Bislang sind sechs Standorte in Demmin mit freiem WLAN ausgestattet. Nach Wunsch der AfD-Fraktion sollen fünf weitere daz
Bislang sind sechs Standorte in Demmin mit freiem WLAN ausgestattet. Nach Wunsch der AfD-Fraktion sollen fünf weitere dazukommen. Karsten Riemer
Freies Internet

Neue WLAN-Hotspots für Demmin sollen geprüft werden

Kostenloses Internet ist in Demmin – zumindest an bestimmten Orten – für jeden nutzbar. Nach Wunsch der AfD soll sich die Zahl der Hotspots jedoch nahezu verdoppeln.
Demmin

Ohne Zugang zu schnellem Internet geht in der digitalisierten Welt kaum noch etwas. Egal ob Nachrichten, Soziale Medien oder Informationen über kulturelle Angebote – alles lässt sich bequem auch mobil mittels Smartphone abrufen. Zumindest, wenn die Netzabdeckung stimmt. Um den einfachen Zugang ins Netz für jedermann darüber hinaus zu sichern, setzt Demmin auf WLAN-Hotspots in bestimmten Bereichen des Stadtgebiets. Für die AfD-Fraktion gibt es diesbezüglich jedoch durchaus Luft nach oben.

Bei freiem WLAN bisher vor allem an Touristen gedacht

So hatte die Fraktion um Norina Thiel im Rahmen des vergangenen Stadtentwicklungsausschusses einen Antrag auf den Tisch gelegt, der für die Einrichtung neuer mobiler Hotspots sorgen soll. „Das könnte für Touristen und Demmins Jugendliche sehr positiv sein“, so die Fraktionschefin.

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Tatsächlich lag der Fokus des freien WLAN in der Vergangenheit primär auf dem touristischen Nutzen. So sind es in erster Linie die zentralen Anlaufstellen an der Stadtinfo, dem Luisenplatz, dem Markt oder dem Hanseviertel, die vom kostenlosen Zugang zum Internet profitieren. Insgesamt kann Demmin laut Verwaltungsangaben sechs dieser Hotspots vorweisen.

Nichtsdestotrotz hat die städtische AfD eine WLAN-Wunschliste vorbereitet, die das bisherige Angebot nahezu verdoppeln würden. „Wir könnten uns vorstellen dass im Marienhain, in der Biberburg, am Sportgelände am Schwanenteich, am Skateplatz und am Bahnhof welche eingerichtet werden“, so Thiel. Ein Antrag, der entgegen früherer Vorstöße der Partei im Stadtentwicklungsausschuss auf einige Gegenliebe stieß. „Ich denke, das kann man ohne Weiteres weiter bearbeiten“, so der Ausschussvorsitzende Rainer Tietböhl (IVD). Vor allem die Biberburg sei gut vorstellbar.

Vorschlag würde die Stadt jährlich knapp 3000 Euro kosten

Allerdings hängt an einem derartigen Unterfangen für mehr kostenloses Internet in der Hansestadt dennoch ein Preisschild – zumindest für die Stadtkasse. 49 Euro kostet ein einzelner der Hotspots pro Monat. Sollten alle von der AfD gewünschten Internetzugänge installiert werden, summieren sich die Kosten jährlich auf 2940 Euro.

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Das ist ein Punkt, der auch die Verwaltung beschäftigt. „Wir haben das im Blick und müssen gucken, welche Möglichkeiten es gibt, das zu vergünstigen“, so Bürgermeister Thomas Witkowski (CDU). Zudem ließe sich zum Beispiel prüfen, ob der Skateplatz auch von dem bestehenden Netz in der Beermann-Arena mitversorgt werden könnte.

Fakt ist: Frühestens im Herbst ist mit neuen Erkenntnissen zu rechnen. So haben die Parlamentarier der Verwaltung bis zur nächsten Ausschusssitzung im September einen Prüfauftrag bezüglich der passenden Voraussetzungen weiterer Hotspots erteilt.

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