LAND MACHT GELD LOCKER

Mut zum Großprojekt zahlt sich für Loitz aus

Loitz hat Fördermittelzusagen über mehr als eine Millionen Euro erhalten, die in den Bau eines besonderen Quartiers in der Innenstadt fließen sollen.
Die Idee, in der Loitzer Innenstadt ein Quartier entstehen zu lassen, das medizinische Versorgung und barrierefreies Wohnen ve
Die Idee, in der Loitzer Innenstadt ein Quartier entstehen zu lassen, das medizinische Versorgung und barrierefreies Wohnen vereint, wird immer konkreter. Ulrike Rosenstädt
Loitz.

Kurz und bündig, gespickt mit gleich zwei sehr guten Nachrichten – so lässt sich der Verlauf der jüngsten Loitzer Stadtvertretersitzung auf den Punkt bringen. Mit der Vorstellung der neuen Projektkoordinatorin für „Zukunftsstadt 2030+“ standen am Dienstagabend nicht nur Sarah Dittrich, sondern auch Fragen im Raum: „Kann das Mehrgenerationenquartier in der Innenstadt im Rahmen der Zukunftsstadt-Phase drei nun realisiert werden oder nicht? Was ist dran an den Aussagen, dass Baumaterialien von dem Projektgeld nicht bezahlt werden können?

„Das Bundesbildungsministerium, das ja die Zukunftsstadt initiiert hat und auch fördert, hat genaue Richtlinien für die Finanzierung herausgegeben. An dieser Stelle gebe ich aber gern an die Bürgermeisterin ab, die mehr zum geplanten Quartiersbau sagen kann“, delegierte Sarah Dittrich das Thema an die Verwaltung. Gern reichte auch Bürgermeisterin Christin Witt diesen Part an den Loitzer Kämmerer Achim Schult weiter. Der konnte mit konkreten Zahlen aufwarten: „Die Idee zum Bau eines Quartiers in der Innenstadt ist im Rahmen der Zukunftsstadt entstanden. Das ist richtig. Doch relativ schnell war klar, dass es darüber nicht finanziert werden kann, wir also andere Wege gehen müssen. Also sind wir unter anderem nach Schwerin gefahren, haben mehrfach Gespräche geführt und erst vor wenigen Tagen eine Fördermittelzusage in Höhe von 630.000 Euro vom Land, konkret über den Fonds zur Unterstützung Ländlicher Gestaltungs-Räume, erhalten.“ Das war die erste gute Nachricht, die der Kämmerer gern überbrachte. Die zweite: „Über die Städtebauförderung erhalten wir 500.000 Euro für Maßnahmen der Vorbereitungen für das Quartiers-Bauprojekt in der Baustraße.“

Stadt muss auch Eigenanteil aufbringen

Wie jedes Ding hat leider auch eine gute Nachricht zwei Seiten. Der Hüter des Loitzer Haushaltes gab zu bedenken: „Wir dürfen natürlich nicht vergessen, dass diese Förderung auch an einen Eigenanteil gebunden ist. Loitz nimmt sich mit diesem Projekt sehr viel vor. Es ist gut, aber auch eine große Aufgabe, die wir da bewältigen wollen.“ Konkret muss die Stadt für die Städtebau-Fördermittel ein Drittel an Eigenanteilen aufbringen. Und welche Gegenfinanzierung verlangen die Landesmittel? „Die werden zum Glück zu 90 Prozent gefördert“, informierte Kämmerer Achim Schult auf Nordkurier-Nachfrage. Die Verwaltung hatte für Loitz eine Verlängerung der Städtebauförderung beantragt. Mit Erfolg, wie die aktuellste Fördermittelzusage deutlich macht.

Auch wenn Loitz sich mit dem Bau des Quartiers, das ein medizinisches Versorgungszentrum, barrierefreie Wohnungen und einen generationenübergreifenden Treffpunkt unter einem Dach vereinen soll, möglicherweise im Vorfeld viel zumutet, halten zunächst am Projekt Beteiligte und Stadtvertreter zur Stange. Ob das so bleibt, werden die künftigen Haushaltsdiskussionen zeigen. Die dürften an der einen oder anderen Stelle spannend und lebhaft werden, denn die zugesagten aktuellen Fördersummen von insgesamt knapp über einer Million Euro reichen zunächst für alle Vorbereitungen, wie Gutachten, Bauplanungen und Rückbau.

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