Digitalisierung geplant

Nordkurier-Bildarchiv wird zu Demminer Heimatgeschichte

Jahrzehntelang wurden Fotografien für die Zeitung analog archiviert. Genutzt wird der so entstandene Fundus heute jedoch nur selten. Die Bilder und Negative des Demminer Nordkurier werden daher nun vom Demminer Heimatverein aufgearbeitet.
Die Verträge sind unterzeichnet. Offiziell hat Nordkurier-Chef-redakteur Jürgen Mladek (links) das Fotoarchiv an Kar
Die Verträge sind unterzeichnet. Offiziell hat Nordkurier-Chef-redakteur Jürgen Mladek (links) das Fotoarchiv an Karsten Behrens vom Demminer Heimatverein übergeben. Karsten Riemer
Demmin

Sechs metallene Schubladen voller Bilder, stapelweise Ordner mit Negativen, Umzugskisten mit Filmdosen und Foto-CDs – es ist ein fotografisches Archiv, welches Jahrzehnte umspannt. Sicher verwahrt in der Demminer Nordkurier-Redaktion. Doch die Digitalisierung hat diesen Schatz an Zeitzeugnissen beinahe in Vergessenheit geraten lassen. Genutzt wurde das umfangreiche Archiv zuletzt nur, um in Erinnerungen zu schwelgen. Doch künftig soll sich das wieder ändern und die alten Ansichten für alle verfügbar gemacht werden.

Federführend dabei ist der Demminer Heimatverein um Karsten Behrens. Vertraglich geregelt mit dem Nordkurier, wurden daher gestern die Fotografien offiziell an die Ehrenamtler übergeben. Bis die Aufnahmen jedoch fein säuberlich sortiert sind, wird noch einige Zeit vergehen. „Zunächst einmal müssen wir eine grobe Übersicht schaffen“, so Behrens.

Für jedermann zugänglich machen

Als Arbeitsort ist dafür das Braustübchen in der Clara-Zetkin-Straße vorgesehen. Im Zuge der ersten Sichtung steht dann die Konzeptionierung einen geeigneten Ablagesystems an. Eine Marathonaufgabe, die der stellvertretende Vereinsvorsitzende David Krüger übernehmen soll. Bereits für die Internetseite www.demminer-heimatgeschichte.de hat er ein ähnliches Projekt maßgeblich betreut. Dabei wurden Dokumente und Ausstellungsstücke aus dem Bestand des einstigen Kreisheimatmuseums digital aufgearbeitet.

Mit der reinen Sortierung ist es bei einem derartigen Unterfangen allerdings nicht getan. „Das muss auch richtig aufbewahrt werden“, sagt Behrens. Schon während der ersten Sichtung der Fotografien sei unter anderem aufgefallen, dass einige Folien oder Umschläge nicht dafür geeignet sind. Ebenso wie verrostete Büroklammern.

„Wenn alles vernünftig untergebracht ist, wird der Fundus digitalisiert“, sagt Behrens. Das große Ziel am Ende ist klar: Ein umfassendes Verzeichnis anlegen, in dem die einzelnen Bilder von jedermann schnell gefunden und genutzt werden können.

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Kommentare (1)

Die tausenden (zehntausenden?) Aufnahmen vor dem Vergessen zu bewahren ist eine wichtige Aufgabe. Die verschlagwortung solcher Bildbestände ist mühsam und sehr zeitaufwendig - wird sie aber konsequent durchgeführt ist es möglich mit dem Suchbegriff *Mähdrescher *1956 wirklich die passenden Ergebnisse zu bekommen. Damit kann der Verein auch Einnahmen (Spenden) generieren um die sachgerechte Arbeit und Aufbewahrung zu ermöglichen.

Viel Erfolg!!!