LANGWIERIGE SANIERUNG

Neuer Kulturverein unterstützt die Rettung von Schloss Broock

Mit einem Kulturverein Schloss Broock wollen die Mitstreiter das Sanierungsprojekt unterstützen. Viel ist geplant, um Broock in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.
Ulrike Rosenstädt Ulrike Rosenstädt
Am Schloss ist viel zu tun.
Am Schloss ist viel zu tun. Ulrike Rosenstädt
Rainer Grassmuck (rechts), der Vorsitzende des Kulturvereins Schloss Broock, und sein Mitstreiter, der Maler Frank Kamp, haben über die Arbeit des Vereins berichtet.
Rainer Grassmuck (rechts), der Vorsitzende des Kulturvereins Schloss Broock, und sein Mitstreiter, der Maler Frank Kamp, haben über die Arbeit des Vereins berichtet. Ulrike Rosenstädt
Broock.

Das Wort Labor kommt alles andere als langweilig daher: Es stellt sofort Assoziationen her, weckt Neugier. Erst recht, wenn es so überhaupt nichts mit Reagenzgläsern oder Blutproben zu tun hat. Die Mitglieder des neugegründeten Kulturvereins Schloss Broock mit dem Beinamen – „Das Kunstlabor im Tollensetal“ verfolgen jetzt einen ernst zu nehmenden Plan, nämlich den, sich einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Dafür mussten sie sich am Wochenende nicht einmal groß anstrengen, denn Hunderte von Menschen kamen in die ehemalige Reithalle, um das Osterfeuer-Programm am Schloss Broock live mitzuerleben. Dort hatten der Vorsitzende des Vereins, der Konzeptkünstler Rainer Grassmuck, und seine Mitstreiter, der Maler Frank Kamp und der Grafiker und Musiker Jan Fischer, einen Infostand aufgebaut. Es gab Flyer über das Sanierungsprojekt Schloss Broock, Aufnahmeanträge für den Kulturverein und Infos über dessen Satzung. Auch in einem Kunstlabor kann schließlich nicht jeder machen, was er will.

Projekt für sieben Orte

Oder etwa doch? Dass gerade das Tollensetal viel Raum für Kreativität bietet, ist bereits bekannt. Nicht von ungefähr haben sich Keramiker, Maler, Grafiker und Fotografen sowie Theaterschaffende bewusst diese Region gewählt, um weitestgehend ungestört arbeiten und leben zu können. Neu ist allerdings, was sich die Mitglieder des Kunstvereins für die nächste Zeit vorgenommen haben: „Wir wollen Projekte anschieben, die den sieben Orten, die zur Gemeinde Alt Tellin gehören, eine Identität verleihen“, sagte Rainer Grassmuck.

Viel konkreter mochte der Vereinsvorsitzende noch nicht werden: „Wir bemühen uns derzeit um Förderung, sammeln noch Ideen, wir gehen dann an die Öffentlichkeit, wenn wir mit dem die Orte verbindenden Projekt tatsächlich beginnen.“ Der Name Labor hält eben doch, was er verspricht. Es wird probiert, experimentiert, zunächst hinter verschlossener Tür. So bleibt’s, auch in Sachen Kultur, im Tollensetal weiter spannend.

Kunst:Offen am Schloss Broock

Kein Geheimnis ist allerdings, dass sich der Verein in einer gemeinschaftlichen Form an der landesweiten Aktion Kunst:Offen beteiligt. Zu sehen und zu hören gibt es am Pfingstwochenende vom 8. bis 10. Juni auf dem Gelände von Schloss Broock, reichlich Bilder und Musik. Besucher sind an diesen Tagen jeweils von 10 bis 18 Uhr willkommen.

Doch schon vorher setzen die kreativen Laboranten auf das Interesse von Kinofreunden. Die sind am 25. Mai um 20 Uhr in der ehemaligen Reithalle des Schlosses, die baulich bereits gut hergerichtet ist, willkommen. Gezeigt wird der Streifen „Der Mann mit der Kamera“, ein Stummfilm, der aus dem Leben Moskaus Ende der 1920er Jahre erzählt, und jüngst einen neuen Soundtrack erhalten hat. www.kulturverein-schloss-broock.de

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