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Plus-Punkte für zufriedene Patienten eingeheimst

Das Team des Demminer Kreiskrankenhauses zeigt das erworbene Qualitätsgütesiegel für die Rheumatologische Abteilung.  FOTO: Gudrun Herzberg

VonGudrun HerzbergÜber ein Qualitätsgütesiegel kann sich das Demminer Kreiskrankenhaus freuen. Es geht um die bessere Versorgung der ...

VonGudrun Herzberg

Über ein Qualitätsgütesiegel kann sich das Demminer Kreiskrankenhaus freuen. Es geht um die bessere Versorgung der Rheumapatienten.

Demmin.„Das ist bislang einzigartig in Deutschland. Und wir gehören zu den 29 Kliniken bundesweit, die dieses Zertifikat erhalten haben“, sagt Professor Andreas Trabandt. Es gehe dabei nicht darum, Konkurrenz zu anderen Kliniken aufzubauen, sondern gemeinsam daran zu arbeiten, wie die Behandlung und Betreuung der Patienten verbessert werden kann. „Dabei arbeiten alle zusammen, ob Ärzte, Schwestern, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten oder Sozialarbeiter“, so Trabandt. Stolz wurde gestern die Urkunde für das Zertifikat gezeigt.
„Das waren fünf Jahre harte Arbeit“, meint Oberärztin Bianka Benkenstein. Seit 2008 beteiligt sich die Demminer Klinik an dem Projekt. Es sei eine hoch spezialisierte Therapie für die Rheumapatienten, physiotherapeutische Betreuung sei nötig. „Der Leidensdruck ist aufgrund der chronischen Schmerzen sehr groß“, so die Oberärztin. In Demmin haben sich mehr als 150 Patienten an diesem Projekt „Kobra“ (kontinuierliches Vergleichen der Ergebnisse in der rheumatologischen Akutversorgung) beteiligt, bundesweit waren es 4000 aus den 29 Kliniken. Dabei ging es unter anderem darum, wie lange mussten Patienten in der Aufnahme warten, wie waren die Behandlung und Betreuung und wie ist der Zustand des Patienten zweieinhalb Monate nach der Entlassung. Dabei geht es darum, im Team zu arbeiten.
„Interessant war unter anderem, dass nicht in unserer Region die älteren Rheumakranken überwiegen“, meint Professor Trabandt. 40 Prozent der Betroffenen seien 40 bis 60 Jahre, 48 Prozent 60 bis 80 Jahre alt. Schwester Christine informierte, dass zwei Mitarbeiter für eine rheumatologische Fachassistenz ausgebildet wurden. Wichtig sei auch, dass die Patienten nach der Entlassung nicht allein gelassen werden. Darum kümmern sich die Sozialarbeiter. „Wir sind auch bei der Visite dabei, um zu erfahren, ob die Patienten zu Hause Hilfsmittel benötigen oder einen Pflegedienst“, sagt Sozialarbeiterin Martina Mahrdt. Denn es sei wichtig zu wissen, ob der Patient zu Hause mit dem steifen Gelenken allein noch aus dem Bett kommt. Medikamente und Physiotherapie seien dabei im Einklang zu bringen. „Wir sitzen immer wieder zusammen, um gemeinsam zu beraten, was noch verbessert werden kann“, so Trabandt. Das Zertifikat gilt für zwei Jahre.

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g.herzberg@nordkurier.de