Carsten Tietböhl (WG Ländlicher Raum) hat die Mehrheit der Stimmen in Nossendorf bekommen. Er bleibt damit Nossendorfer Bürgermeister.
Carsten Tietböhl (WG Ländlicher Raum) hat die Mehrheit der Stimmen in Nossendorf bekommen. Er bleibt damit Nossendorfer Bürgermeister. Denny Kleindienst
Enrico Schult (AfD) schaffte es nicht, die Mehrheit der Nossendorfer für sich zu gewinnen.
Enrico Schult (AfD) schaffte es nicht, die Mehrheit der Nossendorfer für sich zu gewinnen. Denny Kleindienst
Bürgermeisterwahlen im Amt Demmin-Land

Nossendorfer entscheiden sich gegen AfD-Kandidaten

Carsten Tietböhl bekam bei der Bürgermeisterwahl in Nossendorf die Mehrheit der Stimmen.
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Demmin

Der amtierende Bürgermeister ist auch der zukünftige Bürgermeister von Nossendorf. Landwirt Carsten Tietböhl (Wählergemeinschaft Ländlicher Raum) konnte sich bei der Kommunalwahl gegen seinen Herausforderer Enrico Schult (AfD) durchsetzen.

Schult, der auch Gemeindevertreter sowie Trainer im lokalen Fußballverein ist, war der einzige Bürgermeisterkandidat in den 16 Gemeinden im Amtsbereich Demmin-Land, der für die AfD antrat. „Die Entscheidung, als Bürgermeister zu kandidieren, hat nicht vordergründig mit der AfD zu tun”, hatte er vor der Wahl erklärt.

Dennoch war es eine bewusste Entscheidung, es als AfD-Bürgermeisterkandidat zu versuchen. „Um Vorbehalte gegenüber der AfD abzubauen”, wie Schult betonte. Ihm war auch bewusst, dass es „eine faustdicke Überraschung wäre”, sollte er gewinnen. Diese Überraschung blieb nun aus.

Amtsinhaber-Bonus

Enrico Schult hat etwa ein Drittel der Stimmen bekommen. „Ich hätte mir gewünscht, dass es noch ein bisschen spannender wird”, sagt der Unterlegene am Tag nach der Wahl. Er glaubt indes nicht, dass seine AfD-Mitgliedschaft ihn Stimmen gekostet hat.

Schult sagt: „Es ist schwierig, gegen den amtierenden Bürgermeister anzutreten.” Tatsächlich wurden alle amtierenden Bürgermeister, die im Demminer Land zur Wiederwahl gegen einen Gegenkandidaten antraten, auch wiedergewählt.

Sowohl Schult als auch Tietböhl, der das Bürgermeisteramt nach dem Rücktritt von Fred Schult übernommen hatte, kandidierten erstmals für den höchsten Gemeindeposten. Thematisch setzten die beiden vor der Wahl durchaus ähnliche Schwerpunkte.

Beiden ging es etwa darum, die schlechten Straßen zu reparieren und den Zuzug in die Gemeinde anzukurbeln. Schult wollte als Bürgermeister noch etwas nahbarer und moderner sein und die Einwohner zum Beispiel animieren, ihn über WhatsApp zu kontaktieren, wenn sie etwa illegal abgelagerten Müll entdecken.

Als guter Verlierer hat Enrico Schult Carsten Tietböhl zu dessen Wahl gratuliert.

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