Viel macht die Marktsüdseite derzeit nicht her –doch das soll sich ändern. Zumindest sind entsprechende Vorste
Viel macht die Marktsüdseite derzeit nicht her –doch das soll sich ändern. Zumindest sind entsprechende Vorstellungen seit Jahren im Gespräch. Eine Zwischenlösung könnte jetzt konkrete Formen annehmen. Pablo Himmelspach
Stadtentwicklung

Mit alten Ideen zur neuen Demminer Marktsüdseite

Demmins Dauerthema der Marktsüdseitenbebauung zieht auch 2022 wieder seine Runden durch die Stadtpolitik. Eine endgültige Lösung ist aber weiterhin nicht in Sicht.
Demmin

Kaum hat das politische Jahr in der Hansestadt Schwung geholt, schon kommt ein dickes Brett auf den Tisch, an dem Verwaltung und Parlamentarier bereits eine ganze Weile herumbohren. Die Marktsüdseite.

Gelegen zwischen Bundesstraße, Rathaus und alten Wohnblocks schwebt über der Grünfläche seitens der Stadt der große Wunsch einer Bebauung. Die klare Linie, was dort entstehen soll und vor allem wann mit einer Umgestaltung begonnen wird, lassen die Verantwortlichen jedoch vermissen. Auch die fast drei Jahre alten Ideen, welche im jüngsten Stadtentwicklungsausschuss erneut zur Debatte standen, sind am Ende bestenfalls eine Übergangslösung.

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UWG pocht auf Schülerentwürfe

„Wir sollten uns für die Fläche etwas einfallen lassen“, sagte UWG-Mitglied Detlev Ganz. Und seitens der Wählergemeinschaft gibt es durchaus Ideen, in welche Richtung es mit der Marktsüdseite gehen könnte. So liegt ein Antrag der zweitgrößten Fraktion vor, mit dem die Verwaltung beauftragt werden soll, die Planung für die Begrünung 2022 in Angriff zu nehmen. Als Grundlage dafür dienen bestehende Vorschläge, die bereits 2019 auf viel Gegenliebe gestoßen sind. „Wir haben schöne Vorentwürfe des Gymnasiums erhalten“, so Ganz.

Warme Worte, die den Ideen vor knapp drei Jahren jedoch nicht zur Realisierung, sondern einem Schicksal in der Schreibtischschublade verhalfen. Denn tatsächlich hatte auch der Verein „Freunde der Kirche Nossendorf“ um Hans-Jürgen Syberberg Ideen für die Nutzung des Platzes und dazu zudem Kontakt mit Architekturbüros hergestellt. Selbst ein einjähriges Optionsangebot für 2020 bekam der Verein von der Stadt, um die Machbarkeit zu eruieren. Am Ende scheiterten die resultierenden Vorschläge jedoch an der Finanzierungsfrage. Das Ringen um die Marktsüdseite stand wieder am Anfang.

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Provisorium für unbestimmte Zeit

„Wir sind uns alle einig, dass wir die Marktsüdbebauung, so sie denn möglich ist, auch möglich machen“, sagte Ganz. Ein Punkt, welcher in der Antragsbegründung noch einmal deutlich wird. „Die Gestaltung des Platzes soll eine spätere Bebauung nicht verhindern“, heißt es da. Das bedeutet jedoch keineswegs eine Koexistenz der Entwürfe ehemaliger Schüler des Goethe-Gymnasiums und eines möglicherweise neuen Bauwerks in der Innenstadt.

Vielmehr steht bereits fest, dass die neue Bepflanzung und Gestaltung wieder weichen müssten, wenn doch noch gebaut wird. Ein Problem, welches auch den Antragstellern selbst nicht verborgen bleibt. „Wenn wir was beschließen und es geht in drei Jahren los mit dem Bauen, war es relativ umsonst“, so Ganz. Aber es sei auch durchaus möglich, dass die jetzt angestoßene Lösung auch noch zehn Jahre Bestand habe.

Klar ist, die Entscheidung müssen die Stadtvertreter gemeinsam fällen. Bis es soweit ist, soll der Antrag seine Runden durch die übrigen Ausschüsse drehen. Seitens des Stadtentwicklungsausschusses gab es am Mittwoch indes keine Bedenken gegen den Vorstoß.

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