. Dabei wurden Viren-Kultur-
platten in 20 cm Abstand vor dem Kopf der Patienten platziert.
In dem Experiment wuchsen 2,56 log Virus-Kopien/ml beim
Husten ohne Maske, 2,42 log Kopien/ml beim Tragen einer
chirurgischen Maske und 1,85 log Kopien/ml beim Tragen einer
Baumwollmaske. Die Autoren kamen zum Schluss, dass keine
der untersuchten Masken (auch nicht die chirurgische Maske)
eine effektive Filterleistung erzielte [10]."

[https://pneumologie.de/fileadmin/user_upload/COVID-19/2020-05-08_DGP_Masken.pdf]

Das genannte PDF wurde mehrfach in folgender Seite zzitiert:
https://correctiv.org/faktencheck/medizin-und-gesundheit/2020/08/19/die-angebliche-gesundheitsgefahr-durch-masken-was-ist-an-den-behauptungen-dran/

... wenn es rechtlich keine Verpflichtung gibt eine Maske im Bus vorzuhalten um Mitfahrer aus einer misslichen Situation doch noch das Mitfahren zu ermöglichen möchte ich noch eine andere Komponente beleuchten:

Aus meiner Sicht hat der Busfahrer seine ihm obliegenden Pflichten gröblichst verletzt. Warum?

1. Es gibt einen Beförderungsvertrag zwischen dem Landkreis und dem Verkehrsunternehmen. Ein Verstoß dagegen liegt nicht vor.
2. Die bestehende VO zum Infektionschutz schreibt lediglich vor, einen Mund-Nasenschutz. Mit dem Pullover über der Nase hätte der
Schüler keinen Verstoß gegen diese VO begangen.
3. Daraus resultiert eine Beförderungspflicht des Verkehsunternehmens gegenüber dem Auftraggeber.
4. Das Verkehrsunternehmen hat gegenüber den Schülern eine " Garantenstellung" aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) und
zwar aus der Verpflichtung zur Beförderung des Schülers.
5.Jedoch ist die Handlungsweise des Busfahrers mehr als Fragwürdig und schädigt das Ansehen des Verkehrsunternehmens
erheblich. Die Handlungsweise des Geschäftsführers ist ebenfalls zu beanstanden. Ein Fall für den Vorstand/Aufsichtsrat.
6. Somit lag kein sachlicher Grund vor. Damit ist die Handlung auch nicht verhältnismäßig. Das heißt: sie ist weder geeignet, noch
erforderlich und schon gar nicht zwingend erforderlich gewesen aber auch nicht angemessen.
Damit bleibt es eine rechtlich unerlaubte Handlung.
7. Nach meinem Rechtsverständnis ist zu prüfen ob sich der Busfahrer nicht der Nötigung gem. § 240 StGB zum Nachteil des
Schülers strafbar gemacht hat. Dazu jedoch müssten die Eltern eine Anzeige erstatten oder die Polizei oder Staatsanwaltschaft
ermittelt von Amtswegen.

Also ganz so einfach wie sich der Geschäftsführer es sich macht, ist es doch nicht.

Das Fehlverhalten der Mutter ändert an der Verhaltensweise des Busfahrers nichts.

Aufgrund des Fehlverhalten der Mutter steht der Busfahrer in Kritik, ihr Deppen.
Nochmal ... Die Mutter hat diese Situation beobachtet und somit steht die Mutter eh als 1. Person in Pflicht ( Erziehungrecht/ Sorgepflicht).
Was unternahm die Mutter? ... Nichts!!! Außer in das Auto zusteigen. Sie ließ ihr Kind alleine in dieser Situation. Super... Genau mein Humor.

oder keines, was die 3 km zur Schule in 5 min geschafft hätte.

Außerdem ist sie Sklavin und hat keinen Arbeitgeber, der Verständnis für 3,5 - 6,25 min Zuspätkommen gehabt hätte.

Arme, schuldige Frau.

Die Mutter hätte das Kind einfach fahren können statt länger als das gedauert hätte da jetzt so ein Fass aufzumachen.
Man hat den Eindruck Aufregen wird der neue Volkssport.

Ist es doch schon jahrelang und auch das für eigene Fehler und Versäumnisse andere schuld sind! Kenne viele Menschen, die wissen noch nichtmal wie der Nachbar heisst und wie der aussieht!

der keine 3 km laufen kann, ist zu bedauern! Playstation-Krankheit.

Kinder sind weitaus geringer gefährdet als Erwachsene Personen. Die Masken schützen nur sehr wenig vor dem Virus. Es wäre gut, wenn der Busfahrer einfach ein Auge zudrückt. Was ist wenn eine Maske mal im Bus kaputt geht? Schmeißt er die Kinder dann auch raus? Der Busfahrer handelt unverhältnismäßig. Dem Busfahrer sei empfohlen, vor allem Ruhestörer und Nervensägen vor die Tür zu setzen. Die können auch mal 3 Kilometer zu Fuß laufen. Der Schulbus ist kein Spielplatz, sondern ein öffentliches Transportmittel!