TARIFSTREIT BEENDET

Mehr Geld für Demminer Krankenhauspersonal

Die langwierigen Tarifverhandlungen am Demminer Kreiskrankenhaus sind vorläufig zu Ende. Schon ab April bekommen die Mitarbeiter mehr Gehalt.
Geschäftsführung und Mitarbeiter sind sich vorerst einig geworden. Ab April gibt es im Demminer Krankenhaus mehr Gel
Geschäftsführung und Mitarbeiter sind sich vorerst einig geworden. Ab April gibt es im Demminer Krankenhaus mehr Geld. Denny Kleindienst
Demmin.

Auch wenn die Verhandlungen durch die Corona-Krise ins Stocken gerieten, gab es im Arbeitskampf am Demminer Kreiskrankenhaus nun doch eine Einigung. 2,5 Prozent mehr Gehalt bot die Krankenhaus-Geschäftsführung den Angestellten, ausgenommen Ärzten, zuletzt an. Als starkes Zeichen, dass die Mitarbeiter auch in der Krise nicht vergessen werden. Laufen soll dieser Tarifvertrag ab dem 1. April dieses Jahres und bis einschließlich 31. Dezember 2020.

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Zwar wurde auch dieses Angebot in der Tarifkommission nach den vorangegangenen Verhandlungen kritisch beäugt. Doch schlussendlich stimmte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi dem Vorschlag zu. „In Demmin bleibt es in Zeiten der Corona-Pandemie nicht nur bei wertschätzenden Worten für die Beschäftigten in den Krankenhäusern, wie wir sie täglich in den Medien hören“, so Verdi-Gewerkschaftssekretärin Martina Hartung. Mit der Tarifeinigung sei eine finanzielle Entwicklung und Absicherung für die Beschäftigten gelungen.

Rückkehr zu TVöD trotzdem nicht vom Tisch

Ähnlich positiv ist auch Geschäftsführer Kai Firneisen gestimmt. „Es ist gut, dass wir eine Sorge weniger haben“, sagt er. Auch die Mitarbeiter hätten ihre Freude darüber signalisiert. „Wir sind dankbar, dass das jetzt so zügig und unkompliziert funktioniert hat“, sagt er. Sein Dank gelte dabei auch der internen Tarifkommission, die mit Übersicht und Verständnis gehandelt hätte. Die Hoffnungen der Angestellten waren jedoch eigentlich andere. Denn bei den Verhandlungen ging es um eine Rückkehr in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD). Effektiv würde das 7,5 Prozent mehr Gehalt bedeuten.

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Vom Tisch sind diese Forderungen aber noch nicht. So sieht Verdi in der Laufzeit der neuen Vereinbarung die Chance, in absehbarer Zeit weitere Gespräche anzustoßen. Auch Geschäftsführer Firneisen ist dazu bereit. „Wir gehen davon aus, dass 2021 wieder ruhiger wird“, sagt er. Dann könnten die Verhandlungen neu gestartet werden, um einen langfristigen Vertrag zu erarbeiten.

 

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