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Peeseliner müssen jetzt lange Umwege fahren

VonKirsten GehrkeWegen Bauarbeiten an derLandesstraße 271 wird diese für sieben Wochen voll gesperrt. Eine Umgehung ist nicht möglich und die Einheimischen ...

VonKirsten Gehrke

Wegen Bauarbeiten an der
Landesstraße 271 wird diese für sieben Wochen voll gesperrt. Eine Umgehung ist nicht möglich und die Einheimischen müssen in den sauren Apfel beißen.

Hohenmocker.Werner Köhn kennt eine Abkürzung. Dann muss er nicht die offizielle Umleitung fahren. Die wäre doch ein sehr weiter Umweg. Der Peeseliner will am Montag nach Demmin. Doch direkt kommt er nicht mehr in die Hansestadt. Ab 13. Mai ist die L 271 voll gesperrt. Dann können die Peeseliner ihr Dorf nur Richtung Burow verlassen, offiziell. Mit dem Pkw indes gibt es aber einen Weg über Gnevkow. Der ist zwar länger als sonst, aber wesentlich kürzer als die Umleitung. Denn so kommt man über Philippshof schon nach Altenhagen auf die L 27 nach Demmin. Werner Köhn muss in den sauren Apfel beißen. Sieben Wochen lang.
Die Vollsperrung ist notwendig, sagt Ronald Normann, Leiter des Straßenbauamtes Güstrow. Auf etwa einem Kilometer kann nicht wie geplant eine Umgehung angelegt werden. Der Untergrund lasse es an dieser Stelle nicht zu. Die Kosten wären sonst erheblich in die Höhe geschnellt. So müssen die Anwohner von Tentzerow, Hohenmocker und Peeselin mit der Sperrung leben. Sonst sehr kurze Wege zwischen den Dörfern werden nun sehr lang. Denn Querverbindungen gibt es nicht, bestenfalls Schleichwege, die nur mit dem Rad zu passieren sind. Bis zum 29. Juni sollen die Arbeiten auf dem Abschnitt vom Naturdenkmal Eiche Tentzerow bis zur zweiten Ausfahrt Peeselin dauern. „Die Zufahrt nach Tentzerow ist dann nur noch aus Richtung Hohenmocker möglich“, so Normann. Die große Umleitung erfolgt über die Landesstraße L 27 von Demmin in Richtung Beggerow, Törpin bis Altenhagen und von dort auf die L 272 über Gültz und Seltz nach Burow zur L 35, die weiter nach Altentreptow und Neubrandenburg oder Greifswald verläuft. Vor allem Laster sollten sich an diese Route halten, weil es auf den meisten Abkürzungen, die Ortskundige kennen, eine Tonnenbegrenzung gibt. Pkw jedoch könnten von Hohenmocker aus über Tentzerow, Hohenbüssow, Golchen auf die L 35 gelangen, umgekehrt geht das auch. Von Demmin kann man über Tützpatz direkt nach Altentreptow auf der
L 27 fahren und dann weiter nach Neubrandenburg. Eine dritte Möglichkeit wäre von Hohenmocker über Sarow nach Törpin zur L 27. Die Peeseliner sind nur froh, dass sie nicht ganz von der Außenwelt abgeschnitten werden, wie vor Baubeginn im Herbst befürchtet worden war. Das aber hat das Straßenbauamt immer versprochen, dass Peeselin erreichbar bleibt.
Die Vollsperrung hat auch ihr Gutes. Wie Normann erklärt, könnten dadurch die Bauzeit um drei Monate verkürzt und erheblich die Kosten gesenkt werden. Die voraussichtliche Fertigstellung wäre dann der 31. August. Zunächst hieß es, dass bis November der Bau der Strecke von Letzin-Siedlung bis Hohenmocker dauern würde. Normann bittet um Verständnis für die neuerlichen Einschränkungen.
Während zwei Teilabschnitte schon neu asphaltiert sind, wird in der Mitte gerade die alte Straße entfernt. Zum Teil laufen Arbeiten am Unterbau. Noch regelt eine Ampel den Verkehr.

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k.gehrke@nordkurier.de