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Neue Vorwürfe gegen Ex-Chef von Ökotech

Auf dem Betriebsgelände von Ökotech am Demminer Stadtrand ist längst Ruhe eingekehrt. Auf der Bühne der Kommunalpolitik wirft die Beschäftigungsgesellschaft immer längere Schatten.
Auf dem Betriebsgelände von Ökotech am Demminer Stadtrand ist längst Ruhe eingekehrt. Auf der Bühne der Kommunalpolitik wirft die Beschäftigungsgesellschaft immer längere Schatten.
Carsten Büttner

Das Ende der kommunalen Beschäftigungsgesellschaft Ökotech in Demmin ist längst besiegelt und immer noch kommen neue Ungereimtheiten ans Licht. Dem Rathauschef wird das kaum gefallen. Es geht um Nebenjobs, den Dienstwagen und ein "unangemessenes" Gehalt.

Dass sich die längst geschlossene hansestädtische Beschäftigungsgesellschaft quasi als Untote noch einmal in ein kommunalpolitisches Minenfeld verwandelt, kann dem Demminer Bürgermeister Michael Koch kaum gefallen. Nein, ihm sei nicht bekannt, dass der ehemalige Geschäftsführer der Ökotech GmbH eine Nebentätigkeit ausgeübt habe, ließ er auf Nachfrage wissen. Der Aufsichtsrat werde sich damit in seiner nächsten Sitzung befassen.

Pkw nicht im Fuhrpark der Stadt

Der angebliche Nebenjob als Vertriebspartner einer Telefongesellschaft, abgewickelt über die Betriebsadresse der Beschäftigungsgesellschaft, ist nicht die einzige kritische Frage, die die Stadt-Fraktion der Unabhängigen Wählergemeinschaft in Sachen Ökotech an den Demminer Rathauschef gestellt hat. Die UWG will auch wissen, wer seinerzeit die ihrer Ansicht nach "unangemessene" Höhe des Geschäftsführergehalts festgelegt hat und sieht Ungereimtheiten im Verkauf des Ökotech-Dienstwagens: "Warum wurde der Pkw an den ehemaligen Geschäftsführer veräußert und nicht in den Fuhrpark der Stadt übernommen?"

Genügend Klärungsbedarf scheint es also zu geben sowohl für den Ökotech-Aufsichtsrat als auch für eine Sondersitzung des Stadtparlaments, wie sie die Fraktionen UWG und Die Linke mittlerweile fordern.

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